Marktoptimismus bringt Safe-Haven-Währungen ins Taumeln.
Eine durch zinsbullische Aktienmärkte ausgelöste Steigerung an Optimismus sowie die gestrigen positiven Aussagen von US-Finanzminister Timothy Geithner, erhöhen die Risikobereitschaft unter den Marktteilnehmern. Bereiten Sie sich heute auf einen regen Handelstag einschließlich wichtiger Wirtschaftsindikatoren aus den USA, der Eurozone und Japan vor.
Economical News
USD
Während des gestrigen Handels konnte ein deutlicher Anstieg der globalen Aktienmärkte beobachtet werden. Folglich verbuchte der US-Dollar gegenüber einem Großteil seiner Währungspaare Verluste. Die Rallye wurde von US-Finanzminister Timothy Geithner ausgelöst, nach dessen Einschätzung sich die Lage am US-Kreditmarkt verbessert hat. Im Rahmen einer Pressekonferenz legte Geithner seine Ansichten zur Entlohnung von Managern neu dar, nach denen die US-Regierung seines Erachtens keine Höchstgrenze für Managergehälter festlegen sollte. Darüber hinaus erklärte Geithner, dass sich die US-Wirtschaft stabilisieren würde, auch wenn die Bevölkerung den Umschwung noch nicht unmittelbar spüre. Weitere Ursache für den volatilen Dollar-Handel und den Kursgewinnen an den Aktienmärkten war die Erklärung mehrerer US-Kreditinstitute, darunter JP Morgan, Goldman Sachs und Morgan Stanley, die im Rahmen des TARP-Programms (Treasury's Troubled Assets Relief Program) erhaltenen Staatshilfen in Kürze an die US-Regierung zurückzuzahlen. Der neue Optimismus an den Märkten führte ebenfalls zu einem deutlichen Anstieg an Aktien der Banken Citigroup und Bank of America.
Der US-Dollar rutschte um 100 Punkte zum EUR ab und schloss bei 1,3540. Bei einer gesteigerten Risikobereitschaft kehrten die Investoren dem "sicheren" USD mal wieder den Rücken zu und konzentrierten sich auf EUR-Anlagen. Das Britische Pfund verzeichnete einen beeindruckenden Wertzuwachs von 160 Punkten zum Dollar und notierte bei 1,5305. Bereits in den vergangenen Wochen hatte der US-Dollar deutlich an Boden gegenüber der britischen Währung verloren. Solange sich die globalen Aktienmärkte zinsbullisch zeigen, schwächen sie gleichzeitig den USD in seinem Wert. Lediglich zum japanischen Yen verbuchte der USD einen Gewinn von 170 Punkten, um bei 96,49 zu schließen. Diese Erholung kann möglicherweise auf die Kurskorrektur des Paares zurückgeführt werden, da auch die "sicheren" Yen-Anlagen mit steigender Risikobereitschaft der Marktteilnehmer an Attraktivität verlieren.
Für heute stehen mehrere wichtige Indikatoren auf der Agenda. Wichtigste Veröffentlichungen sind dabei die Daten zu den Baubeginnen und Baugenehmigungen, die beide um 14:30 Uhr ausgegeben werden. Die Ergebnisse stehen in Wechselbeziehung und gelten als wichtige Indikatoren für eine Erholung an den US-Immobilienmärkten. Sollten die Ergebnisse positiv ausfallen, werden sich die Devisenmärkte voraussichtlich ähnlich wie am Montag verhalten. Andererseits könnten enttäuschende Zahlen den US-Dollar erneut stärken, da sich die Marktteilnehmer ihrer Safe-Haven-Währung USD bei Unsicherheit in der Regel wieder entsinnen.
EUR
Am Montag stieg der EUR-Kurs zum Dollar in die Höhe. Ursache dafür war hauptsächlich ein Anstieg der Aktienmärkte in den USA. Der jüngsten Preisstruktur zufolge gewinnt der EUR gegenüber dem USD, sobald sich die Aktienmärkte zinsbullisch zeigen. Einige Analysten erwarten eine Erholung des US-Dollar gegenüber dem EUR bei 1,2500, deuten dabei die aktuellen Kursentwicklungen möglicherweise nicht richtig. Ein Erreichen dieser Marke ist kurzfristig gesehen eher unwahrscheinlich. Sollten die Aktienmärkte in den kommenden Wochen weiterhin steigen, wird der EUR voraussichtlich auch künftig Kursgewinne zum USD verbuchen. Der Trend von EUR/USD ist im Grunde überraschend, nachdem Deutschlands vorläufige BIP-Zahlen am vergangenen Freitag verdeutlichten, dass die deutsche Wirtschaft um gewaltige 3,8% abgeflaut ist. Hier ist zu erkennen, dass der EUR stabiler ist, als oft behauptet.
EUR/USD schloss gestern mit plus 100 Punkten bei 1,3540. Das Kurspaar EUR/GBP beendete den gestrigen Handel mit einem Verlust von 25 Punkten bei 0,8841. Zuvor hatte das britische Finanzministerium der Bank of England (BoE) im Kampf gegen die Finanzkrise einen Rahmen von 150 Mrd. Pfund für geldpolitische Operationen namens „quantitative Lockerung“ zugebilligt. Zum JPY kletterte der EUR um gewaltige 300 Punkte in die Höhe, nachdem die Nachfrage an „sicheren" Yen-Anlagen nachlässt und die Marktteilnehmer es bevorzugen, in risikoreiche und gewinnträchtige Anlagen zu investieren. Voraussichtlich wird dieses Währungspaar seinen Kurs in den kommenden Wochen noch nach oben korrigieren.
Heute werden einige wichtige Indikatoren aus Großbritannien und der Eurozone veröffentlicht. Das Vereinigte Königreich gibt um 10:30 Uhr seine aktuellen Indizes zum Einzelhandelspreis sowie zum Erzeugerpreis aus. Die Eurozone veröffentlicht um 11:00 Uhr entsprechende Daten zu den europäischen und deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen. Negative Zahlen könnten zu einem bärischen Handel für EUR und GBP führen. Umgekehrt werden positive Ergebnisse EUR und GBP zinsbullische Tendenzen bringen. Darüber hinaus versucht Premierminister Gordon Brown, trotz Spesenskandal, Optimismus hinsichtlich Großbritanniens Wirtschaftslage zu verbreiten.
JPY
Am gestrigen Handelstag verlor der JPY gegenüber dem US-Dollar. Unter den Safe-Haven-Währungen gilt der Yen als „sicherste" Anlage. Die Marktteilnehmer zeigten am Montag leichte Risikobereitschaft und verlagerten ihre Yen-Käufe auf USD-Anlagen. Anschließend erfolgte eine Preiskorrektur für USD/JPY, nachdem der Kurs des Paares in den vergangen Wochen abgerutscht war. Das Anlegerverhalten konnte gestern auf die steigenden US-Aktienmärkte zurückgeführt werden. Ein neu entstandener Optimismus hinsichtlich der Wirtschaftslage in den USA brachte den Aktienmärkten in Übersee ebenfalls zinsbullische Tendenzen. Folglich war eine erhöhte Risikobereitschaft unter den Investoren zu erkennen. Japans Regierung zeigt sich über die jüngsten Entwicklung ihrer Währung erfreut. Bislang verhinderte ein zinsbullischer JPY jegliche Anzeichen eines Endes der Konjunkturkrise in Japan.
Zum Dollar rutschte der Yen um 170 Punkte, bzw. nahezu 2% ab und schloss bei 96,49. Gegenüber dem Britischen Pfund verlor der JPY sogar 420 Punkte. Hier konnte die Britische Währung einen Großteil ihrer Verluste zum JPY der vergangenen Wochen wieder zurückgewinnen. Um dramatische 340 Punkte verlor der JPY gegenüber dem EUR an Boden. Im weiteren Handelsverlauf werden folgende wichtigen Indikatoren aus Japan veröffentlicht: Vorläufige Zahlen zum BIP sowie zum BIP Preisindex, 13:50 Uhr.
Technical Analysis
EUR/USD
Ein neues Cross, Tendenz fallend, hat sich für den Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart gebildet und deutet auf eine rückläufige Ausrichtung in unmittelbarer Zukunft hin. Der rückläufige Trend der Oszillatoren auf der Stunden-Chart bestätigt diese Neigung. Sobald die Überwindung des unteren Bereichs der Handelsspanne vollzogen ist, könnte es eine gute Entscheidung sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
GBP/USD
Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale für GBP/USD aus. Ihr Slow Stochastic schwankt dabei im neutralen Bereich. Jedoch verdeutlicht ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass bereits innerhalb des nächsten Zeitfensters eine Abwärtskorrektur stattfinden könnte. Auch in diesem Fall ist es möglicherweise richtig, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald ein Durchbruch der unteren Handelsspanne erfolgt.
USD/JPY
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf Stunden-Chart setzen sich fort. Der Slow Stochastic der Tages-Chart schwankt hier im neutralen Bereich. Aktuell bewegt sich dieses Kurspaar allerdings nahe des oberen RSI-Bereichs auf der 4-Stunden-Chart. Hier steht ebenfalls eine Abwärtsberichtigung bevor. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden ist, könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/CHF
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie auf deutlichere Signale auf den Stunden-Charts.
Wild Card
Rohöl
Nach einigen Tagen anhaltender Aufwärtstendenzen, scheint sich der Preis dieses Rohstoffs mittlerweile im "überkauften" Bereich des RSI auf der Tages-Chart zu bewegen. Darüber hinaus hat sich ein neues rückläufiges Cross für den Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart gebildet, was bedeutet könnte, dass sich Forex -Anlegern eventuell die Gelegenheit bietet, bei dem bevorstehenden Abwärtstrend zu einem äußerst günstigen Einstiegspreis zu investieren, um bei diesem Rohstoff heute auf fallende Kurse zu setzen.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.3655 | 1.5433 | 97.30 | 1.1236 | 0.7761 | 0.8935 |
| 1.3625 | 1.5405 | 96.98 | 1.1205 | 0.7730 | 0.8904 | |
| 1.3595 | 1.5375 | 96.67 | 1.1177 | 0.7700 | 0.8875 | |
| Support | 1.3534 | 1.5316 | 96.05 | 1.1113 | 0.7640 | 0.8810 |
| 1.3500 | 1.5285 | 95.72 | 1.1084 | 0.7612 | 0.8782 | |
| 1.3472 | 1.5252 | 95.40 | 1.1055 | 0.7581 | 0.8750 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009-05-19 | 01:30 | AUD | Monetary Policy Meeting Minutes | * | * | ![]() | |
| Monetary Policy Meeting Minutes provides in-depth insights into the economic conditions that influenced their decision on where to set interest rates | |||||||
| 2009-05-19 | 04:30 | JPY | Revised Industrial Production | m/m | 1.6% | 1.6% | ![]() |
| Revised Industrial Production This report measures the change in the value of manufacturing output from mines and utilities, after being adjusted for inflation. It acts as a leading indicator of economic health. | |||||||
| 2009-05-19 | 08:00 | EUR | Italian Trade Balance | -0.84B | -1.12B | ![]() | |
| Italian Trade Balance This report measures the difference between imported and exported goods and services from Italy. | |||||||
| 2009-05-19 | 08:30 | GBP | CPI | y/y | 2.9% | 2.4% | ![]() |
| CPI The Consumer Price Index (CPI) is a measure of the change in the price of goods and services purchased by consumers. It is a gauge for inflation. | |||||||
| 2009-05-19 | 08:30 | GBP | RPI | y/y | -0.4% | -1.4% | ![]() |
| RPI The Retail Price Index (RPI) measures the rate of inflation experienced by consumers when purchasing goods and services. RPI differs from CPI in that it only measures goods and services bought for the purpose of consumption by the vast majority of households. | |||||||
| 2009-05-19 | 08:30 | GBP | Core CPI | y/y | 1.7% | 1.7% | ![]() |
| Core CPI Consumer prices account for a majority of overall inflation. Inflation is important to currency valuation because rising prices lead the central bank to raise interest rates out of respect for their inflation containment mandate. Also Named: Bank of Canada Core CPI, CPI Ex Volatile Items | |||||||
| 2009-05-19 | 09:00 | EUR | German Economic Sentiment | 13.0 | 20.0 | ![]() | |
| German Economic Sentiment Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Economic Sentiment measures institutional investor sentiment. The monthly indicator reflects the difference between the share of investors that are optimistic and the share of investors that are pessimistic. For example, if 30% of participants expect the economic situation to improve within the next six months, 30% expect no change and 40% expect the economic situation to deteriorate, the ZEW Indicator of Economic Sentiment would take a value of -10. Thus, a positive number means that the share of optimists outweighs the share of pessimists. | |||||||
| 2009-05-19 | 09:00 | EUR | ZEW Economic Sentiment | 11.8 | 15.0 | ![]() | |
| ZEW Economic Sentiment Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Economic Sentiment measures institutional investor sentiment. The monthly indicator reflects the difference between the share of investors that are optimistic and the share of investors that are pessimistic. For example, if 30% of participants expect the economic situation to improve within the next six months, 30% expect no change and 40% expect the economic situation to deteriorate, the ZEW Indicator of Economic Sentiment would take a value of -10. Thus, a positive number means that the share of optimists outweighs the share of pessimists. | |||||||
| 2009-05-19 | 12:30 | USD | Building Permits | 0.52M | 0.53M | ![]() | |
| Building Permits This report is a measure of impending construction activity. It is a significant indicator since the first step in beginning a new construction project is the acquisition of permits granting the approval to do so. | |||||||
| 2009-05-19 | 12:30 | USD | Housing Starts | 0.51M | 0.52M | ![]() | |
| Housing Starts This report is a measure of the number of new residential buildings which began construction during the previous month. It's a leading indicator of economic health because building construction produces a wide-reaching ripple effect. For example, jobs are created for the construction workers, subcontractors and inspectors are hired, and various construction services are purchased by the builder; | |||||||
| 2009-05-19 | 16:00 | CAD | Gov Council Member Murray Speaks | * | * | ![]() | |
| Gov Council Member Murray Speaks Due to deliver a speech titled "When the Unconventional Becomes Conventional" at the Global Interdependence Center, in Philadelphia; BOC Governing Council members are responsible for setting the nation's key interest rates and their public engagements are often used to drop subtle clues regarding future monetary policy; | |||||||
| 2009-05-19 | 23:50 | JPY | Prelim GDP | q/q | -3.2% | -4.2% | ![]() |
| Prelim GDP This report is a measure of the change in the value of all goods and services produced by an economy. It is a primary gauge of the economy's health. | |||||||
| 2009-05-19 | 23:50 | JPY | Prelim GDP Price Index | y/y | 0.7% | 1.8% | ![]() |
| Prelim GDP Price Index Measures the change in the price of goods and services calculated in GDP. It acts as one of the primary tools used by the central bank to assess inflation. | |||||||
















