Deutliche Verluste an den US-Börsen.
Die gestern veröffentlichten Wirtschaftsdaten aus den USA verunsicherten die Anleger. Um 13:30 MGZ konnte eine kurzzeitige Spannungsspitze beobachtet werden, die die Stärke der US-Wirtschaft infrage stellte. Das Anlegervertrauen konnte jedoch bereits nach kurzer Zeit wieder hergestellt werden. Anschließend verhielten sich die Märkte gemäß ihrer akutellen Trends. Anleger, die diese Bewegung vorausahnten, konnten hohe Profite erzielen, während andere große Verluste erlitten.
Economical News
USD
Während des gestrigen Börsengang erlebte der USD einen bewegten Handel gegenüber den Hauptwährungen angesichts der stürzenden Börsen weltweit. Hohe Verluste an der Wall Street erreichten ein neues Rekordtief seit 2003. Dabei zeichnete die Unsicherheit über eine Rettung der großen US-Automobilkonzerne für den freien Fall der US-Börsen verantwortlich.
Der USD erholte sich im weiteren Handelsverlauf und konnte Boden gegen den EUR gutmachen. Nachdem die amerikansiche Währung noch gestern Morgen bei 1,2813 gehandelt wurde, notiert sie aktuell bei 1,2500. Zum JPY hatte der USD herbe Verluste einzustecken.
Die US-Verbraucherpreise sind im Oktober mit Rekordgeschwindigkeit von 0,1% auf -0,1% gesunken. Im Vormonat hatten die Preise noch stagniert. Der starke Rückgang der Verbraucherpreise stellt eine Gefahr für die Unternehmensgewinne dar.
Laut Experten belasten neben der anhaltenden Nervosität über das Schicksal der großen Automobilkonzerne auch aktuelle Konjunkturdaten die Stimmung. Wie aus den lezten Protokollen des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed hervorgeht, rechnen die Mitglieder mit einer deutlichen Abkühlung der US-Wirtschaft, die nach Einschätzung der Notenbanker ein Jahr lang andauern wird. Deflation gilt vielerseits als Gefahr für eine intakt funktionierende Wirtschaft. Der sich daraus ergebende Preisrückgang veranlasst Verbraucher sowie Unternehemen dazu, ihre Investitionen zurückzuhalten, was die Wirtschaftsaktivität umso stärker lähmt. Darüber hinaus wies die US-Notenbank darauf hin, dass weitere Leitzinssenkungen nötig wären, um zusätzliche Schäden an der ohnehin bereis schwächelnden Wirtschaft zu verhindern.
EUR
Der EUR verzeichnete gestern schwere Verluste gegenüber seinen Währungskontrahenten. Nachdem auch die europäischen Aktienmärkte stüzten, setzte Europas Hauptwährung ihre Abwärtstendenzen fort. Am frühen Morgenhandel stieg der EUR zunächst angesicht negativer Wirtschaftsdaten aus den USA bis auf ein Tageshoch gegen den USD an. Dieser fiel dabei bis auf die 1,2800-Marke. Im weiteren Tagesverlauf kehrte sich dieser Trend schnell um, nachdem sich auch die US-Märkte auf eine Talfahrt begeben hatten und sich bei den Marktteilnehmern die Angst vor einem anhaltenden Rezessionsabschwung weltweit verstärkte.
Zum JPY verlor der EUR über 500 Punkte und erreichte dabei einen Tiefstand bei 119,21. Auschlagebender Auslöser für diese Entwicklungen waren insgesamt die europäischen Aktienmärkte, die bei einem Verlust von 4% schlossen, während sich die asiatischen sowie amerikanischen Märkte entgegengesetzt verhielten. Darüber hinaus waren der Bankensenktor und Sicherheitsfirmen, die mit Rohstoffen handeln, unmittelbar betroffen. Erneut wenden sich Anleger von Investitionen in Rohstoffe wie Rohöl ab, da sie ihr Vertrauen in eine rasche Verbesserung des Konjunkturausblicks verloren haben.
Gestern blieb der EUR vom Wirtschaftskalender abwesent. Für heute wird ein Indikator von Bedeutung erwartet: der deutsche Erzeugerpreisindex. Dieser misst die durchschnittliche Veränderungen der Verkaufspreise der heimischen Hersteller für ihre Produktion. Experten erwarten eine Verschlechterung zum Ergebnis im Vormonat. Anleger sollten auch die Tendenzen des GBP sowie JPY im Auge behalten, die heute ihren Einfluss auf die Kursschwankungen des EUR nehmen werden.
JPY
Japans Währung konnte sich gestern erholen und Boden gegen den USD und EUR gutmachen. Die gestrigen Daten aus den USA lieferten keinen Anreiz USD zu erwerben, sondern veranlassten die Anleger im Gegenteil dazu, bei einer derzeit überproportional auftretenden Risikoaversion, den japanischen Yen als "sicherer Hafen" zu bevorzugen.
Der äußerst niedrige Leitzins Japans stützt den JPY dabei, seinen Wert zu stabilisieren. Im Zuge der Auflösung von Carry-Trades gerät das Kurspaar USD/JPY unter Druck und wird aktuell bei 95,25 gehandelt.
Das japanische Finanzministerium in Tokio gab am Donnerstag bekannt, dass die japanische Handelsbilanz im Oktober bei einem Defizit von 63,9 Mrd. Yen schloss. Experten befürchten einen anhaltenden Rückgang im Exportbereich für den Monat Oktober, der Japans Wirtschaft noch tiefer in die Rezession bringen könnte. In Japan sinken die Exporte momentan so stark wie schon lange nicht mehr. Damit musste die als Hauptbestandteil für die japanische Wirtschaft geltende Exportwirtschaft infolge der internationalen Finanzkrise den stärksten Rückgang seit fast 26 Jahren hinnehmen.
Technical Analysis
EUR/USD
Dieses Paar schwankt weiterhin ohne Ausrichtung innerhalb einer äußerst breiten Handelsspanne. Dennoch ist eine eindeutig rückläufige Sspanne auf der 4-Stunden-Chart zu erkennen, in deren unteren Bereich sich EUR/USD mittlerweile bewegt. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart ist negativ geneigt und deutet auf ein Fortdauern der Abwärtstendenz hin. Eine Überwindung der 1,2400-Marke könnte den nächsten Richtpreis bei 1,2300 festlegen.
GBP/USD
Auf der Tages-Chart ist zu erkennen, dass der Abwärtstrend dieses Paares noch nicht beendet ist. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart ist auch hier negativ geneigt und bestätigt, dass sich der Abwärtstrend höchstwahrscheinlich fortsetzen wird. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
USD/JPY
Das Momentum, was sich nach dem Durchbruch der engen Handelsspanne auf der 4-Stunden-Chart eingestellt hat, setzt sich in vollem Umfang fort. Auf der Tages-Chart ist eine Abwärtstendenz zu erkennen, während sich das Paar auf der Stunden-Chart bereit im "überkauften" Bereich bewegt. Bei Höchstständen zu verkaufen, könnte heute die richtige Strategie sein.
USD/CHF
Die gemäßigt zinsbullische Preisentwicklung innerhalb der aufwärts gerichteten Handelsspanne auf der Tage-Chart setzt sich fort. Ein Durchbruch ist hier noch nicht erfolgt. Auch die 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Ihr Slow Stochastic ist abwärts gerichtet und deutet auf ein Anhalten des Abwärtsmomentums hin. Der nächste Richtwert könnte bei 1,2200 liegen. Für heute könnte Kaufen die bevorzugte Strategie sein.
Wild Card
Silber
Eine lange Zeit fluktuierte Silber auf einer äußerst konsistenten Basis. Derzeit weisen die Indikatoren der Stunden- und 4-Stunden-Chart darauf hin, dass die zinsbullische Korrigierung weiterhin ihre Geltung hat. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei einem Trend einzusteigen, der auf dem aufsteigenden Ast ist.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.2585 | 1.5020 | 95.80 | 1.2200 | 0.6425 | 0.8450 |
| 1.2565 | 1.5000 | 95.60 | 1.2180 | 0.6405 | 0.8430 | |
| 1.2535 | 1.4970 | 95.30 | 1.2150 | 0.6375 | 0.8400 | |
| Support | 1.2475 | 1.4910 | 95.00 | 1.2090 | 0.6315 | 0.8340 |
| 1.2445 | 1.4880 | 94.70 | 1.2060 | 0.6285 | 0.8310 | |
| 1.2425 | 1.4860 | 94.50 | 1.2040 | 0.6265 | 0.8280 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-11-20 | 00:30 | AUD | RBA Monthly Bulletin | * | * | ![]() | |
RBA Monthly BulletinIt contains relevant articles, speeches, statistical tables, and provides detailed analysis of current and future economic conditions from the bank's viewpoint. | |||||||
| 2008-11-20 | 07:00 | EUR | German PPI | m/m | 0.3% | -0.6% | ![]() |
German PPIThe Producer Price Index (PPI) measures the rate of inflation (i.e., the rate of price changes) experienced by manufacturers when purchasing goods and services. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When manufactures pay more for goods and services, they are likely to pass the higher costs to the consumer, so PPI is thought to be a leading indicator of consumer inflation. PPI is highly regarded, and at extremes will have a market impact equal to that of its CPI counterpart. | |||||||
| 2008-11-20 | 07:15 | CHF | Trade Balance | 1.46B | 1.30B | ![]() | |
Trade BalanceMeasures the difference in value between imported and exported goods and services. A positive Trade Balance indicates that more goods and services were exported than imported over a given period. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When higher levels of exports are sold to the world, demand for the nation's currency is elevated as foreigners convert their native currency to purchase the exports. The Trade Balance also has a sizable impact on GDP because high demand for exports creates increased employment and production, as domestic factories work to fill this demand. | |||||||
| 2008-11-20 | 09:30 | GBP | Retail Sales | m/m | -0.4% | -0.9% | ![]() |
Retail SalesMeasures Change in the total value of inflation adjusted sales at the retail level; It's the primary gauge of consumer spending, which accounts for a majority of overall economic activity | |||||||
| 2008-11-20 | 09:30 | GBP | Prelim M4 Money Supply | m/m | 1.5% | 0.8% | ![]() |
Prelim M4 Money SupplyMeasures the change the total quantity of domestic currency in circulation and deposited in banks. It's positively correlated with economic growth because an increasing supply of money leads to additional spending and investment. | |||||||
| 2008-11-20 | 09:30 | GBP | Public Sector Net Borrowing | 8.1B | 0.5B | ![]() | |
Public Sector Net BorrowingMeasures the difference between spending and income for the government and public corporations. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because high levels of borrowing are a signal of investment and economic expansion. | |||||||
| 2008-11-20 | 12:00 | CHF | Libor Rate | q/q | 2.00% | * | ![]() |
Libor RateMeasures the London interest rate for 3-month Swiss franc deposits.Short term interest rates are the paramount factor in currency valuation - traders look at most other indicators merely to predict how rates will change in the future. | |||||||
| 2008-11-20 | 13:30 | CAD | Wholesale Sales | m/m | -1.5% | 0.5% | ![]() |
Wholesale SalesMeasures the total value of sales at the wholesale level. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because increased sales at the wholesale level are a good indication that there is high consumer demand at the retail level. | |||||||
| 2008-11-20 | 13:30 | CAD | Corporate Profits | q/q | 2.5% | - | ![]() |
Corporate ProfitsMeasures the total amount of pre-tax profits earned from normal business activities, excluding interest expense on borrowing and valuation adjustments. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because good business conditions are a sign of a strong economy. | |||||||
| 2008-11-20 | 13:30 | USD | Unemployment Claims | 515K | 508K | ![]() | |
Unemployment ClaimsMeasures the number of individuals who filed for unemployment insurance for the first time during the past week. A rising trend has positive effect on the nation currency. This is the nation's earliest economic data. The market impact fluctuates from week to week - there tends to be more focus on the release when traders need to diagnose recent developments, or when the reading is at extremes; | |||||||
| 2008-11-20 | 15:00 | USD | Philly Fed Manufacturing Index | -37.5 | -35.0 | ![]() | |
Philly Fed Manufacturing IndexMeasures level of a diffusion index based on surveyed manufacturers in Philadelphia. Above 0.0 indicates improving conditions, below indicates worsening conditions. This is released a few days after the Empire State Manufacturing Index which tends to dull it's impact. It's a leading indicator of economic health - businesses react quickly to market conditions, and changes in their sentiment can be an early signal of future economic activity such as spending, hiring, and investment. | |||||||
| 2008-11-20 | 15:00 | USD | CB Leading Index | m/m | 0.1% | -0.6% | ![]() |
CB Leading IndexMeasure the change in the level of a composite index based on 7 economic indicators; | |||||||
| 2008-11-20 | 15:30 | CAD | BOC Season Review | * | * | ![]() | |
BOC Season ReviewThis report includes articles related to the economy and central banking, written by analysts from the Department of Monetary and Financial Analysis; | |||||||
| 2008-11-20 | 15:35 | USD | Natural Gas Storage | 62B | -1B | ![]() | |
Natural Gas StorageMeasures the change in the number of cubic feet of natural gas held in underground storage during the past week; It influences the price of petroleum products which affects inflation, but also impacts growth as many industries rely on oil to produce goods; | |||||||
| 2008-11-20 | USD | Treasury Sec Paulson Speaks | * | * | ![]() | ||
Treasury Sec Paulson SpeaksSpeaker US Treasury Secretary Henry Paulson; Due to testify on recent actions regarding Fannie Mae and Freddie Mac, investment banks, and other financial institutions before the Senate Committee on Banking, Housing and Urban Affairs, in Washington DC. It's the Treasury Secretary's job to communicate the government's economic policies, and his speeches are often used to signal policy shifts to the public and foreign governments. | |||||||
| 2008-11-20 | 21:45 | NZD | Visitor Arrivals | m/m | -6.0% | - | ![]() |
Visitor ArrivalsMeasures the number short-term overseas visitors who arrive in the country. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because tourism plays an important role in the economy. Almost 10% of the nation's population is employed by the tourism industry, and 10% of the nation's GDP is indirectly related to tourism. | |||||||










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