US-Bankenausschuss ändert Rettungsplan für Finanzsektor.
Der Bankenausschuss des US-Senats kündigte gestern Änderungen des geplanten $700 Mrd. schweren Rettungsplans für den angeschlagenen Finanzsektor an. Das überarbeitete Rettungspaket ist die Antwort auf die Sorge der Investoren, dass dieses zur Stabilisierung der schwer erschütterten Finanzmärkte nicht greift. Die Sorge der Abgeordneten konzentriert sich auf die Frage, ob der Rettungsplan ausreicht, um das Vertrauen der Institute untereinander wieder herzustellen und die Banken zu motivieren, sich gegenseitig Geld zu leihen.
Economical News
USD
Am gestrigen Handelstag musste das Kurspaar GBP/USD heftige Verluste verzeichnen, als es seinen niedrigsten Kurswert in den vergangenen 6 Jahren erreichte. Das Paar verlor 3,7% und notierte zum Ende des Börsengangs bei $1,4893. Der Britische Pfund wurde in den letzten fünf Monaten empfindlich durch seine auf eine Rezession zusteuernde Wirtschaft sowie deutlichen Leitzinskürzungen seitens der Bank of England (BoE) getroffen.
Notenbank-Chef Mervyn King sagte am Mittwoch dass die Ergebnisse des Inflationsberichts der Notenbank nicht überraschten und der Leitzins weiter angepasst werden müsse. Die Notenbank sieht eine tiefgreifende Rezession auf das Land zukommen und befürwortet weitere Zinssenkungen zur geldpolitischen Stimulierung. Anleger aufgepasst, GBP/USD könnte heute noch bis unter die 1,4400-Marke fallen.
Der Bankenausschuss des US-Senats kündigte gestern Änderungen des geplanten $700 Mrd. schweren Rettungsplans für den angeschlagenen Finanzsektor an. Die Geldmittel sollen nicht länger zum Kauf fauler Kredite eingesetzt werden, sondern viel mehr die Bilanzen angeschlagener Banken sanieren. Das Geld wird demnach direkt in US-Banken investiert und für deren Stabilisierung aufgebracht. Der Dow-Jones-Index schloss nach der Ansprache von US-Finanzminister Paulson mit einem Minus von 4,7%.
Der Dollar konnte gestern einen Wertzuwachs verzeichnen, der von einer geminderten Risikobereitschaft und einem erneuten Rückgang des Ölpreises gestützt wurde. Anleger orientieren sich derzeit weg von Währungen, die höhere Gewinne abwerfen und investieren in den US-amerikanischen Dollar. Das überarbeitete Rettungspaket ist die Antwort auf die Sorge der Investoren, dass das Rettungspaket zur Stabilisierung der schwer erschütterten Finanzmärkte nicht greift.
EUR
Das Kurspaar EUR/JPY verzeichnete ebenfalls heftige Verluste. Der EUR rutschte gestern erneut und schloss bei 119,08 zum Yen, was einen neuen Tiefstand für diesen Monat markiert. Gegen den GBP machte die europäische Währung wiederum Boden gut und notierte zum Ende des Tages bei 0,8359.
Die neue Widerstandsmarke für EUR/USD könnte demnach bei 1,2500 liegen. Der EUR schloss gestern unter 1,2500 bei 1,2458. Wiederholt negative Wirtschaftsdaten setzten den Abwärtstrend des EUR fort. Der gestrige Börsengang stellt somit den dritten Tag infolge dar, an dem der EUR starke Verluste gegen den Dollar hinnehmen musste.
Anleger sollten auf anstehende Veröffentlichungen aus der deutschen Wirtschaft achten. Sollten diese positiv ausgegeben werden, könnten sie dem fallenden EUR eine Trendwende bescheren: Heute steht auf dem europäischen Wirtschaftskalender die 1. Veröffentlichung des BIP, 3. Quartal, saison- und kalenderbereinigt. Dies soll um 0,2% schrumpfen. Sollten die Ergebnisse besser als erwartet ausfallen, könnte der aktuelle Fall des EUR gegen den Dollar und den Yen endlich ein Ende finden. Sollte die Europäische Zentralbank (ECB) ein schlechteres Resultat erwarten, könnte dies wiederum den Boden für weitere Leitzinssenkungen bereiten.
Des Weiteren auf der Agenda heute: Ansprachen von EZB-Präsident Trichet sowie von Fed-Chef Bernanke. Beide nehmen an einer Konferenz zur Diskussion der geldmarktpolitischen Lage teil. In einer gemeinsamen Aktion der Notenbanken weltweit hatte sowohl die EZB als auch die US-Notenbank angesichts der wachsenden Finanzkrise ihren Leitzins vor einigen Wochen zeitgleich gesenkt.
JPY
Der JPY setzt sein Wettrennen dieses Monats gegen den Dollar und EUR fort. Auch der gestrige Börsengang bildete dabei keine Ausnahme. USD/JPY notierte zu Handelsschluss bei 95,57.
Der derzeitige Aufschwung des JPY gleicht einer konjunkturellen Erholung und lässt sich überwiegend auf die Tendenzen der übrigen Hauptwährungen, den Rückgang von Carry Trades und einer nachlassenden Risikobereitschaft zurückführen. In den vergangenen Monaten konnte der JPY einen deutlichen Wertzuwachs verzeichnen.
Dabei wertete der JPY in den vergangenen Monaten deutlich auf, während Anleger ihre Carry Trades auflösten, bei denen sie sich in Ländern niedriger Zinsen, wie Japan, Geld leihen, um es anschließend ertragbringend in Hochzinsländern anzulegen. Die rasante Aufwertung des Yen ist nach Meinung vieler Experten eine direkte Folge der Unsicherheit an den Finanzmärkten.
Die plötzlichen Bedenken des US-Bankenausschusses am Hilfspaket halfen nicht gerade, die Marktunsicherheit zu reduzieren. Die Märkte verlangen nach Stabilität. Anleger bewerten die Entscheidung der US-Regierung, das Rettungspaket für den krisengeschüttelten amerikanischen Finanzmarkt zu überarbeiten, als zusätzliches Risiko. Diesem Risikofaktor soll gekontert werden, um die Erholung der Märkte nicht weiter hinauszuzögern. Der JPY wiederum könnte davon profitieren.
Technical Analysis
EUR/USD
Auf der 4-Stunden-Chart ist zu sehen, dass sich das Abwärtsmomentum wieder in vollem Umfang einstellt, nachdem das Paar in den vergangenen 72 Stunden über 400 Pips verloren hat. Der Slow Stochastic der Tages-Chart weist auf ein Fortdauern dieses Abwärtstrends hin. Eine gute Entscheidung könnte hier lauten: Verkaufen.
GBP/USD
Die gemäßigte rückläufige Preisentwicklung innerhalb der abwärts gerichteten Handelsspanne setzt sich weiterhin fort. Die untere Grenze dieser Spanne wurde bislang nicht überwunden. Der Slow Stochastic der Tages-Chart ist negativ geneigt. Auch die 4-Stunden-Chart bestätigt mittlerweile diese Tendenz. Der RSI wiederum bewegt sich um die 50-Marke, was auf ein Fortdauern dieser Abwärtstendenz hindeutet. Der nächste Richtwert könnte bei 1,4800 liegen. Verkaufen könnte hier heute von Vorteil sein
USD/JPY
Das Momentum, das sich nach dem Durchbruch der unteren Handelsspanne auf der Tages-Chart eingestellt hat, setzt sich in vollem Umfang fort. Die 4-Stunden-Chart ist nach wie vor rückläufig. Auf der Tages-Chart werden erste Zeichen eines Endes dieses Trends deutlich. Für heute könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/CHF
Nachdem dieses Paar die Marke von 1,1800 erreicht hat, konsolidiert es sich mittlerweile um 1,1900. Die Oszillatoren lassen vermuten, dass sich das zinsbullische Momentum voraussichtlich fortsetzt. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart lässt kein Cross erkennen. Das Aufwärtsmomentum scheint nach wie vor intakt zu sein. Die Tages-Chart ist weiterhin zinsbullisch. Gegenteilige Anzeichen sind derzeit nicht zu sehen. Anleger könnten ihre Gewinne maximieren, indem sie momentan eine konstante Long-Position einnehmen.
Wild Card
Gold
Auf der 4-Stunden-Chart bildet sich eine deutlich erkennbare zinsbullische Handelsspanne. Ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass eine zinsbullische Korrigierung unmittelbar bevorsteht. Der RSI schwankt auf "überkauftem" Territorium und bestätigt die Annahme, dass der Trend noch nicht beendet ist. Auch hier könnten Forex -Anleger ihre Gewinne erneut maximieren, indem sie bei Niedrigständen verkaufen und sich den derzeitigen Aufwärtstrend zu Nutze machen.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.2572 | 1.5018 | 96.50 | 1.1950 | 0.6503 | 0.8450 |
| 1.2548 | 1.4995 | 96.33 | 1.1924 | 0.6478 | 0.8426 | |
| 1.2500 | 1.4960 | 96.12 | 1.1900 | 0.6455 | 0.8399 | |
| Support | 1.2455 | 1.4966 | 95.75 | 1.1850 | 0.6405 | 0.8345 |
| 1.2430 | 1.4944 | 95.51 | 1.1832 | 0.6378 | 0.8315 | |
| 1.2400 | 1.4910 | 95.30 | 1.1800 | 0.6358 | 0.8295 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-11-13 | 01:00 | AUD | MI Inflation Expectations | 4.4% | * | ![]() | |
MI Inflation ExpectationsMeasure the percentage that consumers expect the price of goods and services to change during the next 12 months | |||||||
| 2008-11-13 | 04:30 | JPY | Revised Industrial Production | m/m | 1.2% | 1.2% | ![]() |
Revised Industrial ProductionMeasures the change in the total inflation-adjusted value of output produced by manufacturers, mines, and utilities. It's a leading indicator of economic health - production reacts quickly to ups and downs in the business cycle, and is correlated with consumer conditions such as employment levels and earnings. | |||||||
| 2008-11-13 | 07:00 | EUR | German Prelim GDP | q/q | -0.5% | -0.2% | ![]() |
German Prelim GDPMeasures Change in the value of all goods and services produced by the economy; Usual Effect Actual > Forecast = Good for currency; Frequency Released quarterly, about 45 days after the quarter ends; FF Notes There are two versions of GDP released about 10 days apart - Preliminary and Final. The Preliminary release is the earliest and thus tends to have the most impact; Why Traders Care It's the broadest measure of economic activity and the primary gauge of the economy's health; Also Called First Release GDP, Preliminary GDP; Acronyms Gross Domestic Product (GDP); | |||||||
| 2008-11-13 | 07:45 | EUR | French CPI | m/m | -0.1% | -0.1% | ![]() |
French CPIThe Consumer Price Index (CPI) measures the rate of inflation (i.e., the rate of price changes) experienced by consumers when purchasing goods and services. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. The primary objective of the central bank is to achieve price stability; when inflation rises above an annualized rate of approximately 2%, they will respond by raising interest rates to bring prices down. Higher interest rates attract foreign investment, thus increasing demand for the nation's currency. CPI is one of the most closely watched indicators and will usually have a high impact upon release. | |||||||
| 2008-11-13 | 08:15 | CHF | PPI | m/m | -0.5% | -0.5% | ![]() |
PPIThe Producer Price Index (PPI) measures the rate of inflation (i.e., the rate of price changes) experienced by manufacturers when purchasing goods and services. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When manufactures pay more for goods and services, they are likely to pass the higher costs to the consumer, so PPI is thought to be a leading indicator of consumer inflation. PPI is highly regarded, and at extremes will have a market impact equal to that of its CPI counterpart. | |||||||
| 2008-11-13 | 09:00 | EUR | ECB Monthly Bulletin | * | * | ![]() | |
ECB Monthly BulletinIt reveals the statistical data that the ECB Governing Board evaluated when making the latest interest rate decision, and provides detailed analysis of current and future economic conditions from the bank's viewpoint. Released monthly, 7 days after the Minimum Bid Rate release. | |||||||
| 2008-11-13 | 10:00 | CHF | ZEW Economic Expectations | -91.1 | -88.0 | ![]() | |
ZEW Economic ExpectationsMeasure the level of a diffusion index based on surveyed institutional investors and analysts | |||||||
| 2008-11-13 | 13:30 | CAD | Trade Balance | 5.8B | 5.1B | ![]() | |
Trade BalanceMeasures the difference in value between imported and exported goods and services. A positive Trade Balance indicates that more goods and services were exported than imported over a given period. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When higher levels of exports are sold to the world, demand for the nation's currency is elevated as foreigners convert their native currency to purchase the exports. The Trade Balance also has a sizable impact on GDP because high demand for exports creates increased employment and production, as domestic factories work to fill this demand. | |||||||
| 2008-11-13 | 13:30 | USD | Trade Balance | -59.1B | -56.5 | ![]() | |
Trade BalanceMeasures the difference in value between imported and exported goods and services. A positive Trade Balance indicates that more goods and services were exported than imported over a given period. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When higher levels of exports are sold to the world, demand for the nation's currency is elevated as foreigners convert their native currency to purchase the exports. The Trade Balance also has a sizable impact on GDP because high demand for exports creates increased employment and production, as domestic factories work to fill this demand. | |||||||
| 2008-11-13 | 13:30 | USD | Unemployment Claims | 481K | 483K | ![]() | |
Unemployment ClaimsMeasures the number of individuals who filed for unemployment insurance for the first time during the past week. A rising trend has positive effect on the nation currency. This is the nation's earliest economic data. The market impact fluctuates from week to week - there tends to be more focus on the release when traders need to diagnose recent developments, or when the reading is at extremes; | |||||||
| 2008-11-13 | 16:00 | USD | Crude Oil Inventories | 0.0M | 1.0M | ![]() | |
Crude Oil InventoriesMeasures Change in the number of barrels of crude oil held in inventory by commercial firms during the past week; Usual Effect No clear effect, there are both inflationary and growth implications; Frequency Released weekly, 4 days after the week ends; FF Notes While this is a US indicator, it most affects the loonie due to Canada's massive oil sands; Why Traders Care It influences the price of petroleum products which affects inflation, but also impacts growth as many industries rely on oil to produce goods; Also Called Crude Stocks, Crude Levels; Acronyms Energy Information Administration (EIA); | |||||||
| 2008-11-13 | 17:30 | USD | FOMC Member Plosser Speaks | * | * | ![]() | |
FOMC Member Plosser SpeaksDue to speak at the "Monetary policy and Investment Opportunities in Zambia" Luncheon program, in Philadelphia. | |||||||
| 2008-11-13 | 18:30 | EUR | ECB President Trichet Speaks | * | * | ![]() | |
ECB President Trichet SpeaksDue to speak after accepting the European Banker of the Year award, in Frankfurt. As head of the central bank's governing body, which is responsible for setting the euro zone's short term interest rate, his speeches can sometimes cause market volatility as traders react to clues regarding future monetary policy. | |||||||
| 2008-11-13 | 19:00 | USD | FOMC Member Stern Speaks | * | * | ![]() | |
FOMC Member Stern SpeaksDue to speak, in Houghton. Federal Reserve FOMC members vote on where to set the nation's key interest rates and their public engagements are often used to drop subtle clues regarding future monetary policy | |||||||
| 2008-11-13 | 19:00 | USD | Federal Budget Balance | 45.7B | -99.0B | ![]() | |
Federal Budget BalanceMeasures the difference in value between the federal government's income and spending during the previous month. | |||||||










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