Etwas Marktstabilität stellt sich ein, während Anleger die Ergebnisse des US-Rettungsplans erwarten.
Der Preisfall des Rohöls ermutigt die Anleger, während die Welt gespannt auf weitere Details des Rettungspakets seitens der US-amerikanischen Regierung wartet. Erste Euphorie ist mittlerweile in Unruhe umgeschlagen. Es stellt sich die Frage, wie wird Amerikas Regierung das $700 Mrd. Rettungspaket finanzieren, ohne den US-amerkanischen Steuerzahler zu belasten. In der Eurozone hat sich inzwischen, aufgrund negativ ausgefallener Daten, ein leichter Abwärtstrend eingestellt. Anleger erwarten für heute eine weitere Anhörung von US-Notenbankchef Bernanke und US-Finanzminister Paulson, die die Einführung des Rettungsplans für die krisengeschüttelte US-Wirtschaft forcieren.
Economical News
USD
Der USD verzeichnete gestern überraschenderweise einen zinsbullischen Börsengang und einen Wertzuwachs gegenüber seinen Hauptwährungsgegnern. Im frühen Handel erreichte der USD bereits Höchststände gegen den EUR, nachdem die Daten des produzierenden Gewerbes in der Eurozone enttäuschend ausgefallen waren. Zum Ende des gestrigen Handelstages schloss der USD bei 1,4644 gegen den EUR. Auch gegenüber dem Pfund Sterling und dem Schweizer Franken machte der USD Boden gut.
Wichtigstes Ereignis aus den USA waren gestern die Anhörungen von US-Notenbankchef Bernanke und US-Finanzminister Paulson vor dem Banken-Komitee des Senats in Washington. Währenddessen sind die Anleger durch die fallenden Rohölpreise ermutigt und warten gespannt auf weitere Details des Rettungspakets der US-Regierung. Erste Euphorie ist mittlerweile in Unruhe umgeschlagen und es stellt sich die Frage, wie wird Amerikas Regierung das $700 Mrd. Rettungspaket finanzieren, ohne den US-amerikanischen Steuerzahler zu belasten. Experten zufolge halten genau dieses Sorgen den Wertzuwachs des Dollar auf. Die Liquidität im Markt war gestern eher gering, da Anleger in Bezug auf zukünftige Tendenzen der Aktienmärkte verunsichert sind. So verhalten sich Investoren derzeit zurückhaltend und warten auf ein Abklingen der Marktturbulenzen.
In ihren Anhörungen äußerten sich Bernanke und Paulson auch hinsichtlich ihrer Versprechen, der Regierung die Befugnis zu erteilen, illiquide Vermögenswerte aufzukaufen, was wiederum weniger Zustimmung beim US-Senat fand, der darauf bestand, dass zumindest gesetzliche Regelungen bestehen müssten, die die Steuerzahler vor nachteiligen Ausfällen bewahrten. Die Anhörungen nehmen bislang großen Einfluss auf die USD-Handelswoche.
Wichtigster Indikator auf dem heutigen Wirtschaftskalender der USA sind die Daten der Eigenheimverkäufe aus Bestand. Experten sagen für diesen Indikator einen leichten Umsatzrückgang von $5,00 Mio. auf $4,93 Mio. voraus. Sollten sich die Prognosen bewahrheiten, wird sich die aktuelle Erholung des Dollars voraussichtlich fortsetzen, da Anleger ihre USD-Positionen folglich erweitern werden. Heute sollten USD-Anleger die Ansprachen von Bernanke und Paulson sowie deren Aussagen zum Rettungspaket weiterhin aufmerksam verfolgen.
EUR
Der EUR beendete den gestrigen Börsengang bei gemischten Ergebnissen gegenüber den Hauptwährungen. Die 15-Nationen-Währung erfuhr hohe Kursschwankungen, insbesondere gegenüber dem USD und schloss letzten Endes um die 1,4644. Der EUR fiel gestern außerdem gegen den GBP und den JPY, konnte sich jedoch gegen den Schweizer Franken durchsetzen.
Den einflussreichsten Wirtschaftsindikator der Eurozone bildete gestern der Flash Manufacturing PMI. Dienstleistungen und Produktion gingen laut Angaben im Monat September in der Eurozone zum vierten Monat infolge zurück. Diese Hochrechnung deutet auf ein stagnierendes Wirtschaftswachstum hin und steht im Gegensatz zu den zuvor ausgegebenen Wirtschaftsdaten, die noch alle Erwartungen übertroffen hatten. Die Produktionszahlen der Eurozone rutschten auf ein Siebenjahrestief, von 47,6 im Vormonat August auf 45,3 und liegen dabei unter den prognostizierten 47,2. Liegt dieser Indikator über der 50,0-Marke, wird dies als Zeichen für ein Wachstum der herstellenden Industrie gedeutet. Das Gegenteil gilt für eine Unterschreitung dieses Levels. Weiterer wichtiger Indikator gestern, war Frankreichs Privater Verbrauch, Käufe industrieller Güter. Französische Käufer scheinen ihre Ausgaben im Monat August gedrosselt zu haben, während die Produktionserträge ihren schärfsten Rückgang in über sechseinhalb Jahren verzeichneten, was ebenfalls ein äußerst schwaches drittes Wirtschaftsquartal bedeutet. Die vorgenannten Veröffentlichungen machen erneut deutlich, dass die europäische Wirtschaft den EUR maßgeblich schwächt.
Für heute steht, als wichtigster Indikator aus der Eurozone, der deutsche Ifo Geschäftsklimaindex auf der Agenda. Dieser misst die Erwartung von Unternehmern in die künftige wirtschaftliche Entwicklung. Dabei erklären etwa 7.000 Unternehmen alle vier Wochen in einer Umfrage, wie es um ihr Geschäft steht und was sie für die nächsten sechs Monate erwarten. EUR-Anleger sollten ihr Augenmerk unbedingt auf die Veröffentlichung dieses Indexes richten, da ein Ergebnis über den Erwartungen eine zinsbullische Korrigierung des gestern begonnen EUR-Rückgangs erwirken könnte.
JPY
Gegenüber den meisten Währungen verzeichnete der JPY einen ziemlich flachen Handel. Dabei schwankte die japanische Währung gegenüber dem USD zwischen 105 und 106 und schloss letztendlich bei 105,64. Vornehmlich wurden die Tendenzen des JPY von seinen Hauptwährungsgegnern bestimmt, die, aufgrund der derzeit unbeständigen Märkte, einen volatileren Handel erlebten.
Einzig veröffentlichter Indikator aus der japanischen Wirtschaft war der BSI Manufacturing Index, ein allgemeines Maß für Marktkonditionen und Geschäftspotential. Große Produktionsunternehmen sahen den Index ihrer Geschäftslage im zweiten Quartal von -15,1 auf -10,0 hochschnellen, während das nicht verarbeitende Gewerbe sich ebenfalls von vormals -15,3 auf -10.2 verbesserte. Kleinere Unternehmen verzeichneten einen leichten Aufwärtstrend ihrer Geschäftsbedingungen, schrieben jedoch die negativeren Zahlen. Der Geschäftsklimaindex der Branchen insgesamt verbesserte sich von -36,5 auf -34,3 im dritten Quartal und verhalf dem JPY zu mehr Stabilität.
Dennoch werden im heutigen Tagesverlauf die Veröffentlichung der japanischen Handelsbilanz sowie die Daten des CSPI leichte Kursschwankungen mit sich bringen. JPY-Anleger sollten Nachrichten aus den USA und der Eurozone nicht aus den Augen verlieren, den auch heute werden diese Nationen wieder einmal die Entwicklungen des Yen entscheidend bestimmen.
Technical Analysis
EUR/USD
In den letzten drei Handelstagen durchlebte dieses Paar einen äußerst schwankenden sowie richtungslosen Handel. Etliche Versuche die Unterstützungsmarke von 1,4500 zu durchbrechen sind fehlgeschlagen, während sich das Paar mittlerweile um die 1,4650-Marke konsolidiert hat. Die Tages-Chart gibt gemischte Signale aus und dennoch werden auf der 4-Stunden-Chart Anzeichen eines begrenzten Abwärtsmomentums deutlich. Der Slow Stochastic ist negativ geneigt, was darauf hindeutet, dass eine Fortsetzung der rückläufigen Korrigierung in Kürze erfolgen könnte.
GBP/USD
Auf der Tages-Chart ist zu erkennen, dass der Aufwärtstrend dieses Paares noch kein Ende gefunden hat. Auch der Slow Stochastic der Tages-Chart weist eine positive Neigung aus, was ebenfalls auf ein Fortbestehen des zinsbullischen Trends hindeuten könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, ist eventuell die richtige Entscheidung für heute.
USD/JPY
Das Momentum, was sich nach dem Durchbruch auf der 4-Stunden-Chart eingestellt hat, setzt sich in vollem Umfang fort. Die Tage-Chart ist weiterhin von Abwärtstendenzen geprägt, während die 4-Stunden-Chart erste Anzeichen eines gemäßigten Aufwärtsmomentums erkennen lässt. Bei Höchstständen zu verkaufen, könnte heute die richtige Strategie sein.
USD/CHF
Handelsspanne erkennen, in deren unteren Bereich USD/CHF mittlerweile schwankt. Ein zinsbullisches Kreuz des Slow Stochastic bestätigt die Tendenz, dass dieses Paar den oberen Bereich der Spanne voraussichtlich noch vor dem Wochenende in Angriff nehmen könnte. Für heute ist es voraussichtlich richtig, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
Wild Card
Silber
Der Rohstoff Silber befindet sich derzeit inmitten einer zinsbullischen Korrigierung und scheint einen ziemlich hohen Preis anzustreben. Diese zinsbullische Handelsspanne, gepaart mit einer stark positiven Neigung des Slow Stochastic der Tages-Chart, könnte Forex -Anlegern den Einstieg in den Aufwärtstrend bei weiten Stopps zu einem äußerst lukrativen Geschäft werden lassen.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.4740 | 1.8590 | 106.68 | 1.0958 | .8445 | .7975 |
| 1.4728 | 1.8565 | 106.35 | 1.0924 | .8419 | .7958 | |
| 1.4700 | 1.8545 | 106.14 | 1.0891 | .8390 | .7940 | |
| Support | 1.4645 | 1.8511 | 105.78 | 1.0845 | .8349 | .7907 |
| 1.4625 | 1.8490 | 105.51 | 1.0819 | .8332 | .7883 | |
| 1.4590 | 1.874 | 105.25 | 1.0763 | .8305 | .7863 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-09-24 | NZD | Westpac Consumer Sentiment | 81.7 | * | ![]() | ||
Westpac Consumer SentimentMeasures the level of a diffusion index based on surveyed consumers. Above 100.0 indicates optimism, below indicates pessimism. Financial confidence is a leading indicator of consumer spending, which accounts for a majority of overall economic activity. | |||||||
| 2008-09-24 | 08:00 | EUR | German Ifo Business Climate | 94.8 | 94.2 | ![]() | |
German Ifo Business ClimateThe Information and Forschung (Ifo) Business Climate Index measures the mood of firms in manufacturing, construction, wholesale and retail. The index is derived from a monthly survey of over 7,000 firms where respondents are asked to give their assessments of the current business situation and their expectations for the next six months. | |||||||
| 2008-09-24 | 08:00 | EUR | Current Account | -8.2B | -6.2B | ![]() | |
Current AccountMeasures the quarterly difference in value between imported and exported goods, services, income flows, and unilateral transfers. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. The Current Account is a comprehensive accounting of the nation's trade with other countries. It includes the previously reported Trade Balance (which covers trade of goods and services), so traders focus on the income flows and unilateral transfer portions of the report. | |||||||
| 2008-09-24 | 08:00 | EUR | Italian Retail Sales | m/m | -0.5% | 0.1% | ![]() |
Italian Retail SalesMeasures the value of sales at the retail level. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because Retail Sales make up a large portion of consumer spending, which is a major driver of the economy and has a sizable impact on GDP. Traders pay close attention to Retail Sales because it is usually the first significant indicator of the month that relates to consumer behavior and is susceptible to surprises. | |||||||
| 2008-09-24 | 10:00 | GBP | CBI Realized Sales | -46 | -40 | ![]() | |
CBI Realized SalesMeasures the Level of a diffusion index based on surveyed retailers and wholesalers. It's a leading indicator of economic health - businesses are immediately affected by market conditions, and changes in their sales volume can be an early signal of future economic activity such as spending, hiring, and investment; | |||||||
| 2008-09-24 | 14:00 | USD | Existing Home Sales | 5.00M | 4.93M | ![]() | |
Existing Home SalesMeasures the annualized number of existing homes sold in the previous month. Existing Home Sales make up a larger portion of the housing market than New Home Sales, and therefore are an important indicator of trends in the housing market. This indicator is published monthly by the National Association of Realtors. | |||||||
| 2008-09-24 | 14:00 | USD | Fed Chairman Bernanke Testifies | * | * | ![]() | |
Fed Chairman Bernanke TestifiesThe testimony usually comes in two parts: first he reads a prepared statement (a text version is made available on the Fed's website at the start), then the committee will hold a question and answer session. Since the questions are not known beforehand they can make for some unscripted moments that lead to heavy market volatility. As head of the central bank, which controls short term interest rates, he has more influence over the nation's currency value than any other person. Traders scrutinize his public engagements as they are often used to drop subtle clues regarding future monetary policy. | |||||||
| 2008-09-24 | 14:35 | USD | Crude Oil Inventories | -6.3M | -2.0 | ![]() | |
Crude Oil InventoriesMeasures Change in the number of barrels of crude oil held in inventory by commercial firms during the past week; Usual Effect No clear effect, there are both inflationary and growth implications; Frequency Released weekly, 4 days after the week ends; FF Notes While this is a US indicator, it most affects the loonie due to Canada's massive oil sands; Why Traders Care It influences the price of petroleum products which affects inflation, but also impacts growth as many industries rely on oil to produce goods; Also Called Crude Stocks, Crude Levels; Acronyms Energy Information Administration (EIA); | |||||||
| 2008-09-24 | 18:30 | USD | Fed Chairman Bernanke Speaks | * | * | ![]() | |
Fed Chairman Bernanke SpeaksFederal Reserve Chairman Ben Bernanke will speaks at the Charlotte Chamber of Commerce annualy meeting where he will recieve an award and talk about the regional economy. As head of the Federal Open Market Committee (FOMC), which is responsible for setting the nation's short term interest rate, Ben Bernanke is arguably the most influential figure in the currency markets. Bernanke is known to drop clues during his speeches, as it is the FOMC's tenet to keep the public aware of their monetary policy long before interest rates are changes. Heavy market volatility is often experienced during Bernanke's speeches as traders attempt to decipher his clues. | |||||||
| 2008-09-24 | 20:45 | GBP | MPC Member Sentance Speaks | * | * | ![]() | |
MPC Member Sentance SpeaksBOE MPC members vote on where to set the nation's key interest rates and their public engagements are often used to drop subtle clues regarding future monetary policy. | |||||||
| 2008-09-24 | 23:50 | JPY | CSPI | y/y | 1.3% | 1.2% | ![]() |
CSPIThe Corporate Services Price Index (CSPI) measures the rate of inflation experienced by corporations when purchasing services. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because when businesses pay more for services, they are likely to pass the higher costs to the consumer. | |||||||
| 2008-09-24 | 23:50 | JPY | Trade Balance | 0.17T | 0.12T | ![]() | |
Trade BalanceMeasures the difference in value between imported and exported goods and services. A positive Trade Balance indicates that more goods and services were exported than imported over a given period. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When higher levels of exports are sold to the world, demand for the nation's currency is elevated as foreigners convert their native currency to purchase the exports. The Trade Balance also has a sizable impact on GDP because high demand for exports creates increased employment and production, as domestic factories work to fill this demand. | |||||||









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