Finanzchefs versuchen die Märkte zu beruhigen.
Die USA und Japan belassen ihren Leitzins unverändert, Europas Finanzoberhäupter führen Strategien zum Wirtschaftswachstum ein und die weltweite Energienachfrage sinkt - Marktstabilität scheint derzeit zentraler Gegenstand der Finanzmärkte zu sein. Die größten Feinde stellen Bankpleiten und instabile Aktienmärkte dar, die von den Regierungen erbittert bekämpft werden. Unterdessen scheint der Handel abgeflaut, während sich die Kursschwankungen in Grenzen halten und die Risikobereitschaft deutlich abgenommen hat.
Economical News
USD
Gestern verzeichnete der USD überwiegend Abwärtstendenzen gegenüber den Hauptwährungsgegnern. Anleger beobachteten, wie der USD um 1,4% gegen den EUR fiel und letztendlich bei $1,4310 schloss. Auch gegen den Sterling und den Schweizer Franken ging der USD um 2% zurück. Diese Entwicklungen ergaben sich, nachdem gestern einige wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht wurden, die sich negativ auf den USD auswirkten.
Einflussreichster Indikator war dabei der Bericht zu den US-Baugenehmigungen. Dieser Index sank mehr als erwartet und erreichten ein Rekordtief der letzten 17 Jahre! Hier wird deutlich, dass der Immobiliensektor im Zuge des konjunkturellen Abschwungs stark getroffen wurde und seinen Tiefstand noch nicht erreicht hat. Bei den Baubeginnen ist die auf das Jahr hochgerechnete Zahl um 8,9% auf 854.000 zurückgegangen. Im Juli lag diese laut US-Handelsministerium noch bei 937.000. Des weitern wurde gestern die Leistungsbilanz ausgegeben. Diese misst den Netto-Handelsbilanzüberschuss bzw. das Defizit eines Landes, dabei werden unter anderem die Einnahmen von Exporten minus den Ausgaben für Importe gerechnet. Das Defizit des zweiten Quartals entsprach 5,1% des gesamten BIP des ersten Quartals. Auch hier zeigt sich wieder einmal, dass die US-amerikanische Wirtschaft den USD nach wie vor schwächt.
Für heute stehen lediglich die Arbeitslosenzahlen auf dem US-Wirtschaftskalender. Hierbei ist das Augenmerk auf die Anzahl der Arbeitslosenerstanträge gerichtet, die im Laufe der vergangenen Woche gestellt wurden. Experten erwarten einen Rückgang von 445.000 Anträgen der Vorwoche auf 440.000 Anträge. USD-Anleger sollten diesen Indikator gut im Auge behalten. Sollte er besser als erwartet ausfallen, könnte der USD seinen Aufwärtstrend wieder aufnehmen.
EUR
Am gestrigen Handelstag verbuchte der EUR gemischte Ergebnisse gegenüber den meisten seiner Währungsgegner. Die 15-Nationen-Währung verzeichnete einen zinsbullischen Trend gegen den USD, stieg um 140 Pips und schloss bei 1,4310. Dieser Wertzuwachs wurde anschließend wieder durch ein geringes Handelsvolumen gehemmt, dass direkt nach dem Durchbruch der Schlüsselmarke 1,4250 einsetzte. Dies wiederum veranlasste einige Anleger, die gegen den EUR gesetzt hatten dazu, ihre EUR-Positionen wieder auszubauen, um weitere Verluste zu vermeiden.
Der einzige Indikator, der gestern aus der Eurozone veröffentlicht wurde, war die Handelsbilanz. Für die Eurozone ergab sich dabei im Monat Juli ein Außenhandelsdefizit, während zur selben Zeit im Vorjahr ein Überschuss gemessen wurde. Außerdem wurde das Defizit für Juni größer als zuvor berichtet ausgegeben. Insgesamt stiegen die Exportzahlen im Jahresvergleich im Monat Juli um 10%, die Importzahlen um 17%. In den vergangenen Jahren galt der Außenhandel als Schlüsselfaktor für das europäische Wirtschaftswachstum. Doch die gestrigen Zahlen verdeutlichten, dass dieses auch im dritten Quartal schleppend sein könnte und viele Ökonomen bereits von einer Rezession sprechen. Dies könnte der 15-Nationen-Währung einen starken Wertverlust bringen.
Heute wird es um die Eurozone ruhig bleiben, da keine Wirtschaftsdaten veröffentlicht werden. Somit wir der Trend des EUR hauptsächlich von seinen Währungspaaren bestimmt werden. Allem Anschein nach werden sich für USD und JPY hohe Kursschwankungen ergeben, so dass dies auch Einfluss auf den EUR nehmen wird. EUR-Anleger sollten daher Nachrichten, sowohl aus den USA als auch aus Japan aufmerksam verfolgen.
JPY
Der Yen schloss den gestrigen Handelstag bei gemischten Ergebnissen gegenüber den Hauptwährungen. Gegen den EUR verlor die japanische Währung und brachte das oft gehandelte Währungspaar auf die 150,16-Marke. Gegen den GBP verhielt sich der JPY ähnlich. JPY/GBP fiel im Tagesverlauf von 0,7937 auf 0,7894. Gegen den USD ergaben sich für den Yen starke Aufwärtstendenzen: Der JPY gewann über 100 Pips und schloss bei 104,70.
Der wichtigste Indikator, der gestern aus Japan veröffentlicht wurde, war der japanische Leitzins, der, wie erwartet, unverändert bei 0,50% blieb. Die Bank of Japan (BoJ) erklärte in einer Pressekonferenz, dass sie bei ihrer Entscheidung, den Leitzins unverändert zu belassen, äußerst wachsam gegenüber den Marktunruhen gewesen sei. Die Entscheidung war ein einstimmiger Beschluss, die veröffentlicht wurde, nachdem auch die US-Notenbank beschlossen hatte, ihren Leitzins nicht zu verändern.
Für heute wird aus Japan lediglich der monatliche Konjunkturbericht der Bank of Japan erwartet. Dieser Indikator wird jedoch voraussichtlich wenig Einfluss auf die Märkte nehmen. JPY-Anleger sollten die Entwicklungen an den globalen Aktienmärkten aufmerksam verfolgen, da diese wiederum die Tendenzen des Yen bestimmen werden.
Technical Analysis
EUR/USD
Nachdem dieses Paar die 1,4390-Marke erreicht hat, ist das zinsbullische Momentum zum Ende gekommen. Mittlerweile wird das Paar um 1,4330 gehandelt. Aktuell sind alle Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart aufwärts gerichtet, was ein Zeichen dafür sein kann, dass sich ein weiterer Aufwärtstrend einstellt. Hier könnte es richtig sein, zu kaufen.
GBP/USD
Dieses Paar baut sein zinsbullisches Momentum weiter aus und wird nun um die 1,8220 gehandelt. Der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich im 60er Bereich, was zeigt, dass der Aufwärtstrend weiteres Potential in sich trägt. Kaufen könnte heute die richtige Strategie sein.
USD/JPY
Auf der 4-Stunden-Chart bildet sich eine sehr deutliche rückläufige Handelsspanne aus, in deren oberen Bereich das Paar mittlerweile schwankt. Dennoch verdeutlicht ein zinsbullisches Kreuz des Slow Stochastic auf der Tages-Chart, dass ein Trendumschwung bevorstehen könnte. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
USD/CHF
Dieses Paar ist gestern um 200 Pips gefallen und hat sich inzwischen um die 1,1000-Marke konsolidiert. Alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart geben rückläufige Signale aus. Voraussichtlich wird dieses Paar seinen Abwärtstrend fortsetzen.
Wild Card
Gold
Die Goldpreise stiegen gestern erheblich und erreichten $890 per Unze. Dennoch verdeutlicht ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass eine Abwärtskorrigierung bevorstehen könnte. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei diesem Trend zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.4458 | 1.8304 | 105.53 | 1.1115 | 0.8076 | 0.7955 |
| 1.4431 | 1.8279 | 105.28 | 1.1087 | 0.8052 | 0.7931 | |
| 1.4406 | 1.8257 | 105.02 | 1.1064 | 0.8027 | 0.7908 | |
| Support | 1.4327 | 1.8185 | 104.29 | 1.0993 | 0.7954 | 0.7837 |
| 1.4303 | 1.8159 | 104.06 | 1.0966 | 0.7929 | 0.7812 | |
| 1.4278 | 1.8133 | 103.81 | 0.0941 | 0.7903 | 0.7786 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-09-18 | 01:30 | AUD | RBA Bulletin | * | * | ![]() | |
RBA BulletinThe Reserve Bank of Australia (RBA) Bulletin is a monthly publication that contains economic commentary, feature articles, speeches and a set of statistical tables. | |||||||
| 2008-09-18 | 05:00 | JPY | BOJ Monthly Report | * | * | ![]() | |
BOJ Monthly ReportThe Bank of Japan (BOJ) Monthly Report provides a summary of the current economic climate from the Bank's viewpoint, including growth, inflation, exports, and interest rates. The report is based on data available at the time of the last Monetary Policy Meeting. | |||||||
| 2008-09-18 | JPY | BOJ Governor Shirakawa Speaks | * | * | ![]() | ||
BOJ Governor Shirakawa SpeaksBank of Japan (BOJ) Governor Masaaki Shirakawa will hold a press conference in Tokyo following the Monetary Policy Committee (MPC) interest rate announcement. The MPC's announcement is void of commentary, so traders look to Shirakawa's press conference for clues on future monetary policy action. Heavy market volatility is sometimes experienced during this press conference as traders attempt to decipher Shirakawa's clues. As head of the central bank's governing body, which is responsible for setting the nation's short term interest rate, his speeches can sometimes cause market volatility as traders react to clues regarding future monetary policy. | |||||||
| 2008-09-18 | 06:15 | CHF | Trade Balance | 2.29B | 1.00B | ![]() | |
Trade BalanceMeasures the difference in value between imported and exported goods and services. A positive Trade Balance indicates that more goods and services were exported than imported over a given period. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When higher levels of exports are sold to the world, demand for the nation's currency is elevated as foreigners convert their native currency to purchase the exports. The Trade Balance also has a sizable impact on GDP because high demand for exports creates increased employment and production, as domestic factories work to fill this demand. | |||||||
| 2008-09-18 | 08:00 | GBP | MPC Member Dale Speaks | * | * | ![]() | |
MPC Member Dale SpeaksThe BOE MPC Member and Chief Economist Spencer Dale is due to testify on the MPC appointment. BOE MPC members vote on where to set the nation's key interest rates and their public engagements are often used to drop subtle clues regarding future monetary policy. | |||||||
| 2008-09-18 | 08:30 | GBP | Retail Sales | m/m | 0.8% | -0.4% | ![]() |
Retail SalesMeasures Change in the total value of inflation adjusted sales at the retail level; It's the primary gauge of consumer spending, which accounts for a majority of overall economic activity | |||||||
| 2008-09-18 | 08:30 | GBP | M4 Money Supply | m/m | 0.9% | 0.7% | ![]() |
M4 Money SupplyMeasures the monthly change in currency outstanding. Higher levels of currency can have a devaluing effect on the currency. M4 Money Supply is calculated as M0 + UK residents' bank deposits + deposits made by the private sector. | |||||||
| 2008-09-18 | 08:30 | GBP | Public Sector Net Borrowing | -4.8B | 8.8B | ![]() | |
Public Sector Net BorrowingMeasures the difference between spending and income for the government and public corporations. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because high levels of borrowing are a signal of investment and economic expansion. | |||||||
| 2008-09-18 | 12:00 | CHF | Libor Rate | 2.75% | 2.75% | ![]() | |
Libor RateMeasures the London interest rate for 3-month Swiss franc deposits.Short term interest rates are the paramount factor in currency valuation - traders look at most other indicators merely to predict how rates will change in the future. | |||||||
| 2008-09-18 | 12:00 | CHF | Monetary Policy Assessment | * | * | ![]() | |
Monetary Policy AssessmentIt's the primary tool the RBNZ uses to communicate with investors about monetary policy. It contains the outcome of their decision on interest rates and commentary about the economic conditions that influenced their decision. Most importantly, it projects the economic outlook and offers clues on the outcome of future rate decisions. | |||||||
| 2008-09-18 | 12:30 | CAD | Wholesale Sales | 2.0% | 0.6% | ![]() | |
Wholesale SalesMeasures the total value of sales at the wholesale level. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because increased sales at the wholesale level are a good indication that there is high consumer demand at the retail level. | |||||||
| 2008-09-18 | 12:30 | USD | Unemployment Claims | 445K | 440K | ![]() | |
Unemployment ClaimsMeasures the number of individuals who filed for unemployment insurance for the first time during the past week. A rising trend has positive effect on the nation currency. This is the nation's earliest economic data. The market impact fluctuates from week to week - there tends to be more focus on the release when traders need to diagnose recent developments, or when the reading is at extremes; | |||||||
| 2008-09-18 | 12:30 | CAD | Leading Index | m/m | 0.0% | 0.0% | ![]() |
Leading IndexMeasures overall economic health by combining ten leading indicators including average weekly hours, new orders, consumer expectations, housing permits, stock prices, and interest rate spreads. The index is published monthly by The Conference Board, a leading private US research group, but traders tend to pay little attention because the components that make up the index are reported at an earlier date. | |||||||
| 2008-09-18 | 14:00 | USD | CB Leading Index | m/m | -0.7% | -0.2% | ![]() |
CB Leading IndexMeasure the change in the level of a composite index based on 7 economic indicators; | |||||||
| 2008-09-18 | 14:00 | USD | Philly Fed Manufacturing Index | -12.7 | -10.0 | ![]() | |
Philly Fed Manufacturing IndexMeasures level of a diffusion index based on surveyed manufacturers in Philadelphia. Above 0.0 indicates improving conditions, below indicates worsening conditions. This is released a few days after the Empire State Manufacturing Index which tends to dull it's impact. It's a leading indicator of economic health - businesses react quickly to market conditions, and changes in their sentiment can be an early signal of future economic activity such as spending, hiring, and investment. | |||||||
| 2008-09-18 | 14:35 | USD | Natural Gas Storage | 58B | 61B | ![]() | |
Natural Gas StorageMeasures the change in the number of cubic feet of natural gas held in underground storage during the past week; It influences the price of petroleum products which affects inflation, but also impacts growth as many industries rely on oil to produce goods; | |||||||
| 2008-09-18 | 22:45 | NZD | Current Account | -2.16B | -3.42B | ![]() | |
Current AccountMeasures the quarterly difference in value between imported and exported goods, services, income flows, and unilateral transfers. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. The Current Account is a comprehensive accounting of the nation's trade with other countries. It includes the previously reported Trade Balance (which covers trade of goods and services), so traders focus on the income flows and unilateral transfer portions of the report. | |||||||
| 2008-09-18 | 22:45 | NZD | Visitor Arrivals | m/m | 2.1% | * | ![]() |
Visitor ArrivalsMeasures the number short-term overseas visitors who arrive in the country. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because tourism plays an important role in the economy. Almost 10% of the nation's population is employed by the tourism industry, and 10% of the nation's GDP is indirectly related to tourism. | |||||||










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