US-Bank-Ausfälle verursachen Trendwende im Vergleich zur vergangenen Woche.
Economical News
USD
In der vergangenen Woche unterlag der USD heftigsten Kursschwankungen. Zum Wochenende erreichte die US-amerikanische Währung schließlich ihren momentan gehandelten Kursbereich. Zu Wochenanfang erzielt der Dollar zunächst ein Einjahreshoch gegenüber dem EUR und notierte in Bereichen unter 1,40. Der starke Aufwärtstrend zu Wochenbeginn war überwiegend einer Kombination aus positiver Reaktion in Bezug auf die Übernahmen der Hypothekengiganten Fannie und Freddie, fallenden Rohölpreisen sowie enttäuschenden Eurozonen-Zahlen zuzuschreiben. Zum Ende der Woche, ergaben die Sorge über Schäden, die Hurrikan "Ike" hinsichtlich der US-Rohölversorgung verursachen könnte, sowie eine Reihe negativ ausgefallener US-Wirtschaftsdaten einen Umkehrschwung des aktuellen US-Trends. Der USD begann zu fallen und schloss knapp über 1,43 gegen den EUR.
Wesentliche US-Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche fielen nicht besonders gut aus. Gleich eine Reihe wichtiger Indikatoren, wie Ausstehende Hausverkäufe (Pending Home Sales), die Handelsbilanz und Arbeitslosenerstanträge enttäuschten. Schließlich ließ die Bekanntgabe, dass die Lehman Brothers nach eigenen Angaben Insolvenzschutz beantragen will, den USD weiter stürzen. Anlegern befürchten den Kollaps einer weiteren bedeutenden US-Bank.
Obwohl es zu Wochenstart den Anschein hatte, dass Hurrikan "Ike" etwas nachgelassen hatte, verstärkte er sich allmählich wieder und verwüstete große Teile des US-Bundesstaates Texas, wobei er nur knapp die wichtigen Rohölraffinerien der Region aussparte. Die Rohölpreise, die bislang einen wichtigen Katalysator für den Aufwärtstrend der USD darstellten, werden plötzlich durch eine steigende Nachfrage und der Sorge um einen Versorgungsrückgang bedroht. Diese Entwicklung hatte ihre Gültigkeit jedoch lediglich in der letzten Woche. Bei Marktöffnung gestern wurde das Barrel Light Sweet Crude wieder bei unter $100 gehandelt.
Für diese Woche wird umso mehr Volatilität erwartet, da einige Schlüsseldaten aus der US-Wirtschaft veröffentlicht werden. Schlaglichter dieser Woche sind der Verbraucherpreisindex (CPI), der Bericht des TIC Net Long-Term Transactions Index, Zahlen zu den Baugenehmigungen und der FOMC-Bericht zum Leitzinssatz. Laut Prognosen sollen die Daten von ihren Vorergebnissen wenig abweichen, jedoch könnten sich seitens der US-Notenbank unerwartete Entwicklungen ergeben. Wie bereits erlebt, könnte US-Notenbankchef Ben Bernanke die Anleger in Bezug auf den momentan geltenden US-Zinssatz von 2,00% überraschen. USD-Anleger sollten daher die Entwicklungen der amerikanischen Währung bis zur für morgen angesetzten Stellungnahme zum Leitzinssatz aufmerksam verfolgen.
Heute wird die Veröffentlichung des Empire State Business Condition Index, die monatlichen Zahlen zu Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung erwartet. Alle drei Indikatoren werden voraussichtlich zurückgehen und in Kombination mit den fallenden Rohölpreisen die Tendenzen des USD bestimmten.
EUR
Der EUR schien am Wochenende gegen den USD wieder aus dem Tiefschlaf erwacht, nachdem die US-amerikanische Währung aufgrund der angekündigten Konkursanmeldung der Investmentbank Lehman Brothers an Wert verlor. Die Vertreter der europäischen Finanzinstitute trafen sich in der vergangenen Woche, um über mögliche Maßnahmen der Neubelebung der europäischen Wirtschaft zu diskutieren. Die Finanzminister der Eurozone, die überwiegend gegen die ausgeführte US-Strategie einer käuflichen Übernahmen scheiternder Banken eingestellt sind, einigten sich, dass die Bekämpfung der Haushaltsdefizite und Inflation eine weitaus bessere Strategie sei, als die Herabsetzung von Zinsraten und Steuern, wie in den USA üblich. Es ist eine Frage der Zeit, bis zu erkennen sein wird, welche der beiden Strategien am vorteilhaftesten ist. Es könnte sein, dass für europäische Institutionen andere Methoden als in den USA zweckmäßiger sind, da diese die unterschiedlichen Ansichten verschiedener Zentralregierungen in Einklang bringen müssen, die die jeweils für ihr Land best geeignete Strategie verfechten. Den Vereinigten Staaten von Amerika bleibt die Freiheit, Zinssätze und Steuern allgemein senken zu können, da sie eine in sich geschlossene Nation bilden. Die Eurozone hingegen muss sich in einem Konstrukt aus konkurrierenden Nationen behaupten. Anleger werden die Auswirkungen des Treffens der vergangenen Woche in den kommenden Monaten erfahren, wenn Leitzins, Inflationsrate und Haushaltesdefizite erneut geprüft und überarbeitet werden.
Heute konnte auf den Märkten bereits am frühen Morgen ein bedeutsamer Anstieg des EUR beobachtet werden, der seit dem extremen Tiefstand der vergangenen Woche von 1,3882 bei 1,4481 gehandelt wurde. Im weiteren Verlauf des Tages ergab sich eine neue Trendwende für den EUR, der zunächst an Wert verlor und auf 1,4255 fiel, mittlerweile jedoch um die 1,43-Marke schwankt. Darüber hinaus verlor der EUR einige Punkte gegen den JPY, gewann wiederum leicht gegen den GBP, was im absoluten Gegensatz zu den gestrigen Entwicklungen steht. EUR-Anleger sollten ihr Augenmerk auf Veröffentlichungen aus den USA richten, da diese am heutigen Handelstag ein ausschlaggebender Faktor für eine Kurswertsteigerung des EUR sein könnten.
JPY
Der JPY wurde in der vergangenen Woche innerhalb einer engen Spanne gehandelt, da die geschwächten globalen Aktienmärkte einen stabilen japanischen Yen unterstützten. Die landeseigenen Wirtschaftsindikatoren nahmen eher wenig Einfluss auf den JPY. Die Bestellungen von Werkzeugmaschinen gingen um nahezu 5% von -8,9% auf -14,2% zurück, während sich die japanische Handelsbilanz erheblich steigerte und die Leistungsbilanz einen Überschuss auswies. Der JPY ist allem Anschein nach auf dem Aufwärtstrend gegenüber seinen Währungsgegnern. Im frühen heutigen Handel erzielte Japans Währung ein Zweimonatshoch gegen den USD und notierte bei $105,28.
Heute treffen sich die Notenbanker der BoJ zu einem Zweitages-Grundsatztreffen, um über die künftigen Zinssätze zu diskutieren, die erwartungsgemäß gleichbleibend bei 0,5% erwatete werden und einen der niedrigsten Leitzinssätze weltweit darstellen. Die Entscheidung wird morgen in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. In diesem Zusammenhang können Anleger leichte Marktvolatilität erwarten. JPY-Anleger sollte heute EUR und USD im Auge behalten, die ihren Einfluss auf den JPY nehmen werden. Insbesondere würde ein Wertzuwachs des USD die übrigen Währungen stark bestimmen.
Technical Analysis
EUR/USD
Sowohl auf der 4-Stunden- als auch auf der Stunden-Chart bildet sich eine eindeutig rückläufig Handelsspanne. Darüber hinaus deutet ein neu entstandenes rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic darauf hin, dass eine Abwärtskorrigierung unmittelbar bevorsteht. Eine gute Strategie für heute könnte lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
GBP/USD
Auf der 4-Stunden-Chart wird deutlich, dass die zinsbullische Konfiguration dieses Paares nach wie vor anhält. Der RSI bewegt sich jedoch bereits im "überkauftem" Bereich. Im Gegensatz dazu, weist der Slow Stochastic der Stunden-Chart ein rückläufiges Kreuz aus, so dass die nächste Entwicklung möglicherweise ein Abwärtstrend sein könnte. In diesem Fall sollten Anleger erst nach einem Durchbruch einsteigen.
USD/JPY
Gestern durchlief dieses Paar einen äußerst starken Abwärtstrend und verlor über 200 Pips. Ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic verdeutlicht auch hier wieder, dass das Abwärtsmomentum weiteres Potential in sich trägt. Eventuell ist es am besten zu verkaufen.
USD/CHF
Nach einigen Wochen voller zinsbullischer Entwicklungen, scheint sich dieses Paar sich nun um die 1,1100 zu konsolidieren. Dabei verdeutlicht das rückläufige Kreuz des Slow Stochastic einen bevorstehenden Umbruch. Anleger sollten auf einen Durchbruch warten und erst anschließend einsteigen.
Wild Card
Rohöl
Der Abwärtstrend, der bereits in der vergangenen Woche eingesetzt hatte, scheint sich in vollem Umfang fortzusetzen. Auch auf der Stunden-Chart ist diese Tendenz zu erkennen. Dennoch bleibt der Abwärtstrend mäßig, während sich die Kursschwankungen in Grenzen halten und der RSI sich auch hier im "überkauften" Bereich befindet. Ein Durchbruch könnte sich also schon bald ergeben. Forex-Anlegern könnte sich eine großartige Gelegenheit bieten, sich das noch verbleibende Abwärtsmomentum zu Nutze zu machen. forex
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.4470 | 1.9000 | 106.60 | 1.1255 | 0.8310 | 0.8060 |
| 1.4450 | 1.8080 | 106.40 | 1.1225 | 0.8280 | 0.8040 | |
| 1.4420 | 1.8050 | 106.10 | 1.1195 | 0.8250 | 0.8010 | |
| Support | 1.4360 | 1.8010 | 105.50 | 1.1135 | 0.8190 | 0.7945 |
| 1.4330 | 1.7980 | 105.20 | 1.1105 | 0.8160 | 0.7915 | |
| 1.4310 | 1.7960 | 105.00 | 1.1075 | 0.8140 | 0.7895 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-09-15 | 01:30 | AUD | Housing Starts | q/q | -1.0% | -2.7% | ![]() |
Housing StartsMeasures the annualized number of new residential buildings that began construction during the previous month. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because the housing market is a leading gauge for the overall economy. A high level of housing activity signals that the construction industry is healthy and that consumers have the capital to make large investments. More importantly, new housing activity creates an economic ripple effect as home owners buy goods such as appliances and furniture for their homes, and builders buy raw materials and hire more workers to meet demand. | |||||||
| 2008-09-15 | 07:15 | CHF | PPI | m/m | 0.5% | -0.2% | ![]() |
PPIThe Producer Price Index (PPI) measures the rate of inflation (i.e., the rate of price changes) experienced by manufacturers when purchasing goods and services. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When manufactures pay more for goods and services, they are likely to pass the higher costs to the consumer, so PPI is thought to be a leading indicator of consumer inflation. PPI is highly regarded, and at extremes will have a market impact equal to that of its CPI counterpart. | |||||||
| 2008-09-15 | 07:15 | CHF | Retail Sales | y/y | 0.7% | 2.3% | ![]() |
Retail SalesMeasures Change in the total value of inflation adjusted sales at the retail level; It's the primary gauge of consumer spending, which accounts for a majority of overall economic activity | |||||||
| 2008-09-15 | 09:00 | EUR | ECB President Trichet Speaks | - | - | ![]() | |
ECB President Trichet SpeaksEuropean Central Bank (ECB) President Jean-Claude Trichet will speak at the 36th Economics Conference organized by Oesterreichische Nationalbank, in Austria. As head of the central bank's governing body, which is responsible for setting the euro zone's short term interest rate, his speeches can sometimes cause market volatility as traders react to clues regarding future monetary policy. | |||||||
| 2008-09-15 | 12:30 | CAD | New Motor Vehicle Sales | m/m | -1.0% | 0.0% | ![]() |
New Motor Vehicle SalesMeasures the unit sales for new vehicles. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because demand for vehicles, as with other expensive durable goods, has historically been a leading indicator of trends in overall consumer spending. Vehicle sales accounting for roughly 25% of total retail sales. | |||||||
| 2008-09-15 | 12:30 | USD | Empire State Manufacturing Index | 2.8 | 1.5 | ![]() | |
Empire State Manufacturing IndexMeasures level of a diffusion index based on surveyed manufacturers in New York state. Usual Effect: If the actual figures are greater than the forecasted figures, it is good for the currency. The Empire State Manufacturing Index is a leading indicator of economic health. Businesses tend to react quickly to market conditions. Changes in their sentiment can be an early signal of future economic activity such as spending, hiring, and investment. This index is derived via survey of about 200 manufacturers in New York state which asks respondents to rate the relative level of general business conditions. It gets released monthly, around the middle of the month. | |||||||
| 2008-09-15 | 13:15 | USD | Capacity Utilization Rate | 79.9% | 79.6% | ![]() | |
Capacity Utilization RateMeasures the percentage of available resources being utilized by manufacturers, mines, and utilities; It's a leading indicator of consumer inflation - when producers are nearing full capacity they respond by raising prices, and the higher costs are usually passed on to the consumer; | |||||||
| 2008-09-15 | 13:15 | USD | Industrial Production | m/m | 0.2% | -0.3% | ![]() |
Industrial ProductionMeasures the change in the total inflation-adjusted value of output produced by manufacturers, mines, and utilities; if the actual result bigger than the expected result it is good for the currency. It is important because it's a leading indicator of economic health - production reacts quickly to ups and downs in the business cycle, and is correlated with consumer conditions such as employment levels and earnings; Frequency Released monthly, about 45 days after the month ends; Next Release Sep 12, 2008 FF Notes Tends to have a relatively mild impact because Germany and France, which account for about half of the Eurozone's economy, release earlier production data; Why Traders Care It's a leading indicator of economic health - production reacts quickly to ups and downs in the business cycle, and is correlated with consumer conditions such as employment levels and earnings; | |||||||









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