US-Arbeitsmarktzahlen Nonfarm Payrolls werden veröffentlicht.
Am heutigen Handelstag könnten sich zumindest für eine Börsensitzung Veränderungen ergeben. Wie an jedem ersten Freitag im Monat, werden auch heute die neuesten Veränderungen der Arbeitsmarktzahlen US-Nonfarm Employment Change um 12:30 GMT veröffentlicht. Im Gegensatz zu den gestrigen Daten, wird dieser Index sicherlich nicht von Anlegern außer Acht gelassen werden.
Economical News
USD
Am gestrigen Handelstag stieg der USD gegenüber dem EUR um 300 Punkte. Das Paar fiel im Tagesverlauf von 1,4522 bis auf 1,4211, was den tiefsten Stand innerhalb der letzten elf Monate darstellte. Gegenüber dem GBP konnte der Dollar ebenfalls erneut Boden gewinnen. Eine solche Entwicklung trat für das Paar USD\JPY nicht ein. Der Dollar verlor hier 200 Punkte gegen den JPY.
Insgesamt verzeichnete der USD gestern einen Aufwärtstrend, trotz problematischer Daten, die aus der US-Wirtschaft veröffentlicht wurden. Der Arbeitsmarktdienstleister Automatic Data Processing (ADP) kündigte in seinem Bericht einen Rückgang der Zahlen des Nonfarm Employment-Wechsels (NFP) um 33.000 Arbeitsplätze an. Allem Anschein nach, hält sich der Einfluss dieses Berichts in Grenzen, da ADP in den vergangenen Monaten ungenaue Zahlen ausgegeben hatte. Darüber hinaus ließen die revidierten Zahlen des nicht-landwirtschaftlichen Produktivitätswachstums sowie die Arbeitslosenrate erkennen, dass die US-Wirtschaft noch weit von einer vollständigen Erholung entfernt ist. Besonders die Arbeitslosenanträge steigern sich regelmäßig und liegen aktuell bei 444.000 Anträgen. Der einzige Indikator, der die Erwartungen übertraf, war der Index der Einkaufsmanager (PMI), die nicht dem verarbeitenden Gewerbe angehören (Purchasing Managers Non-Manufacturing Index). Hier lässt sich eine leichte Expansion des Industriezweigs erkennen.
Schlussendlich ergaben sich zwei weitere Faktoren, die den USD stärkten. Zum einen, schlecht ausgefallene Wirtschaftsdaten aus der Eurozone, was ein weiteres Mal zeigt, dass die anhaltenden Sorgen um die konjunkturelle Situation inzwischen aus Europa und nicht aus den USA stammen. Zum anderen spielt der so genannte "Herdentrieb" eine Rolle. Der derzeitige zinsbullische Trend des USD scheint in den Augen der Anleger so dauerhaft zu sein, dass sie Potential für uneingeschränkten Profit erkennen. Investoren können es kaum erwarten, sich diesem Trend anzuschließen und ignorieren die Wirtschaftindikatoren nahezu. Der einzige Auslöser für eine Wende des derzeitigen EUR/USD-Trends könnte lediglich eine Reihe extrem negativer US-Wirtschaftdaten in Kombination mit einer eindeutig positiven Entwicklung der Eurozonen-Zahlen sein.
Wie zum Beispiel am heutigen Handelstag, an dem sich zumindest für eine Börsensitzung Veränderungen einstellen könnten. Wie an jedem ersten Freitag im Monat, werden auch heute die neuesten Arbeitsmarktzahlen zum US-Nonfarm Employment Change um 12:30 GMT veröffentlicht. Im Gegensatz zu den gestrigen Daten, wird dieser Index von Anlegern sicherlich nicht außer Acht gelassen werden. Dieser Arbeitsmarktbericht ist ein führender Indikator, der wahrscheinlich wie kein anderer Aufmerksamkeit erfährt. Viele Investoren planen ihre wöchentlichen und monatlichen Strategien gemäß den Ergebnissen dieser Erhebung, die sehr viel früher als andere führende Indizes veröffentlicht wird. Somit ist mit unmittelbaren Reaktionen auf die Zahlen zu rechnen. Experten sagen einen Rückgang von 73.000 Erwerbstätigen im Monat Juli voraus. Dass ein solches Ergebnis Abwärtstendenzen für den USD ergeben könnte, ist wahrscheinlich. Sollten die Zahlen die Erwartungen jedoch übersteigen, könnte der USD seinen starken Aufwärtstrend weiter ausbauen und EUR/USD folglich bis auf 1,4100 fallen.
EUR
Während des gestrigen Handelstages konnte der EUR ausschließlich Abwärtstendenzen gegenüber seinen Hauptwährungsgegnern verzeichnen. EUR/USD gab dabei über 300 Pips ab. Mittlerweile wird das Paar um die 1,4250 gehandelt, was einen Verlust von nahezu 1,800 Pips innerhalb der letzten fünf Wochen für EUR/USD darstellt.
Allem Anschein nach verstärkt sich der Wertverlust des EUR zu jeder Gelegenheit. Täglich werden derzeit negative Wirtschaftsdaten aus der Eurozone veröffentlicht. Darüber hinaus gießt die EZB mit ihren Prognosen zum nachlassenden europäischen Wirtschaftswachstum weiteres Öl ins Feuer.
Besonders Deutschlands Wirtschaft, die als stärkste in der Eurozone angesehen wird, scheint in eine lahmende Phase eingetreten zu sein, was wiederum der gesamten Region einen Konjunkturabschwung einbringt. Gestern verschlechterte sich Deutschlands Bericht zu den Industrie-Auftragseingängen um 1,7% im Monat Juli, verglichen mit den Vormonatszahlen und ergänzte somit eine Reihe von negativen Daten, die aktuell aus Deutschland veröffentlicht werden.
Im Anschluss verkündete die EZB, dass sie erwartungsgemäß und trotz Konjunkturflaute die Zinsrate bei 4,25% belassen werde. Auf der nachfolgenden Pressekonferenz erklärten die Notenbanker um EZB-Präsident Jean-Claude Trichet, dass der EUR nach wie vor effektiv überbewertet sei, ungeachtet seines derzeitigen Falls. Dies kurbelte den USD zusätzlich an. Des Weiteren hat die EZB ihre Erwartungen zum Wirtschaftswachstum der nächsten eineinhalb Jahre neu angepasst. Für das Jahr 2008 sagt die EZB eine Wachstumsrate von 1,1% voraus, im Jahre 2009 soll diese bei 1,2% liegen. Erst vor drei Monaten veröffentlichte die EZB ihre Schätzungen bei 1,8% für 2008 sowie 1,5% für das Jahr 2009. Die vorgenannten Ereignisse veranlassten Investoren dazu, die aktuellen Entwicklungen als eine gute Gelegenheit zu interpretieren, ihre EUR-Short-Positionen zu erweitern, was wiederum in einem heftigen EUR-Sturz gegenüber allen Hauptwährungen resultierte.
Für heute steht gleich eine ganze Reihe an Wirtschaftsindikatoren auf dem Kalender der Eurozone. Deutschlands Industrie Produktion stellt dabei den bedeutendsten Index dar. Im Vergleich zum Monat Mai erwarten Experten einen Rückgang von 0,5%, was wieder neue Abwärtstendenzen für den EUR einleiten könnte. Indes bleiben die US-Arbeitsmarktzahlen heute der einflussreichste Indikator des Handelstages. Anleger sollten diesen Bericht äußerst aufmerksam verfolgen. Dieser scheint zurzeit der einzige Anlass zu einer rückläufigen Korrigierung des USD und demnach einer Aufwärtstendenz des EUR zu sein.
JPY
Der JPY konnte seinen Wert gestern gegenüber allen Währungsgegnern steigern. JPY/USD-Kurs stieg um 200 Pips, der EUR/JPY-Kurs um 600 Pips an. EUR/JPY verzeichneten einen neuen Tiefstand der letzten 13 Monate und schlossen unter 151,00.
Es scheint augenblicklich, dass Anleger ihre Carry Trades-Positionen auflösen und anfangen, Yen-Kredite bei niedriger Zinsrate aufzunehmen, um in gewinnbringendere Währungen und Rohstoffe zu investieren. Der JPY konnte gestern nicht nur gegenüber EUR und GBP an Wert gewinnen, er war darüber hinaus die einzige Währung, die sich sogar gegen den USD durchsetzen konnte. Insgesamt gehen Experten davon aus, dass die Unsicherheiten in Bezug auf die Eurozonen-Wirtschaft Anleger dazu bringen, sich an potentielle Gewinnchancen unabhängig vom EUR zu halten. Die erste Wahl fällt dabei, ausgelöst durch seinen aktuellen Aufwärtstrend, auf den USD. Da die USA jedoch zurzeit noch weit entfernt von einer stabilen Wirtschaft sind, auf die man sich verlassen kann, gewann der JPY jüngst an Attraktivität. Im frühen Handel in Asien wurden heute Japans Capital Spending veröffentlicht, die einen Rückgang um 6,5% im Vergleich zum ersten Quartal darstellten. Dies ergab übernacht eine leichte Abwärtskorrigierung des JPY.
Heute bleibt der JPY vom Wirtschaftskalender abwesend. Um die Tendenzen des JPY einzuschätzen, sollten Anleger die Entwicklungen in Übersee im Auge behalten. Dabei sollte das Augenmerk insbesondere auf den Wechsel der US-Arbeitsmarktzahlen Non-Farm Employment Change gerichtet sein, die um 12:30 GMT ausgegeben werden, als wichtigster Indikator für heute gelten und ihren Einfluss auf den Yen-Währungskurs nehmen werden.
Technical Analysis
EUR/USD
Dieses Paar befindet sich nach wie vor im Abwärtstrend. Sogar auf der Tages-Chart wird dies mittlerweile deutlich. Die Stunden-Chart bestätigt diese Neigung bereits seit einiger Zeit und der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich schon im unteren 80er Bereich. Nächster Richtpreis für EUR/USD könnte bei 1,4000 liegen.
GBP/USD
Das Paar hat sich um die 1,7590-Marke konsolidiert, nachdem es heftig von 1,7900 stürzte. Das Momentum ist rückläufig und die nächste Schlüsselmarke könnte sich auf 1,7500 belaufen. Sollte hier ein Durchbruch erreicht werden, könnte sich ein noch stärkerer Abwärtstrend als zuvor einstellen, der das Paar auf einen neuen Tiefstand zu bringen vermag.
USD/JPY
Auf der 4-Stunden-Chart bildet sich eine leichte abwärtsgerichtete Handelsspanne mit 104,50 als Support-Level. Diese Marke könnten USD/JPY noch heute antesten. Sollte ein Durchbruch erfolgen, würde der nächste Richtpreis bei 103,00 liegen. Nach dem Durchbruch stellt sich dann das Support-Level einstellen, so dass Verkaufen eine gute Strategie sein könnte.
USD/CHF
Die Tages- und die 4-Stunden-Chart sind zinsbullisch. Das Paar wird seinen Aufwärtstrend voraussichtlich fortsetzen. Nächster Richtpreis könnte bei 113,00 liegen. Gewinne könnten mit einer Long-Position/Dip erzielt werden.
Wild Card
Rohöl
In den letzten fünf Wochen stellten sich für diesen Rohstoff ausschließlich Abwärtstendenzen ein. Weiteres Potential scheint zu bestehen. Forex -Händler sollten festhalten das das Öl durchbricht ein Support-Level nach dem anderen und scheint nicht zu stoppen. Der nächste Richtpreis könnte um die $100 pro Barrel liegen.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.4375 | 1.7670 | 107.35 | 1.2065 | 0.8250 | 0.8205 |
| 1.4355 | 1.7650 | 107.15 | 1.2045 | 0.8230 | 0.8185 | |
| 1.4325 | 1.7620 | 106.85 | 1.2015 | 0.8200 | 0.8155 | |
| Support | 1.4265 | 1.7560 | 106.25 | 1.1055 | 0.8140 | 0.8095 |
| 1.4235 | 1.7530 | 105.95 | 1.1025 | 0.8110 | 0.8065 | |
| 1.4215 | 1.7510 | 105.75 | 1.1005 | 0.8090 | 0.8045 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-09-05 | 06:45 | EUR | French Government Budget Balance | -32.8B | -33.5B | ![]() | |
French Government Budget BalanceMeasures the difference between the central government's monthly income and spending. A positive number indicates more revenue was received than spent during the month. | |||||||
| 2008-09-05 | 06:50 | USD | ECB President Trichet Speaks | - | - | ![]() | |
ECB President Trichet SpeaksEuropean Central Bank (ECB) President Jean-Claude Trichet will speak at the 36th Economics Conference organized by Oesterreichische Nationalbank, in Austria. As head of the central bank's governing body, which is responsible for setting the euro zone's short term interest rate, his speeches can sometimes cause market volatility as traders react to clues regarding future monetary policy. | |||||||
| 2008-09-05 | 08:00 | USD | Italian Trade Balance | -0.06B | -1.00B | ![]() | |
Italian Trade BalanceMeasures the difference in value between imported and exported goods and services. A positive Trade Balance indicates that more goods and services were exported than imported over a given period. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When higher levels of exports are sold to the world, demand for the nation's currency is elevated as foreigners convert their native currency to purchase the exports. The Trade Balance also has a sizable impact on GDP because high demand for exports creates increased employment and production, as domestic factories work to fill this demand. | |||||||
| 2008-09-05 | 10:00 | EUR | German Industrial Production | m/m | 0.2% | -0.5% | ![]() |
German Industrial ProductionMeasures the total value of output produced by factories, mines, and utilities. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because high levels of production are a sign of a strong economy. Industrial Production reacts quickly to the ups and downs of the business cycle and can be a leading indicator of manufacturing employment, average earnings, and personal income. | |||||||
| 2008-09-05 | 11:00 | CAD | Employment Change | -55.2K | 9.0K | ![]() | |
Employment ChangeMeasures the number of new jobs created in the previous month. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. The number of new jobs being created is one of the most important indicators of the economy's health because consumer spending, which is highly correlated with labor conditions, makes up a large portion of GDP. This report is the first of the month that relates to labor conditions, making it susceptible to big surprises | |||||||
| 2008-09-05 | 11:00 | CAD | Unemployment Rate | 6.1% | 6.2% | ![]() | |
Unemployment RateMeasures the percentage of the total work force that is unemployed and actively seeking employment. A falling trend has a positive effect on the nation's currency. Working people tend to spend more, and consumer spending is a major driver of the economy. However, unemployment usually draws little attention because traders view it as a lagging indicator. | |||||||
| 2008-09-05 | 12:30 | USD | Unemployment Rate | 5.7% | 5.7% | ![]() | |
Unemployment RateMeasures the percentage of the total work force that is unemployed and actively seeking employment. A falling trend has a positive effect on the nation's currency. Working people tend to spend more, and consumer spending is a major driver of the economy. However, unemployment usually draws little attention because traders view it as a lagging indicator. | |||||||
| 2008-09-05 | 12:30 | USD | Average Hourly Earnings | m/m | 0.3% | 0.3% | ![]() |
Average Hourly EarningsMeasures the rate of inflation found in the wages paid to nonfarm jobholders. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When businesses pay more for labor, they are likely to pass the higher costs to the consumer, so traders view wage inflation as a leading indicator of consumer inflation. | |||||||
| 2008-09-05 | 14:00 | CAD | Ivey PMI | 65.5 | 61.7 | ![]() | |
Ivey PMIThe Ivey Purchasing Manager's Index (PMI) measures the activity level of purchasing managers from all sectors of the economy, with a reading above 50 indicating expansion. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. To produce the index, purchasing managers are surveyed on a number of subjects including employment, production, new orders, supplier deliveries, and inventories. Traders watch these surveys closely because purchasing managers, by virtue of their jobs, have early access to data about their company’s performance, which can be a leading indicator of overall economic performance. | |||||||









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