Die anstehende Woche bringt eine Menge bedeutender Wirtschaftsdaten.
Der USD hatte eine schwankende letzte Handelswoche zu verzeichnen und schloss bei gemischten Ergebnissen gegenüber seinen Hauptwährungsgegnern. Beachtliche 100 Punkte konnte der Dollar gegen den EUR gewinnen und notierte bei 1,4670. Auch gegen GBP und CHF waren große Schritte zu erkennen. Diese Woche könnte von großen Kursschwankungen für den USD geprägt sein, da die Veröffentlichungen einer ganzen Reihe wichtiger Wirtschaftsdaten anstehen.
Economical News
USD
Der USD hatte eine schwankende letzte Handelswoche zu verzeichnen und schloss bei gemischten Ergebnissen gegenüber seinen Hauptwährungsgegnern. Beachtliche 100 Punkte konnte der Dollar gegen den EUR gewinnen und notierte bei 1,4670. Auch gegen GBP und CHF waren große Schritte zu erkennen. Gegen den JPY musste der USD jedoch, aufgrund besonders positiv ausgefallener Daten aus der asiatischen Wirtschaft, leichte Abwärtstendenzen hinnehmen.
Die Ergebnisse der vergangenen Woche wurden allerdings weitestgehend von positiv ausgegebenen Indikatoren der US-Wirtschaft bestimmt, die den USD Aufschwung brachten. Die Zahlen des Immobilienmarktes fielen unerwartet gut aus: Sowohl die Eigenheimverkäufe aus dem Bestand als auch die Verkäufe von Hausneubauten ließen den USD-Kurs ansteigen. Darüber hinaus ergaben die Ergebnisse der über den Erwartungen liegenden Kernrate langlebiger Gebrauchsgüter sowie der äußerst überraschende Anstieg des vierteljährlichen BIP von 3,3% für den Dollar einen Aufwärtstrend.
Diese Woche könnte von großen Kursschwankungen für den USD geprägt sein, da die Veröffentlichungen einer ganzen Reihe wichtiger Wirtschaftsdaten anstehen. Am Dienstag wird der äußerst bezeichnende ISM Beschäftigungsindex (verarbeitendes Gewerbe) erwartet, bevor zum Ende der Woche, am Donnerstag, weitere bedeutende Indikatoren ausgegeben werden: der ADP-Bericht der Arbeitsmarktentwicklungen, Non-Farm Employment Change, sowie der ISM-Dienstleistungsindex. In den vergangenen Monaten konnte beobachtet werden, dass der Unterschied zwischen der Prognose des ADP (Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing) für die US-Nonfarm-Payroll-Daten und den tatsächlich veröffentlichten Zahlen am Folgetag große Kursschwankungen des USD, insbesondere gegenüber den Hauptwährungen, auslöste.
Anleger können also davon ausgehen, dass sich in dieser Woche so einiges auf dem Devisenmarkt abspielen wird. Des Weiteren ist für Freitag neben den Nonfarm Payrolls (neu geschaffene Stellen außerhalb der Landwirtschaft) die US-Arbeitslosenrate angekündigt. Beide Indikatoren sollen sich voraussichtlich verschlechtern, wodurch sich zum Wochenende hohe Marktvolatilität ergeben könnte.
Experten erwarten den Großteil der US-Wirtschaftsdaten bei schlechteren Ergebnissen im Vergleich zum Vormonat. Dies und die Entwicklungen des Hurrikans Gustav könnten den USD in dieser Woche empfindlich treffen.
Heute feiern die USA den Labor Day. Daher werden kaum Kursschwankungen für den USD erwartet und die Tendenzen des Dollars werden eher von seinen Währungskontrahenten bestimmt.
EUR
Der EUR setzte seinen aktuellen Abwärtstrend auch in der vergangenen Woche fort und verlor, den GBP ausgenommen, gegenüber all seinen Währungsgegner an Boden. Gegen den USD verschlechterte sich der EUR deutlich und schloss zum Ende der Woche bei 100 Punkten unter seinem Kurs zu Wochenbeginn. Veröffentlichte Daten aus der Eurozone konnten die europäische Währung nicht unterstützen, da die Zahlen überwiegend schlecht ausfielen. Am deutlichsten wurde dieser Trend bei den Indikatoren, die aus Deutschland stammten: sowohl das Verbrauchervertrauen sowie der Ifo-Geschäftsklimaindex als auch der vorläufige Verbraucherpreisindex fielen rückläufig aus und demonstrierten eine Abwärtstendenz aus Europas stärkster Wirtschaft. Auch für die gesamte Region der Eurozone ergaben sich wenig Unterschiede. Die Erwartungen zum Flash VPI (Verbraucherpreisindex), das Zahlen des Verbrauchervertrauens sowie die Arbeitslosenrate gingen zurück.
In dieser Woche könnten die anstehenden Wirtschaftsdaten Anlegern überraschende Ergebnisse liefern und dabei hohe Kursschwankungen auslösen. Zu den bedeutendsten Indikatoren dieser Woche zählen die deutschen Industrie-Auftragseingänge und Industrie Produktion, die Einzelhandelsumsätze der Eurozone sowie der Mindestbietungssatz. Bei der Menge an Wirtschaftsdaten aus den USD, könnte der EUR für sich an Boden gewinnen, sollten die Zahlen aus der Eurozone positiv ausfallen.
Am heutigen Handelstag werden zwei Indikatoren ausgegeben, so dass sich für den EUR voraussichtlich selbst bestimmende Tendenzen einstellen. Die deutschen Einzelhandelsumsätze verdeutlichten heute am frühen Morgen einen Rückgang um 1,5% und wurden um 1,4% unter den Erwartungen ausgegeben. Ähnlich wie auch im Monat zuvor lagen sie bei einem Wert von -1,4%. Als Antwort darauf investierten Anleger sogleich in den EUR und machten sich den Verlust von 1,5% zu Nutze. Der zweite Index für heute ist der finale Manufacturing PMI, der -wie auch in seiner Vormessung- bei 47,5 erwartet wird. Ohne anstehende Veröffentlichungen aus den USA, könnte der EUR heute einen Aufwärtstrend einschlagen.
JPY
Für den Yen ergaben sich in der vergangenen Woche zinsbullische Tendenzen gegenüber seinen Hauptwährungsgegnern. Gegenüber dem USD legte der JPY um 120 Punkte zu und schloss zum Ende der Woche bei 108,81. Gegen den GBP konnte der Yen die meisten Kursgewinne erzielen. Diese lagen bei 550 Punkten, als das Paar bei 198,37 notierte. Die positiven Entwicklungen des JPY waren größtenteils auf die Wirtschaftsdaten der letzten Woche zurückzuführen. Dabei wurden unter anderem der CSPI (Corporate Services Price Index), die Kernrate des Tokio Verbraucherpreisindexes sowie die vorläufigen Umsätze aus Industrie Produktion und Einzelhandel veröffentlicht, die sich insgesamt positiv auf den Yen auswirkten.
Diese Woche wird voraussichtlich etwas ruhiger für den JPY. Insgesamt stehen dabei fünf Indikatoren auf dem japanischen Wirtschaftskalender. Die japanischen Average Cash Earnings (durchschnittliches Nettoeinkommen), die Geldbasis (Monetary Base) sowie die Capital Spending werden voraussichtlich gemischte Ergebnisse ausgeben. Darüber hinaus wird BoJ-Gouverneur Shirakawa in dieser Woche gleich zwei Ansprachen halten, die wiederum Kursschwankungen auslösen könnten. Shirakawa wird über die Lage der japanischen Wirtschaft und deren „Impulspaket“ in Höhe von 18 Mrd. sprechen.
Für heute stehen so einige Wirtschaftsindikatoren auf Japans Agenda. Das japanische durchschnittliche Nettoeinkommen soll voraussichtlich um 0,3% ansteigen. Auch die jährliche Geldbasis (Monetary Base) wird erwartet, die jedoch weniger Einfluss auf den JPY nehmen sollte. Anleger können von einem eher ruhigen Tag ausgehen, da auch die US-Aktienmärkte angesichts des heutigen Labor Day Feiertags geschlossen bleiben.
Technical Analysis
EUR/USD
Dieses Paar schwankt weiterhin innerhalb einer begrenzten Kursspanne ohne einen bedeutenden Durchbruch zu erzielen. Zurzeit sind alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart abwärts gerichtet. Somit könnte sich für EUR/USD ein weiterer Abwärtstrend bei einem neuen Richtpreis von 1,4550 einstellen.
GBP/USD
Mittlerweile erreicht dieses Paar täglich neue Tiefstände und wird jetzt um die 1,8040-Marke gehandelt. Die Bollinger Bands der 4-Stunden-Chart sind unter das derzeitige Preisniveau gerutscht, was bedeuten könnte, dass sich weitere Abwärtstendenzen einstellen. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
USD/JPY
Dieses Paar steht kurz davor, einen anhaltenden Abwärtstrend einzuschlagen. Die 108,20-Marke wurde bereits angetestet. Sollten USD/JPY dieses Level durchbrechen, könnten sich erneute Abwärtstendenzen einstellen, wobei der neue Richtpreis bei 107,50 liegen könnte.
USD/CHF
Dieses Paar gibt weiterhin gemischte Ergebnisse aus und wird inzwischen um die 1,1030-Marke gehandelt. Die Stunden-Chart gibt sei Beginn der Handelswoche bereits eine flache Linie aus. Anleger sollten deutlichere Signale abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.
Wild Card
EUR/GBP
Dieses Paar legt weiterhin zinsbullisches Verhalten an den Tag und hat bereits neue Höhen erreicht. Da alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart zinsbullische Signale ausgeben, könnte dieser Aufwärtstrend weiter anhalten. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, einem viel versprechenden Trend beizutreten.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Weekly Trend | ![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Resistance | 1.4731 | 1.8137 | 109.23 | 1.1114 | 0.8618 | 0.8196 |
| 1.4706 | 1.8113 | 108.96 | 1.1088 | 0.8594 | 0.8172 | |
| 1.4681 | 1.8089 | 108.71 | 1.1063 | 0.8572 | 0.8149 | |
| Support | 1.4602 | 1.8012 | 107.95 | 1.0987 | 0.8501 | 0.8075 |
| 1.4677 | 1.7985 | 107.68 | 1.0962 | 0.8477 | 0.8051 | |
| 1.4651 | 1.7959 | 107.42 | 1.0936 | 0.8450 | 0.8026 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-09-01 | USD | Holiday: Labour Day | * | * | ![]() | ||
Holiday: Labour DayMany European banks will be closed in observance of Labour Day. Low liquidity is expected. | |||||||
| 2008-09-01 | CAD | Holiday: Labour Day | * | * | ![]() | ||
Holiday: Labour DayMany European banks will be closed in observance of Labour Day. Low liquidity is expected. | |||||||
| 2008-09-01 | 00:30 | AUD | MI Inflation Gauge | 0.4% | * | ![]() | |
MI Inflation GaugeMeasures Change in the price of goods and services purchased by consumers; Usual Effect Actual > Forecast = Good for currency; Frequency Released monthly, around the end of the current month; Next Release Sep 30, 2008 FF Notes This data provides a monthly look at consumer inflation and is designed to mimic the quarterly government-released CPI data. Full reports are only available to Melbourne Institute subscribers; Also Called TD Securities/Melbourne Institute Inflation Gauge; Acronyms Melbourne Institute (MI), Consumer Price Index (CPI); | |||||||
| 2008-09-01 | 01:30 | AUD | Company Gross Operating Profits | 3.1% | 2.5% | ![]() | |
Company Gross Operating ProfitsMeasures the total amount of pre-tax profits earned by businesses with greater than 20 employees. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because good business conditions are a sign of a strong economy. | |||||||
| 2008-09-01 | 01:30 | JPY | Average Cash Earnings | 0.4% | 0.3% | ![]() | |
Average Cash EarningsMeasures the monthly change in the wages paid to jobholders. | |||||||
| 2008-09-01 | 01:30 | AUD | Current Account | -19.8B | -11.8B | ![]() | |
Current AccountMeasures the quarterly difference in value between imported and exported goods, services, income flows, and unilateral transfers. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. The Current Account is a comprehensive accounting of the nation's trade with other countries. It includes the previously reported Trade Balance (which covers trade of goods and services), so traders focus on the income flows and unilateral transfer portions of the report. | |||||||
| 2008-09-01 | 06:00 | EUR | German Retail Sales | m/m | -1.4% | -0.1% | ![]() |
German Retail SalesMeasures the value of sales at the retail level. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because Retail Sales make up a large portion of consumer spending, which is a major driver of the economy and has a sizable impact on GDP. Traders pay close attention to Retail Sales because it is usually the first significant indicator of the month that relates to consumer behavior and is susceptible to surprises. | |||||||
| 2008-09-01 | 06:30 | AUD | Commodity Prices | y/y | 41.1% | * | ![]() |
Commodity PricesMeasures Change in the selling price of exported commodities; Usual Effect Actual > Forecast = Good for currency; Frequency Released monthly, on the first business day after the month ends; Next Release Oct 1, 2008 FF Notes Commodities account for over half of Australia's export earnings; Why Traders Care It's a leading indicator of the nation's trade balance with other countries because rising commodity prices boost export income; Derived Via The average selling price of the nation's main commodity exports are sampled and then compared to the previous sampling; Also Called Index of Commodity Prices; | |||||||
| 2008-09-01 | 07:30 | CHF | SVME PMI | 54.1 | 53.3 | ![]() | |
SVME PMIThe Schweizerischer Verband für Materialwirtschaft und Einkauf (SVME) Purchasing Manager's Index (PMI) measures the activity level of purchasing managers, with a reading above 50 indicating expansion. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. To produce the index, purchasing managers are surveyed on a number of subjects including employment, production, new orders, supplier deliveries, and inventories. Traders watch these surveys closely because purchasing managers, by virtue of their jobs, have early access to data about their company’s performance, which can be a leading indicator of overall economic performance. | |||||||
| 2008-09-01 | 08:00 | EUR | Final Manufacturing PMI | 47.5 | 47.5 | ![]() | |
Final Manufacturing PMIIt measures the level of a diffusion index based on surveyed purchasing managers in the manufacturing industry. It's a leading indicator of economic health - businesses react quickly to market conditions, and their purchasing managers hold perhaps the most current and relevant insight into the company's view of the economy. | |||||||
| 2008-09-01 | 08:30 | GBP | Manufacturing PMI | 44.3 | 44.0 | ![]() | |
Manufacturing PMIThe Manufacturing Purchasing Manager's Index (PMI) measures the activity level of purchasing managers in the manufacturing sector, with a reading above 50 indicating expansion. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. To produce the index, purchasing managers are surveyed on a number of subjects including employment, production, new orders, supplier deliveries, and inventories. Traders watch these surveys closely because purchasing managers, by virtue of their jobs, have early access to data about their company’s performance, which can be a leading indicator of overall economic performance. | |||||||
| 2008-09-01 | 08:30 | GBP | Mortgage Approvals | 36K | 35K | ![]() | |
Mortgage ApprovalsMeasures the number of home loans issued during the previous month. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because large purchases tend to be made by consumers that are optimistic and confident in their financial position. Additionally, consumer borrowing has a high degree of historical correlation with consumer spending, which is a major driver of the overall economy. | |||||||
| 2008-09-01 | 08:30 | GBP | Net Lending to Individuals | m/m | 4.0B | 3.8B | ![]() |
Net Lending to IndividualsMeasures the total value of outstanding home loans and consumer installment debt, such as credit cards and auto loans. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because historically consumer borrowing and spending have a high degree of correlation. | |||||||
| 2008-09-01 | 13:30 | USD | FOMC Member Mishkin Speaks | * | * | ![]() | |
FOMC Member Mishkin SpeaksFederal Reserve FOMC members vote on where to set the nation's key interest rates and their public engagements are often used to drop subtle clues regarding future monetary policy. | |||||||
| 2008-09-01 | 23:50 | JPY | Monetary Base | y/y | -0.7% | - | ![]() |
Monetary BaseMeasures the annual change in Japan's outstanding currency in circulation, including banknotes, coins, and current account balances. It uncovers the level of additional currency being supplied by the Bank of Japan. An increasing monetary base generally results in higher inflation. | |||||||










![[?]](../images/help.gif)




