USD auf richtigem Weg zu finanztechnischer Verbesserung.
Die Situation am gestrigen Handelstag kann durchaus als globale Gabelung in finanztechnischer Hinsicht betrachten werden: Während sich die US-Wirtschaft dem Anschein nach aus ihrer bedrückenden Misere retten kann, scheint die Eurozone in eine tiefe Konjunkturflaute zu fallen.
Economical News
USD
Gestern konnte der Dollar gegenüber den meisten seiner Währungsgegner Aufwärtstendenzen verzeichnen, einschließlich eines 6-Monats-Rekordhochs gegen den EUR sowie eines 2-Jahres-Höchststandes gegen den GBP. Gleichermaßen hielten Bedenken um Inflation und Wachstum die Dollar-Umsätze zurück, insbesondere nach Veröffentlichung des „Minutes“-Protokolls aus dem gestrigen FOMC-Meeting.
Die positiven Entwicklungen des USD am gestrigen Tag sind auf zwei Ursachen zurückzuführen. Zum einen wurde eine Reihe schlecht ausgefallener Wirtschaftsdaten aus der Eurozone, insbesondere die deutsche Wirtschaft betreffend, veröffentlicht, die umgehend den EUR schwächten und dem USD Stärke verliehen. Im weiteren Tagesverlauf wurden zwei führende Indikatoren der US-Wirtschaft herausgegeben, die den Dollar weiter in die Höhe trieben. Das US-Verbrauchervertrauen übertraf alle Erwartungen und wurde dabei über der 56,9-Marke gemessen. Die Neubauverkäufe wiederum fielen schlechter als prognostiziert aus, verdeutlichten jedoch, dass die Lage des US-Immobilienmarktes nicht vollständig trostlos ist, wie gegenteilig vermutet wird. Vielmehr stiegen die Verkäufe der neu erbauten Einfamilienhäuser im Juli an, so dass die neuen Zahlen den im Juni erreichten Tiefstand der letzten 17 Jahre ablösten.
Insgesamt kann die Situation am gestrigen Handelstag durchaus als globale Gabelung in finanztechnischer Hinsicht betrachten werden: Während sich die US-Wirtschaft dem Anschein nach aus ihrer bedrückenden Misere retten kann, scheint der Rest der Welt, einschließlich der Eurozone, in eine tiefe Konjunkturflaute zu fallen. Sollten sich diese Entwicklungen als richtig herausstellen, könnte dies für den USD einen dauerhaften zinsbullischen Trend bedeuten. In der Tat ist die US-Wirtschaft noch weit entfernt von einer kompletten Genesung, jedoch haben sich die Aussichten auf die US-Wirtschaft bereits erheblich verbessert.
Für heute stehen die Indikatoren langlebiger Gebrauchsgüter auf dem Wirtschaftskalender, die Analysten zufolge jedoch schwache Zahlen ausgeben werden. Dabei könnte der USD einen leichten Rückgang verzeichnen. Sollten diese Indizes die Erwartungen allerdings übertreffen, kann davon ausgegangen werden, dass der USD neue Höchstwerte anvisieren wird. Des Weiteren sollten Anleger heute die US-Rohölbestände im Auge behalten. Dieser Index könnte einige Turbulenzen in Hinsicht auf die Rohölpreise hervorrufen, die, wie bereits erlebt, großen Einfluss auf die Märkte nehmen können.
EUR
Gegenüber einem Großteil seiner Währungsgegner befand sich der EUR gestern in einem Abwärtstrend. Allem Anschein nach, ist die Ziellinie dieses EUR-Rückgangs noch nicht erreicht. Gegen den USD erreichte die europäische Währung im gestrigen Handel ein neues Rekordtief innerhalb der letzten sechs Monate. Das Paar durchbrach dabei die 1,4575-Marke.
Der gestrige Handelstag brachte so einige beunruhigende Daten aus der Eurozone, wobei insbesondere die deutsche Wirtschaft alle Erwartungen enttäuschte. Das deutsche BIP ging im zweiten Quartal dieses Jahres zum ersten Mal seit 2004 zurück. Auch die Zahlen des deutschen Verbrauchervertrauens fielen enttäuschend und unter den Erwartungen aus. Überdies erreichten dieser Index einen neuen Tiefstand innerhalb der letzten fünf Jahre. Des Weiteren verzeichnete Deutschlands überaus wichtiger Ifo-Geschäftsklimaindex einen heftigen Sturz und erreichte ein neues 3-Jahres-Tief, während auch die Ifo-Geschäftserwartungen zum dritten Monat infolge zurückgingen.
Da die deutsche Wirtschaft zu einer der führenden und stärksten innerhalb Europas zählt, entsteht hier ein eher düsteres Bild für zukünftige Aussichten. Sollte die deutsche Wirtschaft einen konjunkturellen Abschwung erfahren, gehen Experten weitestgehend davon aus, dass sich eine solche Entwicklung ebenso auf die gesamte europäische Region auswirken wird. Darüber hinaus wird deutlich, dass der EUR sich voraussichtlich weiterhin verschlechtern wird, solange sich die Veröffentlichung von schwachen Wirtschaftszahlen aus der Eurozone fortsetzt, während die US-Wirtschaft positive Zahlen ausgibt.
Für heute ist das Augenmerk aller auf weitere Indikatoren der deutschen Wirtschaft gerichtet, die laut Analysten erneut schwach ausfallen werden. Sollten sich dabei keine größeren Veränderungen ergeben, wird der EUR einen wiederholten Tag voller Abwärtstendenzen erleben, zumindest bis neue Zahlen aus den Vereinigten Staaten veröffentlicht werden.
JPY
Der JPY wiederum erlebte gestern gegenüber den meisten seiner Hauptwährungsgegner einen Aufwärtstrend. Gegen den EUR und GBP legte der JPY zu, während Japans Währung gegenüber dem USD Kursschwankungen unterlag.
Die bedeutendsten Daten am gestrigen Handelstag, die aus der japanischen Wirtschaft veröffentlicht wurden, entstammten Japans viertgrößtem Unternehmen, dem Automobilhersteller Mazda, der seine weltweiten Absatzzahlen im Monat Juli herausbrachte. Diese ergaben eine 25,5%ige Steigerung im Vergleich zu den Vorjahreszahlen und wurden bei 126.025 Fahrzeugen ausgegeben. Dies war jedoch nur eine der Ursachen für die positiven JPY-Bewegungen am gestrigen Tag, denn der JPY verbesserte sich außerdem aufgrund globaler Entwicklungen, wie z. B. der schlecht ausgefallenen Eurozonen-Daten. Dabei beobachtet Japan mit großer Besorgnis die Vorgänge in der Eurozone. Eine Schwächung Europas könnte eine Kettenreaktion auslösen, bei der wiederum eine Bedrohung der japanischen Wirtschaft mögliche wäre.
Für heute bleibt der JPY fern von der Wirtschaftsagenda. Daher sollten Anleger die Veröffentlichungen, insbesondere aus Übersee verfolgen, um ihre JPY-Positionen richtig einschätzen zu können.
Technical Analysis
EUR/USD
Wie auch auf dem gesamten Board zu erkennen ist, hat der Aufwärtstrend des USD dieses Paar nicht ausgespart. Allem Anschein nach bringt das positionell begrenzte rückläufige Momentum das EUR/USD-Paar bis auf die 1,4500-Marke. Obwohl einige zinsbullische Anzeichen auf der Stunden-Chart zu erkennen sind, scheint dieses Paar über jegliche technische Grundsätze hinwegzusehen. Heute könnte die richtige Entscheidung verkaufen lauten.
GBP/USD
Die rückläufige Formierung, die sich auf der Tages-Chart herausgebildet hat, bleibt nach wie vor unberührt. Das Momentum ist jedoch bereits sehr niedrig. Die 4-Stunden-Chart gibt leicht rückläufige Signale aus, jedoch ohne eindeutige Richtungsweisung. Die Bollinger Bands verdichten sich, was bedeuten könnte, dass ein Durchbruch unmittelbar bevorsteht. Anleger sollten diesen abwarten, um dem Markt anschließend beizutreten.
USD/JPY
Der Aufwärtstrend dieses Paares scheint an Potential verloren zu haben. USD/JPY haben sich mittlerweile um die 109,20-Marke konsolidiert. Ein Durchbruch über die Handelspanne hinaus scheint sich nicht zu vollziehen. Vielmehr bleibt es vorläufig beim gehandelten Kursbereich. Hier könnte die richtige Strategie lauten: kurzfristige Verkaufs-Positionen.
USD/CHF
Die zinsbullische Handelsspanne mit starkem Momentum setzt sich fort, während dieses Paar um die 1,0980-Marke schwankt. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart bewegt sich um die 50, was auf rückläufige Signale hindeutet. Der RSI bildet erneut eine zinsbullische Formierung und bestätigt diesen generellen Trend. Der nächste Richtpreis könnte bei 1,150 liegen.
Wild Card
Rohöl
Nach einer gemäßigten rückläufigen Korrigierung wird dieser Rohstoff nun wieder bei $117 pro Barrel gehandelt. Auf der 4-Stunden-Chart ist ein wachsendes zinsbullisches Momentum zu erkennen und auch die Tages-Chart gibt ähnliche Signale aus. Hierbei könnte sich Forex -Anlegern eine exzellente Handelsgelegenheit bieten, einem potentiell starken Aufwärtstrend beizutreten, der hohe Gewinne einbringen kann.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.4810 | 1.8550 | 109.75 | 1.1030 | 0.8685 | 0.8050 |
| 1.4790 | 1.8530 | 109.55 | 1.1010 | 0.8665 | 0.8030 | |
| 1.4760 | 1.8500 | 109.25 | 1.0980 | 0.8635 | 0.8000 | |
| Support | 1.4700 | 1.8440 | 108.65 | 1.0920 | 0.8575 | 0.7940 |
| 1.4670 | 1.8410 | 108.35 | 1.0890 | 0.8545 | 0.7910 | |
| 1.4650 | 1.8390 | 108.15 | 1.0870 | 0.8525 | 0.7890 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-08-27 | EUR | German Prelim CPI | m/m | 0.6% | -0.2% | ![]() | |
German Prelim CPIMeasures the change in the price of goods and services purchased by consumers.Consumer prices account for a majority of overall inflation. Inflation is important to currency valuation because rising prices lead the central bank to raise interest rates out of respect for their inflation containment mandate. | |||||||
| 2008-08-27 | 01:30 | AUD | Construction Work Done | q/q | 5.0% | 1.5% | ![]() |
Construction Work DoneMeasures the value of all completed construction projects including new buildings and alterations to existing buildings. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because high levels of construction activity can impact the overall economy as builders purchase raw materials and hire more workers to meet demand. | |||||||
| 2008-08-27 | 03:00 | NZD | Business Confidence | -43.2 | - | ![]() | |
Business ConfidenceMeasures the mood of businesses in regard to economic expectations. It's derived from a monthly survey of 1,500 businesses conducted by the National Bank of New Zealand. | |||||||
| 2008-08-27 | 06:00 | EUR | German Import Prices | m/m | 1.5% | 0.5% | ![]() |
German Import PricesMeasure the change in the price of goods purchased by importers; | |||||||
| 2008-08-27 | 12:30 | USD | Core Durable Goods Orders | m/m | 2.0% | -0.5% | ![]() |
Core Durable Goods OrdersDerivative of Durable Goods Orders that excludes the Transportation components. Orders for aircraft occur in periodic burst and can severely distort the underlying trend, so traders tend to focus more on this indicator than the overall Durable Goods Orders. | |||||||
| 2008-08-27 | 12:30 | USD | Durable Goods Orders | m/m | 0.8% | 0.1% | ![]() |
Durable Goods OrdersMeasures the total value of new purchase orders placed with domestic manufacturers for hard goods with a life expectancy of more than 3 years, such as automobiles, computers, appliances, and airplanes. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because an increased level of purchase orders signals that manufacturers will be busy in the months to come as they work to fill the orders. Traders watch this indicator closely because of it's predictive abilities. | |||||||
| 2008-08-27 | 14:35 | USD | Crude Oil Inventories | 9.4M | 0.9M | ![]() | |
Crude Oil InventoriesMeasures Change in the number of barrels of crude oil held in inventory by commercial firms during the past week; Usual Effect No clear effect, there are both inflationary and growth implications; Frequency Released weekly, 4 days after the week ends; FF Notes While this is a US indicator, it most affects the loonie due to Canada's massive oil sands; Why Traders Care It influences the price of petroleum products which affects inflation, but also impacts growth as many industries rely on oil to produce goods; Also Called Crude Stocks, Crude Levels; Acronyms Energy Information Administration (EIA); | |||||||
| 2008-08-27 | 15:30 | CHF | Gov Board Member Hildebrand Speaks | * | * | ![]() | |
Gov Board Member Hildebrand SpeaksDue to deliver a speech titled "Learning from the Financial Market Crisis" at the award ceremony of Swiss Stock Exchange, in Zurich; | |||||||










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