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Friday, 22nd Aug 2008ForexHint
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Economical News | Technical Analysis | Wild Card | Market Trend | Indicators

Hält USD-Abwärtstrend heute weiter an?

Starke Abwärtstendenzen des USD gegenüber seinen Währungsgegnern, nach gestrigem USD-Höchststand in den letzten acht Monaten.

Economical News

USD

Der Dollar musste am gestrigen Handelstag gegen seine Währungsgegner starke Abwärtstendenzen verzeichnen, nachdem die amerikanische Währung in dieser Woche bereits einen Höchststand der letzten acht Monate erzielt hatte. Dieser Rückgang ist auf den unerwarteten Anstieg der Rohölpreise und die anhaltende Sorge um den US-Finanzsektor zurückzuführen, die den Dollar abstürzen ließen. Dies war der größte Rückgang innerhalb eines Tages in den letzten fünf Monaten. Dabei fiel der USD gegen den JPY bis auf 104,14.

Gegen den EUR ging der Dollar von 1,4742 am Mittwoch auf 1,4906 zurück.

Zu Handelsbeginn stieg der USD zunächst gegen EUR und JPY an, nachdem die Zahlen der Arbeitslosenerstanträge seit letzter Woche um 432.000 Anträge zurückgegangen waren und sich der August-Index des Philadelphia Federal Reserve von -16,3 im Vormonat Juli auf -12,7 verbessert hatte. Wieder aufkommende Sorgen um die beiden Hypothekengiganten Fannie Mae und Freddie Mac lösten am Donnerstag jedoch eine Rallye der Hypothekenpreise aus, was den USD wiederum schwächte. Anleger richten ihre Aufmerksamkeit zurzeit auf die Entwicklung dieser beiden Unternehmen. Mutmaßungen bestehen nach wie vor, dass die US-Regierung gezwungen sei, beide Immobilienfinanzierer vor dem Aus zu retten. Jedoch sind sich die Experten über den Erfolg dieses Eingreifens nicht einig.

Für heute stehen keine bedeutenden Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft an. Allerdings wird US-Notenbank-Chef Ben Bernanke eine Ansprache halten. Bernanke wird sich zum Thema finanzielle Stabilität auf einem Wirtschaftssymposium der Federal Reserve Bank of Kansas City äußern. Für dieses Ereignis rechnen Analysten mit aufkommenden hohen Kursschwankungen. Bernankes Rede wird voraussichtlich wieder zinsbullisch in Bezug auf die bestehenden Inflationssorgen ausfallen.

EUR

Der EUR beendete den gestrigen Handel bei gemischten Ergebnissen gegenüber seinen Hauptwährungsgegnern. Gegenüber dem USD konnte die 15-Nationen-Währung an Boden gewinnen und verbesserte sich um 1,0% auf 1,4888. Gegen den JPY wiederum verschlechterte sich der EUR um 0,2% und wurde bei 161,55 gehandelt. Experten sagen voraus, dass der EUR die 1,50 gegen den USD wieder erreichen wird, nachdem die EZB erklärte, dass die jüngsten Wirtschaftsdaten verdeutlichten, dass vielmehr eine verlangsamte Wachstumsrate für die Eurozone zu erwarten sei als der befürchtete Konjunkturrückgang.

Betrachtet man die veröffentlichten Zahlen des gestrigen Tages genauer, so weisen die sich verschlechterten Zahlen des französischen und deutschen Einkaufsmangerindex Flash Manufacturing PMI bei 45,1 bzw. 49,9 einen deutlichen Rückgang in diesem Sektor aus, was wiederum im Widerspruch zur EZB-Erklärung steht. Veröffentlicht wurden ebenfalls die Daten zum Einkaufsmangerindex im Dienstleistungsbereich Flash Services PMI, wobei der deutsche Indikator bei 50,6 und der französische mit leichter Steigerung bei 48,5 ausgegeben wurden. Schlussendlich wurde der europäische Flash Manufacturing PMI bei 47,5 gemessen. Der Euro Services PMI wiederum fiel von 48,3 im Vormonat auf 48,2, was den tiefsten Stand seit Juni 2003 darstellt. Diese Ergebnisse waren schlechter als erwartet und halten die Befürchtung um einen bevorstehenden Konjunkturabschwung der EUR-Wirtschaft noch in diesem Jahr aufrecht.

Für heute stehen einige wenige Wirtschaftsindikatoren auf der Eurozonen-Agenda. Um 8 GMT wird das Leistungsbilanzdefizit der Eurozone veröffentlicht, das die Differenz zwischen Exporten und Importen misst und sich dabei aus der Handels- und Dienstleistungsbilanz zusammensetzt. Eine Stunde später stehen die neuen Auftragseingänge im Industriesektor auf dem Wirtschaftskalender. Dieser Indikator misst den Wert der neuen Aufträge inländischer Hersteller für lang- und kurzlebige Wirtschaftsgüter. Anleger sollten mit hohen Kursschwankungen für den EUR-Handel nach den veröffentlichten Daten rechnen.

JPY

Gegenüber den meisten seiner Währungsgegner konnte der JPY gestern Aufwärtstendenzen verzeichnen. Dieser Trend wurde von einer neu entfachten Besorgnis um den US-Finanzsektor unterstützt, die zu einer Lawine von Carry Trades führte. Der JPY-Kurs stieg deutlich an, nachdem eine erhöhte Alarmbereitschaft im US-amerikanischen Finanzsektor die Devisenhändler dazu brachte, ihre Dollar-Anlagen zu verkaufen. Während des morgendlichen New Yorker Handels, fiel der USD gegen den JPY um 1,3% auf 108,35, während der EUR sich um 0,5% verschlechterte und bei 161,08 gegen den JPY gehandelt wurde.

Zum gestrigen Monetary Policy Meeting Minutes warnte die Bank of Japan vor einer weiteren Inflation der globalen Märkte, die auf einem Anstieg der internationalen Rohstoffpreise basiere. Darüber hinaus wies Japan auf die lahmende US-Wirtschaft sowie eine Zerrüttung der globalen Finanzmärkte hin. Die BoJ zeigte sich des Weiteren besorgt über die Verlangsamung des Exportes, der in den vergangenen Jahren stets eine Erholung der japanischen Wirtschaft bewirkt hatte.

Für heute bleibt Japan fern vom Wirtschaftskalender. Ein aktiver JPY-Handel sollte sich als Antwort auf Wirtschaftsdaten aus den USA und der Eurozone ergeben. Die Tendenzen des JPY bleiben vorerst recht zinsbullisch, da eine Rettung der US-amerikanischen Wirtschaft in naher Zukunft eher unwahrscheinlich ist. Anleger sollten die heutigen US- und Eurozonen-Veröffentlichungen jedoch aufmerksam verfolgen, um die JPY-Entwicklungen tatsächlich einschätzen zu können.

Technical Analysis

EUR/USD

Slow Stochastic und RSI der Tages-Chart weisen ein Fortbestehen der derzeitigen zinsbullischen Korrigierung aus. Während dessen bildet sich eine deutlich erkennbare zinsbullische Handelsspanne auf der 4-Stunden-Chart aus. Darüber hinaus sind alle Indikatoren der Stunden-Chart aufwärts gerichtet. Eine gute Entscheidung für heute könnte Kaufen lauten.

GBP/USD

Nach dem jüngst vollzogenen Abwärtstrend hat sich dieses Paar mittlerweile um die 1,870-Marke konsolidiert. Dennoch deutet das zinsbullische Momentum des Slow Stochastic auf der Tages-Chart auf eine Wiederaufnahme der allgemein zinsbullischen Korrigierung hin. Auch der Slow Stochastic der Stunden-Chart bildet ein zinsbullisches Kreuz. Ein Aufwärtstrend steht bevor. Kaufen könnte die richtige Entscheidung für heute sein.

USD/JPY

Der heftige Abwärtstrend, der sich in den letzten Tagen ereignet hatte, scheint weiteres Potential in sich zu tragen. Der RSI der Tages-Chart hat die 50-Marke bereits überquert, was eventuell bedeutet, dass USD/JPY weiter fallen könnten. Auch die rückläufige Bewegung des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestärkt diese Entwicklung. Der nächste Richtpreis könnte somit bei 108,50 liegen.

USD/CHF

Auf der Tages-Chart wird deutlich, dass dieses Paar in der bisherigen Woche Kursschwankungen unterlag. Dennoch verdeutlicht ein zinsbullisches Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart einen bevorstehenden Aufwärtstrend. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

Wild Card

Rohöl

Der Aufwärtstrend, der sich in dieser Woche entwickelte scheint in vollem Umfang fortzuschreiten. Alle Oszillatoren weisen mittlerweile auf eine Fortsetzung des zinsbullischen Momentums hin. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, einem äußerst viel versprechenden Trend beizutreten.

Market Trend

  EUR/USD GBP/USD USD/JPY USD/CHF AUD/USD EUR/GBP
Daily Trend up up down down up up
Weekly Trend up up down down up up
Resistance 1.4955 1.8830 109.70 1.0970 0.8865 0.8010
1.4935 1.8810 109.50 1.0950 0.8845 0.7990
1.4905 1.8780 109.20 1.0920 0.8815 0.7960
Support 1.4845 1.8720 108.60 1.0860 0.8755 0.7900
1.4815 1.8690 108.30 1.0830 0.8725 0.7870
1.4795 1.8670 108.10 1.0810 0.8705 0.7850

Indicators

DateTime GMT$€£¥EventPeriodPrev.ForecastImp
2008-08-2208:00EUR

Current Account[?]

-7.3B-2.0B3

Current Account

Measures the quarterly difference in value between imported and exported goods, services, income flows, and unilateral transfers. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. The Current Account is a comprehensive accounting of the nation's trade with other countries. It includes the previously reported Trade Balance (which covers trade of goods and services), so traders focus on the income flows and unilateral transfer portions of the report.

2008-08-2208:30GBP

Revised GDP[?]

q/q0.2%0.1%5

Revised GDP

Measures the change in the value of all goods and services produced by the economy.The 'Previous' listed is the 'Actual' from the Flash release and therefore the 'History' data will appear unconnected. There are three versions of GDP released about 15 apart - Flash, Revised, and Final. The Flash release is the earliest and thus tends to have the most impact. The Final is not included for lack of significance

2008-08-2208:30GBP

Index of Services 3m/3m[?]

q/q0.4%0.4%1

Index of Services 3m/3m

Measures the gross value added (GVA) of all service sectors. GVA is the difference between the value of a service provided (output), and the value of the goods and services used up in providing that service (intermediate consumption).

2008-08-2209:00EUR

Industrial New Orders[?]

m/m-3.5%-1.1%3

Industrial New Orders

Measures the value of new purchase orders placed with domestic manufacturers for durable and non-durable goods.

2008-08-2214:00USD

Fed Chairman Bernanke Speaks[?]

**5

Fed Chairman Bernanke Speaks

Federal Reserve Chairman Ben Bernanke will speaks at the Charlotte Chamber of Commerce annualy meeting where he will recieve an award and talk about the regional economy. As head of the Federal Open Market Committee (FOMC), which is responsible for setting the nation's short term interest rate, Ben Bernanke is arguably the most influential figure in the currency markets. Bernanke is known to drop clues during his speeches, as it is the FOMC's tenet to keep the public aware of their monetary policy long before interest rates are changes. Heavy market volatility is often experienced during Bernanke's speeches as traders attempt to decipher his clues.

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