Rohölbestände werden Märkte voraussichtlich bestimmen.
Nachdem der USD, aufgrund des besser als erwartet ausgefallenen Erzeugerpreisindexes, ein Rekordhoch gegen den EUR verbuchte, setzte ein regelrechter Absturz ein.
Economical News
USD
Gestern ergab sich für den Dollar ein Tag voller gemischter Ergebnisse. Bereits kurz nach Handelsbeginn erreichte der USD ein Rekordhoch innerhalb der letzten 6 Monate gegen den EUR. Das Paar fiel bis auf 1,4630. Daraufhin setzte jedoch ein regelrechter Sturz des USD ein: der Kreuzkurs stieg und durchbrach die 1,4800-Marke.
Die Rekordzahlen gegen den EUR kamen aufgrund eines viel besser als erwartet ausgefallenen Erzeugerpreisindexes zustande. Dieser Indikator verbesserte sich um 1,2%. Experten hatten lediglich mit einen Anstieg von 0,6% gerechnet. Diese überraschende Entwicklung spiegelt ein zunehmendes Inflationstempo wider, dass möglicherweise nur durch eine Erhöhung der Zinssätze gestoppt werden könnte. Die Märkte reagierten sofortig und die USD-Rallye setzte sich fort. Insgesamt traten gestern drei Faktoren in Verbindung ein, die Anlegern eine ausgezeichnete Möglichkeit bieten könnten, großen Profit aus ihren USD-Short-Positionen zu schlagen. Als erstes fiel der Index der Baugenehmigungen entgegen allen Erwartungen bis auf ein Rekordtief seit dem Jahre 1991. Lediglich 0,94 Mio. Baugenehmigungen wurden auf annualisierter Basis im Juli erteilt. Dies verdeutlicht, dass sich der US-Immobilienmarkt nach wie vor inmitten einer Krise befindet, die noch nicht überwunden ist. Ein weiterer Grund für den Sturz des Dollars ergab sich durch einen zweiten Tag infolge gekennzeichnet von Abwärtstendenzen an den amerikanischen Aktienmärkten. Nach einem gesamten Monat positiver Entwicklungen, die zum zinsbullischen Trend des USD beitrugen, führten nur zwei aufeinander folgende Tage mit fallenden Aktienkursen bereits dazu, Anleger in eine skeptische Stimmung zu versetzen. Teilweise schlossen diese daraufhin ihre USD-Long-Positionen. Schlussendlich nahm auch die Erholung der Ölpreise ihren Einfluss, die gestern über $3 pro Barrel anstiegen und bei $115 gehandelt wurden. Dies schwächte den USD zusätzlich.
Für heute stehen für die US-Wirtschaft lediglich die Zahlen der Rohölbestände an. Anleger sollten diese Veröffentlichung aufmerksam beobachten, da dieser Indikator die USD-Bewegung am heutigen Tag maßgeblich beeinflussen wird. Sollten sich hierbei keine besonderen Veränderungen ergeben, wird der USD höchst wahrscheinlich seinen Aufwärtstrend gegenüber den Hauptwährungsrivalen wieder aufnehmen.
EUR
Gersten konnte der EUR gegen all seine Hauptwährungsgegner Gewinne verzeichnen. Dies wurde am deutlichsten gegen den USD, nachdem das Paar am Morgen die 1,4800-Marke durchbrach. Darüber hinaus konnte der EUR seinen Aufwärtstrend ebenfalls gegen GBP und JPY aufrechterhalten.
Diese zinsbullische Bewegung des EUR ist in erster Linie auf die ausschließlich positiven, gestern veröffentlichten Wirtschaftsdaten aus der Eurozone zurückzuführen. Dabei spielte Deutschland, Europas stärkste Wirtschaftszone, eine entscheidende Rolle. Der deutsche Erzeugerpreisindex stieg um 2,0% und übertraf dabei alle Erwartungen, die lediglich bei 0,7% lagen. Noch entscheidender waren jedoch die ZEW-Konjunkturerwartungen, deren Index die Stimmung unter den Finanzanalysten misst. Dieser Indikator wurde bei -55,5 anstelle der erwarteten -62,0 ausgegeben. Auch die europäischen ZEW-Konjunkturerwartungen wurden veröffentlicht und fielen ebenfalls positiver als prognostiziert bei -55,7 aus. Dieses Ergebnis lag um nahezu 8 Punkte höher als die Voraussagen. Um den EUR ergaben sich gestern wieder Gerüchte, dass sich eine Erhöhung der Eurozone-Zinssätze ergeben werde. Diese steigerten sich im Anschluss an das ausgegebene Ergebnis des Erzeugerpreisindexes, da die gesteigerte Inflationsrate die EZB dazu treiben könnte, die Zinssätze höher zu setzen.
Zusätzlich zu den positiven Daten der Eurozone, ergab sich für den USD gestern ein eher unruhiger Handelstag in Bezug auf seine Indikatoren. Auch die steigenden Ölpreise verhalfen dem EUR zu einer Korrigierung gegenüber dem USD.
Für den heutigen Tag stehen keine Veröffentlichungen auf dem Wirtschaftskalender der Eurozone. Somit sollte es um den EUR und seine Kreuzkurse eher ruhig bleiben. Dennoch könnte es auf den Märkten, nach den zahlreichen gestrigen Ereignissen, auch heute zu einem Fortbestehen unruhiger Tendenzen kommen. Im Gegensatz zu gestern, scheint der EUR seine positiven Zahlen aufs höchste Maß gebracht zu haben. Ein Abwärtstrend könnte sich eventuell gegen den USD einstellen, der seine Rallye voraussichtlich fortsetzten wird.
JPY
Im gestrigen Handel verhielt sich der JPY schwankend und wies gemischte Ergebnisse gegenüber seinen Hauptwährungskontrahenten aus. Gegen den USD konnte der JPY Boden gutmachen, während das Paar unter die 109,60-Marke fiel. Gegenüber EUR und GBP verzeichnete der JPY jedoch großteils Abwärtstendenzen.
Die Bank of Japan (BoJ) hatte gestern entschiede, die Zinssätze unverändert bei 0,5% zu belassen, was die niedrigste Rate in der Gruppe der Industrienationen bildet. Die BoJ begründete ihre Entscheidung damit, dass sie das Abklingen der Inflationsbefürchtungen in Japan auf den Rückgang der Rohstoffpreise in Kombination mit einer Stabilisierung der Wirtschaft in Übersee zurückführte und dass die japanische Wirtschaft schon bald in eine Wachstumsphase eintreten würde. Dennoch erklärte BoJ Präsident Shirakawa, sei nicht klar, ob der Abwärtstrend der Rohstoffe, wie Rohöl, beständig bleiben würde. Somit verbleibe stets die Option auf eine Beeinflussung der Zinsrate, sollte dies in Zukunft nötig werden.
Heute steht zu später Stunde die japanische Handelsbilanz auf der Agenda. Diese soll, laut Experten, ein sehr viel besseres Ergebnis als im Vormonat ausgeben und sich um 0,35T, im Vergleich zum vorangegangenen Anstieg von 0,14T verbessern. Insgesamt wird der JPY jedoch heute hauptsächlich von den Entwicklungen seiner Währungsgegner beeinflusst werden. Anleger sollten daher USD und EUR aufmerksam verfolgen, um ihre JPY-Strategien für den heutigen Handel zu bestimmen.
Technical Analysis
EUR/USD
Innerhalb des umfangreichen Abwärtstrends, scheint sich für dieses Paar stellenweise eine zinsbullische Korrigierung einzustellen. Das aufkommende rückläufige Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart deutet jedoch auf einen eventuell bevorstehenden Aufwärtstrend hin. Ein Durchbruch der 1,4700 wird das Paar jedoch voraussichtlich dazu bringen, seinen Abwärtstrend fortzusetzen.
GBP/USD
Dieses Paar hat sich mittlerweile um die 1,8650-Marke konsolidiert. Ein nächster Durchbruch könnte allerdings bereits bevorstehen. Die 4-Stunden-Chart weist ein gemäßigtes rückläufiges Momentum aus, wobei auch die Bollinger Bands verdeutlichen, dass ein Durchbruch näher rückt. Sollte dieses Paar eine starke Abwärtstendenz einschlagen, wird es sich voraussichtlich in Richtung der 1,8500-Marke bewegen.
USD/JPY
Dieses Paar wird nach wie vor in seiner zinsbullischen Spanne gehandelt. Die Bewegungsrichtung bleibt jedoch undeutlich. Bislang ist kein Durchbruch, weder in die eine noch in die andere Richtung erfolgt. Der Slow Stochastic lässt jedoch ein leichtes rückläufiges Kreuz auf der 4-Stunden-Chart erkennen. Auch die sich verdichtenden Bollinger Bands weisen auf einen bevorstehenden Durchbruch hin. Hier könnte die richtige Entscheidung lauten: bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/CHF
Weder auf der Tages- noch auf den Stunden-Chart werden eindeutige Strukturen deutlich. Vielmehr ergeben sich auf beiden Charts gemischte Ergebnisse. Die nächste Entwicklung dieses Paares ist ziemlich ungewiss. Anleger sollten auf deutlichere Signale warten, bevor sie diesem Markt beitreten.
Wild Card
CAD/CHF
Auf der 4-Stunden-Chart bildet sich eine eindeutig rückläufige Handelsspanne, innerhalb derer sich das Paar mittlerweile abwärts bewegt. Der Slow Stochastic gibt ein ziemlich starkes Kreuz, Tendenz fallend, aus, während der RSI im "überkauftem" Bereich schwankt und den Abwärtstrend weiterhin fördert. Dieses Paar scheint sich auf in Richtung 1,0100-Marke zu bewegen. Hierbei könnte die bevorzugte Strategie für Forex -Anleger Verkaufen lauten.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.4860 | 1.8745 | 110.90 | 1.1065 | 0.8825 | 0.7988 |
| 1.4835 | 1.8710 | 110.55 | 1.1030 | 0.8800 | 0.7965 | |
| 1.4790 | 1.8666 | 110.25 | 1.0965 | 0.8765 | 0.7930 | |
| Support | 1.4710 | 1.8600 | 109.70 | 1.0910 | 0.8700 | 0.7900 |
| 1.4675 | 1.8574 | 109.40 | 1.0885 | 0.8675 | 0.7880 | |
| 1.4640 | 1.8548 | 109.10 | 1.0840 | 0.8650 | 0.7840 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-08-20 | 00:30 | AUD | WMI Leading Index m/m | 0.0% | - | ![]() | |
| 2008-08-20 | 08:30 | GBP | MPC Meeting Minutes | 7-2 hld | 7-2 hld | ![]() | |
MPC Meeting MinutesThe Bank of England (BOE) Monetary Policy Committee (MPC) Meeting Minutes are a detailed record of the committee's interest rate meeting held about two weeks earlier. The minutes expose the votes cast at the meeting and can give traders further insight into the central bank's stance on monetary policy. Traders carefully comb the minutes for clues regarding future interest rate shifts. | |||||||
| 2008-08-20 | 08:30 | GBP | M4 Money Supply | m/m | 1.8% | 0.5% | ![]() |
M4 Money SupplyMeasures the monthly change in currency outstanding. Higher levels of currency can have a devaluing effect on the currency. M4 Money Supply is calculated as M0 + UK residents' bank deposits + deposits made by the private sector. | |||||||
| 2008-08-20 | 08:30 | GBP | Public Sector Net Borrowing | 9.2B | -4.5B | ![]() | |
Public Sector Net BorrowingMeasures the difference between spending and income for the government and public corporations. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because high levels of borrowing are a signal of investment and economic expansion. | |||||||
| 2008-08-20 | 10:00 | GBP | CBI Industrial Trends Orders | -8 | -12 | ![]() | |
CBI Industrial Trends OrdersThe Confederation of British Industry (CBI) Industrial Trends Orders measures the value of new purchase orders placed with domestic manufacturers. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. A busy manufacturing industry is a positive sign that the economy is expanding, and this survey points to how busy manufacturers will be in the months to come as they work to fill new orders. | |||||||
| 2008-08-20 | 12:30 | CAD | Core Retail Sales | m/m | 0.4% | 0.5% | ![]() |
Core Retail SalesMeasures Change in the total value of sales at the retail level, excluding automobiles; Usual Effect Actual > Forecast = Good for currency; Frequency Released monthly, about 14 days after the month ends; FF Notes Automobile sales account for about a 20% of Retail Sales, but they tend to be very volatile and distort the underlying trend. The Core data is therefore thought to be a better gauge of spending trends; Also Called Retail Sales Ex Autos; | |||||||
| 2008-08-20 | 12:30 | CAD | Retail Sales | m/m | 0.4% | 0.4% | ![]() |
Retail SalesMeasures Change in the total value of inflation adjusted sales at the retail level; It's the primary gauge of consumer spending, which accounts for a majority of overall economic activity Usual Effect Actual > Forecast = Good for currency; Frequency Released monthly, about 14 days after the month ends; FF Notes This is the earliest and broadest look at vital consumer spending data; Why Traders Care It's the primary gauge of consumer spending, which accounts for a majority of overall economic activity; Also Called Advance Retail Sales; | |||||||
| 2008-08-20 | 12:30 | CAD | Leading Indicators | m/m | 0.0% | 0.1% | ![]() |
Leading IndicatorsMeasures overall economic health by combining ten leading indicators including average weekly hours, new orders, consumer expectations, housing permits, stock prices, and interest rate spreads. | |||||||
| 2008-08-20 | 14:35 | USD | Crude Oil Inventories | -0.4M | 0.7M | ![]() | |
Crude Oil InventoriesMeasures Change in the number of barrels of crude oil held in inventory by commercial firms during the past week; Usual Effect No clear effect, there are both inflationary and growth implications; Frequency Released weekly, 4 days after the week ends; FF Notes While this is a US indicator, it most affects the loonie due to Canada's massive oil sands; Why Traders Care It influences the price of petroleum products which affects inflation, but also impacts growth as many industries rely on oil to produce goods; Also Called Crude Stocks, Crude Levels; Acronyms Energy Information Administration (EIA); | |||||||
| 2008-08-20 | 22:45 | NZD | Visitor Arrivals | m/m | -1.4% | - | ![]() |
Visitor ArrivalsMeasures the number short-term overseas visitors who arrive in the country. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because tourism plays an important role in the economy. Almost 10% of the nation's population is employed by the tourism industry, and 10% of the nation's GDP is indirectly related to tourism. | |||||||
| 2008-08-20 | 23:50 | JPY | Trade Balance | 0.14T | 0.35T | ![]() | |
Trade BalanceMeasures the difference in value between imported and exported goods and services. A positive Trade Balance indicates that more goods and services were exported than imported over a given period. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When higher levels of exports are sold to the world, demand for the nation's currency is elevated as foreigners convert their native currency to purchase the exports. The Trade Balance also has a sizable impact on GDP because high demand for exports creates increased employment and production, as domestic factories work to fill this demand. | |||||||











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