US-Verbraucherstimmung auf der Agenda.
Der USD setzte gestern seinen aktuellen Anstieg gegenüber den meisten Währungen weiter fort. Dabei erreichte er einen Höchststand der letzten fünfeinhalb Monate und wurde bei 1,4776 gegen den EUR gehandelt. Heute stehen einige wichtige Wirtschaftsdaten auf dem US-Kalender, die entscheidende Indikatoren darlegen. Experten erwarten jedoch für die Mehrheit der Indizes negative Entwicklungen, so dass der USD gegebenenfalls leichte Abwärtstendenzen verzeichnen wird.
Economical News
USD
Der USD setzte gestern seinen aktuellen Anstieg gegenüber den meisten Währungen weiter fort. Dabei erreichte er einen Höchststand der letzten fünfeinhalb Monate und wurde bei 1,4776 gegen den EUR gehandelt. Hauptgrund für den zinsbullischen Trend war der Kern-Verbraucherindex, der sich im Vergleich zum Vormonat um 0,3% verbesserte und damit positiver als erwartet ausfiel. Der Verbraucherpreisindex steigerte sich ebenfalls mehr als Experten voraussagten. Dieser zog um 4,0% auf 0,8% an. Darüber hinaus äußerte sich FOMC-Mitglied Stern auf zinsbullische Weise in seiner Einschätzung der US-Wirtschaft, die sich seiner Meinung nach bereits auf kurze Sicht erholen wird. Der Erdgasbericht Natural Gas Storage ergab eine Höhe von 50 Mrd., was einen Rückgang um 3 Mrd., verglichen mit der Vorwoche bedeutet, sich jedoch nach wie vor in den positive Zahlen bewegt. Nur kurze Zeit nach dieser Veröffentlichung um 2:35 GMT, machte der USD viel Boden gegen den EUR gut. Das Paar fiel um 100 Pips. Nur die Arbeitslosenrate fiel schlechter als prognostiziert aus. Dennoch besser aus als bei der Vormessung mit 450.000 Anträgen. Aber auch diese Zahl konnte dem USD nicht schaden. Die positiven Worte von FOMC-Mitglied Stern taten das ihrige.
Heute stehen einige wichtige Wirtschaftsdaten auf dem US-Kalender, die entscheidende Indikatoren darlegen. Experten erwarten jedoch für die Mehrheit der Indizes negative Entwicklungen, so dass der USD gegebenenfalls leichte Abwärtstendenzen verzeichnen wird. Der Empire State Manufacturing Index, der regionale Konjunkturbericht des Fed-Distriktes New York, wird bei -4,3 erwartet. Dazu kommen die TIC Net Long-Term Transactions, die bei 60,0 Mrd. und 7,0 Mrd. weniger als zur letzten Veröffentlichung vorausgesagt werden. Industrieproduktion soll sich voraussichtlich, verglichen mit dem Vormonat nicht verändern. Eine positive Entwicklung könnte dabei die beiden anderen vorgenannten Indizes dieses Tages aufwiegen.
Ein weitaus bedeutenderer Index, der heute veröffentlich wird, ist der Bericht zur vorläufigen Verbraucherstimmung der Universität von Michigan, der Preliminary University of Michigan Consumer Sentiment. Dieser Indikator soll erwartungsgemäß den USD stärken und wird bei 62,0 vorausgesagt, was eine Steigerung von 0,8, bezogen auf den vorangegangenen Monat, bedeuten würde. Bei den zu erwartenden Veränderungen der US-Daten, werden sich voraussichtlich hohe Kursschwankungen für den Dollar ergeben.
Anleger sollten die Marktgeschehnisse heute aufmerksam verfolgen. Es könnten sich gute Gelegenheiten ergeben, aus der Situation der heutigen Kursschwankungen Kapital zu schlagen.
EUR
Im gestrigen Handel ging der EUR gegenüber den meisten seiner Hauptwährungsgegner zurück. Dies war am deutlichsten beim 1%igen Fall gegen den USD zu spüren. Ursache für diese Entwicklungen sind größtenteils die schlechten Wirtschaftsdaten, die gestern aus der Eurozone veröffentlicht wurden und die sich gegenteilig zur US-Wirtschaft verhalten. Das vorläufige deutsche BIP fiel schlechter als erwartet, bei -0,5% aus. Gleiches gilt für das vorläufige BIP aus Frankreich, dass bei -0,3% lag. Die französischen Non-Farm Payrolls verzeichneten einen 0,1%igen Rückgang, trotz prognostizierter positiven Entwicklungen. Verbraucherpreisindex und Kern-Verbraucherpreisindex wurden bei 4,0% und 1,7% festgelegt, ebenfalls leicht unter den Erwartungen liegend. Der finale deutsche Verbraucherpreisindex fiel wie erwartet bei 0,6% aus. Ebenso das Flash BIP, das bei den vorausgesagten -0,2% ausgegeben wurde. Wieder einmal konnte der EUR den stark positiven Tendenzen aus der US-Wirtschaft und deren Aktienmärkten nicht standhalten. Die15-Nationen-Währung erlebte einen erneuten abwärts tendierenden Augusttag.
Für heute werden keine Veröffentlichungen aus der Eurozone erwartet. Zum Feiertag Mariä Himmelfahrt bleiben die Banken geschlossen. Entwicklungen für den EUR werden sich aus den USD- und JPY-Tendenzen ergeben.
JPY
Gegenüber seinen Währungsgegnern schloss der JPY gestern mit gemischten Ergebnissen. Dabei ging er leicht gegen den USD auf 109,72 zurück. Zum Großteil des gestrigen Handels unterlag er Kurschwankungen. Gegenüber dem EUR konnte der JPY knapp 100 Punkte dazu gewinnen und schloss bei 162,09 um Mitternacht GMT. Aus Japan stammten gestern keine Datenveröffentlichungen und der JPY wurde überwiegend von seinen Währungsgegnern USD und EUR bestimmt. Da es an den Aktienmärkten der USA eher ruhig blieb, ergab sich keine gute Gelegenheit für das beliebte Carry Trading.
Auch am heutigen Tag bleibt Japan wieder abwesend vom Wirtschaftskalender. Anleger sollten ihre Aufmerksamkeit auf den USD richten, da jede Richtungsänderung dieser Währung, ein gesundes Maß an Marktrisikobereitschaft antreiben könnte.
Technical Analysis
EUR/USD
Dieses Paar hat seinen Abwärtstrend gestern weiter fortgesetzt und fiel um fast 200 Pips. Auf der 4-Stunden-Chart ist deutlich zu erkennen, dass der Preis des Paares bis unter die Grenze der Bollinger Bands gefallen ist, was wiederum darauf hindeutet, dass ein weiterer Abwärtstrend bevorsteht. Eine gute Strategie für heute könnte lauten: Verkaufen.
GBP/USD
Auf der Tages-Chart bildet sich eine sehr deutliche rückläufige Handelsspanne aus, in deren unteren Bereich das Paar mittlerweile schwankt. Alle Oszillatoren der Tages-Chart bewegen sich auf abwärts gerichtetem Territorium. Der Abwärtstrend kann sich weiter fortsetzen. Für heute könnte es für dieses Paar richtig sein, zu verkaufen.
USD/JPY
Das zinsbullische Momentum dieses Paares setzt sich in vollem Umfang fort. Die 110,20-Marke wurde gestern bereits überschritten. Als nächstes wird das 110,70-Level anvisiert. Sollte ein Durchbruch stattfinden, wird sich voraussichtlich ein weiterer Aufwärtstrend einstellen.
USD/CHF
Gestern durchbrach dieses Paar im Zuge seines zinsbullischen Sprints die 1,0970-Marke. Alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart sind aufwärts gerichtet. Das Paar könnte bald die 1,1100-Marke antesten. Dies wäre ein Rekord innerhalb der letzten sechs Monate.
Wild Card
Silber
Die Preise für Silber erproben täglich neue Tiefstände. Gestern wurde die $12,5-Marke durchbrochen. Auf der Tages-Chart zeigt sich, dass der Preis bis unter die Bollinger Bands gefallen ist, was darauf hindeutet, dass der Abwärtstrend weiteres Potential in sich trägt. Dies könnte Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, diesem äußerst viel versprechenden Markttrend beizutreten.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.4860 | 1.8725 | 111.05 | 1.1055 | 0.8720 | 0.8000 |
| 1.4840 | 1.8705 | 110.85 | 1.1035 | 0.8700 | 0.7980 | |
| 1.4810 | 1.8675 | 110.55 | 1.1005 | 0.8670 | 0.7950 | |
| Support | 1.4750 | 1.8615 | 109.95 | 1.0945 | 0.8610 | 0.7890 |
| 1.4720 | 1.8585 | 109.65 | 1.0915 | 0.8580 | 0.7860 | |
| 1.4700 | 1.8565 | 109.45 | 1.0895 | 0.8560 | 0.7840 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-08-15 | EUR | Holiday: The Assumption | - | - | ![]() | ||
Holiday: The AssumptionMany Eurozone banks will be closed in observance of The Assumption. | |||||||
| 2008-08-15 | 12:30 | CAD | Manufacturing Shipments m/m | 2.7% | 1.0% | ![]() | |
Manufacturing Shipments m/mMeasure the total value of shipments made by manufacturers. | |||||||
| 2008-08-15 | 12:30 | CAD | New Motor Vehicle Sales m/m | 1.1% | 0.0% | ![]() | |
New Motor Vehicle Sales m/mMeasures the unit sales for new vehicles. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because demand for vehicles, as with other expensive durable goods, has historically been a leading indicator of trends in overall consumer spending. Vehicle sales accounting for roughly 25% of total retail sales. | |||||||
| 2008-08-15 | 12:30 | USD | Empire State Manufacturing Index | -4.9 | -4.3 | ![]() | |
Empire State Manufacturing IndexMeasures Level of a diffusion index based on surveyed manufacturers in New York state; Usual Effect Actual > Forecast = Good for currency; FF Notes Above 0.0 indicates improving conditions, below indicates worsening conditions; Why Traders Care It's a leading indicator of economic health - businesses react quickly to market conditions, and changes in their sentiment can be an early signal of future economic activity such as spending, hiring, and investment; Derived Via Survey of about 200 manufacturers in New York state which asks respondents to rate the relative level of general business conditions; Frequency Released monthly, around the middle of the current month; FF Notes Above 0.0 indicates improving conditions, below indicates worsening conditions; Why Traders Care It's a leading indicator of economic health - businesses react quickly to market conditions, and changes in their sentiment can be an early signal of future economic activity such as spending, hiring, and investment; Derived Via Survey of about 200 manufacturers in New York state which asks respondents to rate the relative level of general business conditions; | |||||||
| 2008-08-15 | 13:00 | USD | TIC Net Long-Term Transactions | 67.0B | 60.0B | ![]() | |
TIC Net Long-Term TransactionsTreasury International Capital (TIC) Net Long-Term Transactions measures the monthly difference in cross-border foreign and domestic purchases of long-term securities (i.e., bonds with an original maturity longer than one year). For example, if foreigners purchased $100 billion in US securities, and the US purchased $30 billion in foreign securities, the net reading would be $70 billion. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because foreigners must first convert their domestic currency before they can purchase the nation's assets. This can dramatically elevate currency demand. Traders watch this indicator closely as it provides several insights into international currency flows. | |||||||
| 2008-08-15 | 13:15 | USD | Capacity Utilization Rate | 79.9% | 79.8% | ![]() | |
Capacity Utilization RateMeasures Percentage of available resources being utilized by manufacturers, mines, and utilities; Usual Effect Actual > Forecast = Good for currency; Frequency Released monthly, about 16 days after the month ends; Why Traders Care It's a leading indicator of consumer inflation - when producers are nearing full capacity they respond by raising prices, and the higher costs are usually passed on to the consumer; | |||||||
| 2008-08-15 | 13:15 | USD | Industrial Production | m/m | 0.5% | 0.0% | ![]() |
Industrial ProductionMeasures Change in the total inflation-adjusted value of output produced by manufacturers, mines, and utilities; Usual Effect Actual > Forecast = Good for currency; Frequency Released monthly, about 45 days after the month ends; Next Release Sep 12, 2008 FF Notes Tends to have a relatively mild impact because Germany and France, which account for about half of the Eurozone's economy, release earlier production data; Why Traders Care It's a leading indicator of economic health - production reacts quickly to ups and downs in the business cycle, and is correlated with consumer conditions such as employment levels and earnings; | |||||||
| 2008-08-15 | 13:55 | USD | Prelim UoM Consumer Sentiment | 61.2 | 62.0 | ![]() | |
Prelim UoM Consumer SentimentMeasures Level of a composite index based on surveyed consumers; Usual Effect Actual > Forecast = Good for currency; Frequency Released monthly, around the middle of the current month; FF Notes There are two versions of this data released about 15 days apart – Preliminary and Revised. The Preliminary release is the earliest and thus tends to have the most impact; Why Traders Care Financial confidence is a leading indicator of consumer spending, which accounts for a majority of overall economic activity; Derived Via Survey of about 500 consumers which asks respondents to rate the relative level of current and future economic conditions; Also Called Reuters/University of Michigan Consumer Sentiment; Acronyms University of Michigan (UoM); | |||||||
| 2008-08-15 | 13:55 | USD | Prelim UoM Inflation Expectations | 5.1% | - | ![]() | |
Prelim UoM Inflation ExpectationsMeasures Percentage that consumers expect the price of goods and services to change during the next 12 months; Usual Effect Actual > Forecast = Good for currency; Frequency Released monthly, around the middle of the current month; FF Notes There are two versions of this data released about 15 days apart – Preliminary and Revised. The Preliminary release is the earliest and thus tends to have the most impact; Why Traders Care Expectations of future inflation can manifest into real inflation, primarily because workers tend to push for higher wages when they believe prices will rise; Derived Via Survey of about 500 consumers which asks respondents where they expect prices to be 12 months in the future; Acronyms University of Michigan (UoM); | |||||||









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