Heftiger Rückgang der Rohölpreise entfacht weiteren zinsbullischen USD-Trend.
Gestern zog der USD gegenüber all seinen Hauptwährungskontrahenten an. Der EUR/USD fiel um mehr als 150 Pips unter die 1,4900-Marke. Der Dollar unterlief ähnlichen Handel gegenüber dem GBP sowie dem CHF.
Economical News
USD
Gestern zog der USD gegenüber all seinen Hauptwährungskontrahenten an. Der EUR/USD fiel um mehr als 150 Pips unter die 1,4900-Marke. Der Dollar unterlief ähnlichen Handel gegenüber dem GBP sowie dem CHF.
Die Rallye des USD brachte das EUR/USD-Paar auf einen Monatstief von 5,5, nachdem es die 1,4900-Marke durchbrochen hatte. Einer der eindeutigsten Gründe für den starken Abwärtstrend, war das Fortbestehen der fallenden Rohölpreise. Das Barrel Sweet Crude wurde am gestrigen Tag unter $113 gehandelt. Noch in der Vorwoche lag der Preis bei $116 pro Barrel. Diese Bewegung treibt den Dollar immer weiter an. Darüber hinaus hat die stete Verbesserung des US-Konjunkturausblicks der letzten Monate großen Einfluss auf den jüngsten Anstieg des USD.
Für heute stellt den wichtigsten wirtschaftlichen Indikator aus den USA die Handelsbilanz dar. Experten erwarten, dass das US-Defizit sich von $-59,8 Mrd. im Monat Mai auf $-61,8 Mrd. in Juni steigern wird. Des Weiteren steht der Economic Optimism Index des Investor's Business Daily an. Dieser Index basiert auf einer Befragung von ca. 900 Verbrauchern nach dem Zufallsprinzip, die dabei den Grad der wirtschaftlichen Lage, inklusive Konjunkturausblick, persönlicher finanzieller Perspektive sowie Vertrauen in die staatliche Wirtschaftspolitik, bewerten. Dieser Index soll voraussichtlich eine verbesserte US-Verbrauchermeinung widerspiegeln. Da die zinsbullische USD-Fahrt sich nunmehr fast drei Wochen ununterbrochen fortsetzt, scheint eine minimale Korrigierung unvermeidlich. Diese könnte durch negative Zahlen, begleitet von einem Stopp in Hinsicht auf den Ölpreisrutsch ausgelöst werden. Anleger sollten ihr Augenmerk unbedingt auf die heutige Handelsbilanz richten. Sollte diese schlechter als prognostiziert ausfallen, könnte sich die vorgenannte Korrigierung bereits einstellen.
EUR
Im gestrigen Handel hatte der EUR eher gemischte Ergebnisse gegen die meisten seiner Währungsgegner zu verzeichnen. Gegenüber dem USD unterlief der EUR einen starken Abwärtstrend. Auch mit den Kreuzkursen GBP und JPY ergaben sich große Kursschwankungen.
Momentan scheinen so einige Faktoren für den Absturz des EUR gegen den USD verantwortlich zu zeichnen. Die gestrigen, monatlich veröffentlichten Industrieproduktionszahlen aus Frankreich setzten die Reihe ungünstiger Eurozone-Daten fort. Dieser Indikator fiel um 0,4% im Monat Juni, nachdem er bereits um 2,9% im Mai zurück gegangen war. Die Ungewissheit der konjunkturellen Eurozonen-Perspektive drückt den EUR weiterhin runter. Ein zusätzlicher Meilenstein des EUR-Abwärtstrends stellte die kürzlich gehaltene Ansprache des EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet dar. In dieser erklärte Trichet, dass das Wirtschaftswachstum im dritten Jahresquartal allen Voraussichten nach besonders schwach sein werde. Neben der düsteren Lage des EUR, sinken die Rohölpreise mittlerweile täglich, was den USD stärkt, jedoch den EUR schwächt.
Auch wenn es danach aussieht, dass der USD in Kürze eine leichte Korrigierung erfahren wird, kann ein Fortbestehen negativer Daten aus der Eurozone auf lange Sicht den USD nur weiter puschen. In den nächsten Tagen sollten Anleger insbesondere am Donnerstag achtsam sein. Dann wird sowohl das vorläufige deutsche Bruttoinlandsprodukt als auch der europäische Verbraucherpreisindex veröffentlicht. Diese beiden führenden Indizes werden einen maßgebenden Ausblick auf die europäische Wirtschaftszone und deren zukünftige Entwicklungen werfen.
JPY
Gestern stellten sich für den JPY Kursschwankungen gegenüber den meisten seiner Hauptwährungsgegner ein. Der JPY begann den Handel begleitet von rückläufigen Anzeichen, konnte jedoch im Tagesverlauf wieder an Boden gewinnen und sich bis auf seine vorherige Marke zurück bringen.
Japan veröffentlichte am gestrigen Handelstag zwei finanztechnische Indikatoren. Die jährlichen Machine Tool Orders (Bestellungen Werkzeugmaschinen) nahmen um 8,9% ab, was einen stärkeren Rückgang als den des Vorjahres darstellte. Der Corporate Goods Price Index (CGPI) wiederum stieg im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 7,1%, was den größten Anstieg dieses Indexes seit Januar 1981 darstellte.
Heute ist für Japan ein Tag wichtiger Datenveröffentlichungen aus der japanischen Wirtschaft. Die Indizes zum vorläufigen Bruttoinlandsprodukt werden erwartet. Diese Indikatoren sind maßgebend für die Inflationsrate und sollen laut Experten zurückgehen. Ein solches Ergebnis könnte die japanischen Bankenchefs zum einen davon abbringen, die Zinsrate zu erhöhen und außerdem den JPY weiter schwächen. Anleger sollten ihre Positionen festlegen, bevor die vorgenannten Indizes ausgegeben werden. So könnten eventuell von einer starken Preisbewegung profitieren werden, die voraussichtlich eintreten wird.
Technical Analysis
EUR/USD
Nach einem heftigen Sturz innerhalb des gestrigen Handelstages, wodurch das Paar 150 Pips verlor, scheinen sich EUR/USD nun um die 1,4880-Marke zu konsolidieren. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart weist eine negative Neigung auf, die darauf hindeutet, dass eine mögliche Fortsetzung dieses Abwärtstrends besteht. Sollte das Paar die 1,4800-Marke durchbrechen, könnte eine weitere rückläufige Tendenz erwartet werden.
GBP/USD
Auf der 4-Stunden-Chart wird deutlich, dass für dieses Paar weiterhin Potential besteht, neue Tiefen zu erreichen. Insbesondere nachdem das Paar vor vier Tagen die 1,9300-Schlüsselmarke durchbrochen hatte. Sowohl RSI als auch Momentum sind negativ und geben aus, dass dieses Paar seine derzeitige Tendenz fortsetzen wird. Dennoch verdeutlichen die Tages-Charts, dass sich das Paar bereits stark im "überkauften" Bereich befindet. Daher könnte es günstig sein, die Short-Positionen neu festzulegen.
USD/JPY
Dieses Paar befindet sich nach wie vor inmitten eines steten Aufwärtstrends, der noch keine Anzeichen von Schwäche vernehmen lässt. RSI und Momentum der Tages-Chart sind noch positiv geneigt, was darauf hinweist, dass noch so einiges Potential für den Aufwärtstrend besteht. Auch die 4-Stunden-Chart befindet sich in einer zinsbullischen Anordnung. Es scheint, als ob das Paar wieder die 111,00-Marke anstrebt. Für heute könnte hierbei die richtige Strategie lauten: kurzfristig zu kaufen.
USD/CHF
Auch dieses Paar setzt seinen unaufhaltsamen und zinsbullischen Trend fort. Dabei wird über jedes Widerstandslevel hinweg gesehen - es gibt keine Anzeichen eines Stopps. Alle Oszillatoren sind äußerst zinsbullisch, dieser Trend scheint das Potential zu haben, sich sogar auf der Tages-Chart durchzusetzen. Hier könnte es richtig sein, zu kaufen.
Wild Card
Rohöl
Auf der Tages-Chart bildet sich eine eindeutig rückläufig gerichtete Handelsspanne heraus, während alle Oszillatoren der 4-Stunden- sowie der Tages-Charts diese Tendenz bestätigen. Nach einem gescheiterten Versuch, die obere Grenze dieser Spanne zu durchbrechen, erlangt der Rohstoff Öl sein rückläufiges Momentum wieder. Somit bietet sich Forex -Anlegern eine großartige Handelsgelegenheit, sich einen Trend zu Nutze zu machen, dessen nächster Richtpreis bei $112 liegen könnte.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.4983 | 1.9167 | 111.14 | 1.0978 | 0.8871 | 0.7902 |
| 1.4953 | 1.9137 | 110.84 | 1.0948 | 0.8841 | 0.7872 | |
| 1.4923 | 1.9107 | 110.54 | 1.0918 | 0.8811 | 0.7842 | |
| Support | 1.4843 | 1.9027 | 109.84 | 1.0838 | 0.8731 | 0.7762 |
| 1.4813 | 1.8997 | 109.54 | 1.0808 | 0.8701 | 0.7732 | |
| 1.4783 | 1.8967 | 109.24 | 1.0778 | 0.8671 | 0.7702 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-08-12 | 01:30 | AUD | NAB Business Confidence | -9 | * | ![]() | |
NAB Business ConfidenceNational Australia Bank (NAB) Business Confidence measures the mood of domestic firms in non-farm sectors. The indicator is derived from a survey of around 350 small to large sized companies. | |||||||
| 2008-08-12 | 04:30 | JPY | Revised Industrial Production | m/m | -2.0% | -2.0% | ![]() |
Revised Industrial ProductionMeasures the change in the total inflation-adjusted value of output produced by manufacturers, mines, and utilities. It's a leading indicator of economic health - production reacts quickly to ups and downs in the business cycle, and is correlated with consumer conditions such as employment levels and earnings. | |||||||
| 2008-08-12 | 05:00 | JPY | Household Confidence | 32.6 | 32.1 | ![]() | |
Household ConfidenceMeasures the mood of households in regard to economic conditions. The reading is derived from a monthly survey that asks households to evaluate the prospects for the economy in the future. Higher readings point to higher consumer optimism. When consumers are optimistic they tend to purchase more goods and services, which stimulates the economy. | |||||||
| 2008-08-12 | 06:45 | EUR | French CPI | m/m | 0.4% | -0.2% | ![]() |
French CPIThe Consumer Price Index (CPI) measures the rate of inflation (i.e., the rate of price changes) experienced by consumers when purchasing goods and services. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. The primary objective of the central bank is to achieve price stability; when inflation rises above an annualized rate of approximately 2%, they will respond by raising interest rates to bring prices down. Higher interest rates attract foreign investment, thus increasing demand for the nation's currency. CPI is one of the most closely watched indicators and will usually have a high impact upon release. | |||||||
| 2008-08-12 | 08:30 | GBP | CPI | y/y | 3.8% | 4.1% | ![]() |
CPIThe Consumer Price Index (CPI) measures the rate of inflation (i.e., the rate of price changes) experienced by consumers when purchasing goods and services. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. The primary objective of the central bank is to achieve price stability; when inflation rises above an annualized rate of approximately 2%, they will respond by raising interest rates to bring prices down. Higher interest rates attract foreign investment, thus increasing demand for the nation's currency. CPI is one of the most closely watched indicators and will usually have a high impact upon release. | |||||||
| 2008-08-12 | 08:30 | GBP | Core CPI | y/y | 1.6% | 1.7% | ![]() |
Core CPIDerivative of the Consumer Price Index (CPI) that excludes the volatile Food, Energy, Alcohol and Tobacco items. CPI with the exclusion of these volatile components is thought to be a better indicator of the underlying inflation trend and the central bank uses it as their primary inflation gauge, aiming to keep it at an annualized rate of 2%. | |||||||
| 2008-08-12 | 08:30 | GBP | DCLG House Price Index | y/y | 3.7% | 1.5% | ![]() |
DCLG House Price IndexMeasures annual inflation in the housing market. The Department for Communities and Local Government (DCLG) bases this monthly index on about 25,000 completions supplied by a cross-section of mortgage lenders. | |||||||
| 2008-08-12 | 08:30 | GBP | RPI | y/y | 4.6% | 4.9% | ![]() |
RPIThe Retail Price Index (RPI) measures the rate of inflation experienced by consumers when purchasing goods and services. RPI differs from CPI in that it only measures goods and services bought for the purpose of consumption by the vast majority of households. | |||||||
| 2008-08-12 | 12:30 | CAD | Trade Balance | 5.5B | 5.7B | ![]() | |
Trade BalanceMeasures the difference in value between imported and exported goods and services. A positive Trade Balance indicates that more goods and services were exported than imported over a given period. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When higher levels of exports are sold to the world, demand for the nation's currency is elevated as foreigners convert their native currency to purchase the exports. The Trade Balance also has a sizable impact on GDP because high demand for exports creates increased employment and production, as domestic factories work to fill this demand. | |||||||
| 2008-08-12 | 12:30 | USD | Trade Balance | -59.8B | -61.8B | ![]() | |
Trade BalanceMeasures the difference in value between imported and exported goods and services. A positive Trade Balance indicates that more goods and services were exported than imported over a given period. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When higher levels of exports are sold to the world, demand for the nation's currency is elevated as foreigners convert their native currency to purchase the exports. The Trade Balance also has a sizable impact on GDP because high demand for exports creates increased employment and production, as domestic factories work to fill this demand. | |||||||
| 2008-08-12 | 14:00 | USD | IBD/TIPP Economic Optimism | 37.4 | 38.5 | ![]() | |
IBD/TIPP Economic OptimismThe Investor's Business Daily (IBD) TechnoMetrica Institute of Policy and Politics (TIPP) Economic Optimism Index measures the mood of consumers in regard to economic conditions. The reading is derived from a monthly survey where 900 nationwide adults evaluate their "six-month economic outlook," "personal financial outlook," and their "confidence in federal economic policies." Index readings above 50 indicate optimism; below 50 indicates pessimism. When consumers are optimistic they tend to purchase more goods and services, which stimulates the economy. | |||||||
| 2008-08-12 | 23:15 | AUD | RBA Assist Gov Lowe Speaks | * | * | ![]() | |
RBA Assist Gov Lowe SpeaksSpeaker RBA Assistant Governor Dr. Philip Lowe; Description Due to speak at the Retail Financial Services Forum, in Sydney; Usual Effect More hawkish than expected = Good for currency; Why Traders Care He's responsible for giving policy advice to RBA Governors on matters relating to financial stability and the payments system, and his public engagements are often used to drop subtle clues regarding future policy shifts; Acronyms Reserve Bank of Australia (RBA) | |||||||
| 2008-08-12 | 23:50 | JPY | Prelim GDP | q/q | 1.0% | -0.6% | ![]() |
Prelim GDPMeasures the annualized change in the value of all goods and services produced by the economy. It's the broadest measure of economic activity and the primary gauge of the economy's health | |||||||
| 2008-08-12 | 23:50 | JPY | Prelim GDP Price Index | y/y | -1.5% | -1.5% | ![]() |
Prelim GDP Price IndexMeasures the annualized change in the price of all goods and services implied by GDP. It's the broadest measure of inflation, encompassing all activities included in GDP, and is one of the primary instruments the central bank uses to assess inflation. | |||||||
| 2008-08-12 | 23:50 | JPY | Current Account | 2.03T | 0.50T | ![]() | |
Current AccountMeasures the quarterly difference in value between imported and exported goods, services, income flows, and unilateral transfers. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. The Current Account is a comprehensive accounting of the nation's trade with other countries. It includes the previously reported Trade Balance (which covers trade of goods and services), so traders focus on the income flows and unilateral transfer portions of the report. | |||||||









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