Ausblick auf die sich erholende US-Wirtschaft unterstützt weiterhin USD.
Der USD konnte vergangene Woche einen äußerst zinsbullischen Handel verzeichnen und sich im Wert gegenüber all seinen Hauptwährungsgegnern steigern. Auch die Rohölpreise wirkten sich auf den USD aus, die in der letzten Woche starken Kursschwankungen unterlag. Anleger sollten darauf achten, dass Rohöl bei unter $115 pro Barrel gehandelt wurde.
Economical News
USD
Der USD konnte vergangene Woche einen äußerst zinsbullischen Handel verzeichnen und steigerte sich im Wert gegenüber all seinen Hauptwährungsgegnern. Zum Wochenende verstärkte sich diese Wertzunahme sogar, nachdem die wichtigen jedoch anfälligen Pending Home Sales (ausstehenden Hausverkäufe), die erwartungsgemäß negativ ausfallen sollten, alle Prognosen übertrafen und positive Zahlen bei einer Rate von 5,3% lieferten. Das Rohöl wirkte sich ebenfalls auf den USD aus und unterlag in der letzten Woche starken Kursschwankungen. Zu Beginn der Woche konnten Anleger beobachten, dass das Rohöl bei über $120 pro Barrel gehandelt wurde, bis es im Laufe der Woche bis zum Freitag sogar unter $115 pro Barrel fiel. Zum Ende der Woche wurde der USD gegen den EUR unter der 1,50-Marke und gegen den JPY über der 110,00-Marke gehandelt. Anleger sollten nicht vergessen, dass die Stärke des USD zur zweiten Wochenhälfte von einer Schwäche des EUR gefördert wurde, die ihren Ursprung in der bedrückenden Ansprache des EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet hatte. Trichets Versuch, das Verhältnis zwischen Wachstum und Inflation zu erklären, wirkte sich nicht weiter auf die gegebene Situation aus, jedoch schienen seine Erläuterungen bezüglich des Wirtschaftswachstums der Eurozone im zweiten Quartal, das sehr viel schlechter ausgefallen war, ein Ende der Zinssatzerhöhungen zu bedeuten.
Diese Woche sollte mit wenig Kurschwankungen für den USD beginnen, da keine Veröffentlichungen für heute erwartet werden. Neue Wirtschaftsdaten stehen erst im Verlauf der Woche an. Die folgenden Zahlen, deren Prognosen alle rückläufig sind, stehen auf dem Wirtschaftkalender: Die Handelsbilanz, die Kern-Einzelhandelsumsätze, der Kern-Verbraucherpreisindex und der vorläufige UoM Consumer Sentiment (Verbrauchervertrauensindex der Universität von Michigan), der erwartungsgemäß einen Anstieg der Verbraucherausgaben darstellen wird. Insbesondere am Mittwoch werden für die Rohölpreise Kursschwankungen erwartet, da die Rohölbestände veröffentlicht werden. Anleger sollten diese Entwicklung und deren Effekt auf den Dollar aufmerksam verfolgen.
Mit Hinblick auf die heutige Agenda der US-Wirtschaft werden keine neuen Daten erwartet. Der Dollar-Kurs wird von den Trends seiner Währungskontrahenten bestimmt werden, in erster Linie vom EUR. Hier stehen Frankreichs Industrieproduktionszahlen an, auf denen die Hoffnung liegt, dass sie dem EUR verhelfen werden, wieder Boden gegenüber dem USD gutzumachen. Nach einem starken Aufwärtstrend in der vergangenen Woche, könnte der USD zum neuen Wochenstart einige Rückgänge erfahren.
EUR
In der vergangenen Woche erlebte der EUR einen starken Abwärtstrend und verlor gegen all seine Währungskreuze. Der EUR konnte mit einem sich verstärkenden USD und den fallenden Rohölpreisen nicht mithalten. Unabhängig vom positiven Trend aus den USA, waren die veröffentlichten Zahlen aus der Eurozone äußerst rückläufig und fielen schlechter aus als erwartet. Am stärksten trafen den EUR die deutschen Industrieproduktionszahlen, die deutschen Auftragseingänge der Industrie sowie das vorläufige Bruttoinlandsprodukt aus Italien. Alle Indizes lagen unter den Erwartungen. Auch in der von EZB-Präsident Trichet gehaltenen Ansprache am Donnerstag konnten negative Töne vernommen werden. Trichet erklärte, dass die erwarteten Probleme des Eurozonen-Wirtschaftswachstums nun Formen annehmen würden. Dieses sei im zweiten Quartal geschwächt. Das EUR/USD-Paar fiel unter die 1,50-Marke. EUR/JPY wurden zum Ende der Woche unter 165,00 gehandelt.
Für die anstehende Woche werden gemischte Ergebnisse der Wirtschaftsdatenveröffentlichungen erwartet und der EUR könnte weiterhin fallen. Der Wochenbeginn wird erwartungsgemäß positiv für den EUR ausfallen. Die französischen Industrieproduktionszahlen werden voraussichtlich steigen, nachdem im Vormonat eine negative Zahl ausgegeben wurde. Heute Morgen ging dieser Index jedoch um 0,4% zurück und verhinderte somit eine Erholung des EUR/USD-Paares. Im Grunde werden in dieser Woche, außer für die Industrieproduktionen, weniger zinsbullische Daten aus der Eurozone erwartet. Am Donnerstag stehen die wichtigsten Daten an: das vorläufige deutsche Bruttoinlandsprodukt, der Flash BIP sowie die französischen Non-Farm Payrolls, die sich alle im Vergleich zum ihren Vorwerten verschlechtern sollen. Besonders heute könnte sich für den EUR und das Paar EUR/USD, laut Prognosen, ein Aufwärtstrend entwickeln. Anleger sollten den EUR entsprechend der erwarteten Kursschwankungen am Donnerstag handeln.
JPY
Ähnlich wie in der Woche zuvor, unterlief der JPY auch in der vergangenen Woche einen recht zinsbullischen Handel und konnte Kursgewinne gegenüber den meisten seiner Währungskreuze, den USD ausgenommen, verzeichnen. Der JPY machte sich wieder einmal den USD-Aufwärtstrend und einen Rückgang der Rohölpreise zu Nutze, der dem Export orientierten Yen dabei half, gegenüber seinen Währungskontrahenten an Boden zu gewinnen. An veröffentlichten Wirtschaftsdaten, bildeten die besser als erwartet ausgefallenen Kern-Machinery Orders (Bestellungen Werkzeugmaschinen) ein Highlight. Diese ließen den Glauben an ein zukünftiges Wirtschaftswachstum Japans wieder aufleben. Die bedeutendste Entwicklung in Hinsicht auf die Kreuzkurse des JPY stellte ein Sturz des Paares EUR/JPY dar, das zum Ende der Handelswoche unter die 165,00-Marke fiel.
Diese Woche wird dem JPY zu Beginn voraussichtliche Kursschwankungen bescheren, da einige Wirtschaftsdaten erwartet werden. Sowohl Japans vorläufiges Bruttoinlandsprodukt als auch der Tertiary Industry Activity Index, welcher die Entwicklungen im Dienstleistungssektor beschreibt, werden als rückläufig prognostiziert. Ein Großteil der anstehenden Veröffentlichungen für den JPY wird bis Mitte der Woche tendenziell fallend erwartet. Donnerstag und Freitag bleibt der JPY dem Wirtschaftskalender fern. Die zu erwartenden Entwicklungen des Yen für diese kommende Woche werden eher durchwachsen sein. Landeseigene Veröffentlichungen werden den JPY wahrscheinlich drücken, doch USD-Momentum und Rohölhandel werden ihren beachtlichen Einfluss auf Japans Währung haben.
Technical Analysis
EUR/USD
Dieses Paar befindet sich nach wie vor inmitten eines steten Abwärtstrends. Dennoch hat der RSI der 4-Stunden- sowie der Tages-Chart seinen Höhepunkt im "überkauften" Bereich inzwischen erreicht, was bedeutet, dass eine zinsbullische Korrigierung unmittelbar bevorsteht. Innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens der Stunden-Chart hat eine deutliche zinsbullische Bewegung bereits stattgefunden und scheint noch mehr Potential in sich zu tragen. Die richtige Strategie für heute könnte hier lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
GBP/USD
Nach dem jüngsten äußerst ausgeprägten Abwärtstrend, scheint sich dieses Paar um die 1,9200-Marke zu konsolidieren. Innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens der 4-Stunden-Chart deutet ein zinsbullisches Kreuz darauf hin, dass sich eine leichte Korrigierung einstellen könnte, bevor sich ein stärkerer Abwärtstrend fortsetzt. Bei Höchstständen zu kaufen, könnte für heute richtig sein.
USD/JPY
Die Kursschwankungen dieses Paares setzen sich ohne eine bedeutende Richtungsänderung fort. Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus und schwankt größtenteils in einem neutralem Bereich. Die Stunden-Charts jedoch deuten ein leicht zinsbullischen Momentum an. Der Slow Stochastic der Tages-Chart ist positiv geneigt, während der RSI bestätigt, dass es tatsächlich aufwärts geht.
USD/CHF
Die heftige zinsbullische Preisentwicklung innerhalb der aufwärts gerichteten Handelsspanne setzt sich weiterhin fort und wurde bislang noch nicht durchbrochen. Auf der Tages-Chart wird ein starkes zinsbullisches Kreuz deutlich, während die 4-Stunden-Chart, mit einem auf ein Andauern dieser Entwicklung deutenden Slow Stochastic, diese Neigung bekräftigt. Der nächste Richtwert könnte bei 1,0160 liegen. Für heute könnte eine bevorzugte Strategie Kaufen sein.
Wild Card
Silber
Der äußerst starke Abwärtstrend nimmt kein Ende. Alle Indikatoren, sowohl auf der Tages- als auch auf der 4-Stunden-Chart, verweisen auf eine abwärts gerichtete Tendenz, während das Momentum hoch ist. Hier bietet sich Forex -Händlern eine großartige Gelegenheit, sich dieses zusätzliche Momentum, Tendenz fallend, das für diesen Rohstoff noch zu bestehen scheint, zu Nutze zu machen.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.5060 | 1.9255 | 110.85 | 1.0900 | 0.8945 | 0.7890 |
| 1.5040 | 1.9235 | 110.65 | 1.0880 | 0.8925 | 0.7870 | |
| 1.5010 | 1.9205 | 110.35 | 1.0850 | 0.8895 | 0.7840 | |
| Support | 1.4950 | 1.9135 | 109.75 | 1.0790 | 0.8835 | 0.7780 |
| 1.4920 | 1.9105 | 109.45 | 1.0760 | 0.8805 | 0.7750 | |
| 1.4900 | 1.9085 | 109.25 | 1.0740 | 0.8785 | 0.7730 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-08-11 | 01:30 | AUD | RBA Monetary Policy Statement | * | * | ![]() | |
RBA Monetary Policy StatementThe Reserve Bank of Australia (RBA) Statement on Monetary Policy provides a detailed assessment of current economic conditions, prospects for inflation, and output growth. The report is published quarterly and holds critical insights into the bank's view of inflation and the economic conditions that will effect interest rates. Traders scrutinize this report as it's been known to provide clues about the bank's future monetary policy. | |||||||
| 2008-08-11 | 06:00 | JPY | Machine Tool Orders | y/y | -2.5% | - | ![]() |
Machine Tool OrdersMeasures the total value of new orders placed with machine tool manufacturers. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When manufacturers increase their purchasing of machine tools it signals that the manufacturing industry is in an expansion phase. | |||||||
| 2008-08-11 | 06:00 | EUR | German WPI | m/m | 0.9% | 0.5% | ![]() |
German WPIThe Wholesale Price Index (WPI) measures the rate of inflation experienced at the wholesale level. The reading represents the monthly change in the average price of a fixed basket of goods and services purchased at the wholesale level. | |||||||
| 2008-08-11 | 06:45 | EUR | French Industrial Production | m/m | -2.6% | 0.3% | ![]() |
French Industrial ProductionMeasures the total value of output produced by factories, mines, and utilities. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because high levels of production are a sign of a strong economy. Industrial Production reacts quickly to the ups and downs of the business cycle and can be a leading indicator of manufacturing employment, average earnings, and personal income. | |||||||
| 2008-08-11 | 08:30 | GBP | PPI Input | m/m | 2.1% | - | ![]() |
PPI InputThe Producer Price Index (PPI) Input measures the rate of inflation (i.e., the rate of price changes) experienced by manufacturers when purchasing goods and services. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When manufactures pay more for goods and services, they are likely to pass the higher costs to the consumer, so PPI is thought to be a leading indicator of consumer inflation. PPI is highly regarded, and at extremes will have a market impact equal to that of its CPI counterpart. | |||||||
| 2008-08-11 | 08:30 | GBP | Trade Balance | -7.5B | - | ![]() | |
Trade BalanceMeasures the difference in value between imported and exported goods and services. A positive Trade Balance indicates that more goods and services were exported than imported over a given period. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When higher levels of exports are sold to the world, demand for the nation's currency is elevated as foreigners convert their native currency to purchase the exports. The Trade Balance also has a sizable impact on GDP because high demand for exports creates increased employment and production, as domestic factories work to fill this demand. | |||||||
| 2008-08-11 | 08:30 | GBP | PPI Output | m/m | 0.9% | - | ![]() |
PPI OutputThe Producer Price Index (PPI) Output measures the rate of inflation (i.e., the rate of price changes) experienced by manufacturers when selling goods and services. Manufacturers are unlikely to pass Output inflation to the consumer, so it has much less market impact than its PPI Input counterpart. | |||||||
| 2008-08-11 | 12:15 | CAD | Housing Starts | 218K | - | ![]() | |
Housing StartsMeasures the annualized number of new residential buildings that began construction during the previous month. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because the housing market is a leading gauge for the overall economy. A high level of housing activity signals that the construction industry is healthy and that consumers have the capital to make large investments. More importantly, new housing activity creates an economic ripple effect as home owners buy goods such as appliances and furniture for their homes, and builders buy raw materials and hire more workers to meet demand. | |||||||
| 2008-08-11 | 12:30 | CAD | New Housing Price Index | m/m | 0.0% | - | ![]() |
New Housing Price IndexThe New Housing Price Index (NHPI) measures monthly changes in the selling prices of new residential houses. The NHPI is used as the inflation measure of new home construction. | |||||||
| 2008-08-11 | 23:01 | GBP | BRC Retail Sales Monitor | -0.4% | - | ![]() | |
BRC Retail Sales MonitorThe British Retail Consortium (BRC) Retail Sales Monitor measures the change in value of like-for-like (i.e. same-store) sales at surveyed retailers, which effectively excludes stores that have been open for less than a year. | |||||||
| 2008-08-11 | 23:01 | GBP | RICS House Price Balance | -88.0% | - | ![]() | |
RICS House Price BalanceThe Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) House Price Balance measures the price change of homes in the UK. This leading indicator represents the percentage of chartered surveyors reporting a price rise in their designated area. For instance, a reading of 50% means that 50% more surveyors reported a rise than reported a fall in prices. | |||||||
| 2008-08-11 | 23:50 | JPY | CGPI | y/y | 5.6% | 5.8% | ![]() |
CGPIThe Corporate Goods Price Index (CGPI) measures the rate of inflation (i.e., the rate of price changes) experienced by corporations when purchasing goods. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because when businesses pay more for goods, they are likely to pass the higher costs to the consumer. | |||||||









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