Positive Zahlen aus dem Wohnungswesen stärken den USD.
Der USD unterlief gestern einen zinsbullischen Handelstag und konnte gegenüber all seinen Währungsgegnern Zugewinne erzielen. Einen bedeutsamen Aufwärtstrend erfuhr der Dollar nach Veröffentlichung der ausstehenden Hausverkäufe, die alle Erwartungen übertrafen und sich anstelle von 1%, um 5,3% steigerten.
Economical News
USD
Der USD unterlief gestern einen zinsbullischen Handelstag und konnte gegenüber all seinen Währungsgegnern Zugewinne erzielen. Der Dollar stieg um 0,5% und schloss gegenüber dem EUR bei 1,5320. Auch gegen den GBP und dem CHF konnte er sich beständig steigern. Einen bedeutsamen Aufwärtstrend erfuhr der Dollar nach Veröffentlichung der Pending Home Sales (ausstehenden Hausverkäufe), die alle Erwartungen übertrafen und sich anstelle von 1%, um 5,3% steigerten. Damit ergab sich wieder ein Tag voller überraschend positiver Wirtschaftsdaten aus den USA, die den Dollarkurs unterstützen. Der Indikator der Hausverkäufe ist eines der ersten Zeichen einer verbesserten Situation des Wohnungswesens der letzten Zeit. Auch wenn Zwangsvollstreckungen einen Teil dieser Zahl ausmachten, wirken sich diese US-Wohnungsmarktdaten positiv auf die Stimmung und die jüngste Aufwärtstendenz des USD im Devisenhandel aus.
Die gestern veröffentlichten Zahlen kennzeichnen bereits das zweite Quartal infolge einen Aufwärtstrend der Pending Home Sales, die schon im Monat Juni um 6,3% anstiegen. Darüber hinaus machte der Zuwachs die freudlose US-Arbeitslosenquote wett, für die sich 35.000 Anträgen mehr als erwarteten ergaben, so dass die Zahlen bei über 420.000 Meldungen gemessen wurden. Der Aufschwung innerhalb des Sektors Wohnungswesen, verstärkt die Annahme, dass der Wohnungsmarkt seinen absoluten Tiefpunkt erreicht hat und von nun an ein konstantes Wachstum erfahren wird. Außerdem deckten die erfreulichen Zahlen die Erwartung an noch in diesem Jahr einsetzende US-Preiserhöhungen, die bereits über die letzten zwei Jahre eine Erholung des Dollar zu bewirkten wussten.
Für heute kann ein etwas langsameres Tempo aus der US-Wirtschaft erwartet werden, da lediglich drei, eher weniger bedeutende Daten anstehen. Die vorläufigen Zahlen zur Produktivität im Nonfarm-Sektor und die Lohnstückkosten (Unit Labor Costs) sowie die Großhandelsbestände (Wholesale Inventories) sollen sich voraussichtlich verbessern, werden jedoch wenig Einfluss auf den Dollarkurs haben. Sollten diese Daten erwartungsgemäß ausfallen, wird sich das Wiedererwachen des Dollar fortsetzen und Anleger werden sich nach weiteren zinsbullischen USD-Positionen umschauen.
EUR
Der EUR hingegen hat gestern wieder einen stark rückläufig geprägten Handelstag hinter sich. Dabei verlor die Währung gegenüber all seinen Währungskreuzen erheblich an Boden. Gegen den USD fiel der EUR auf ein Rekordtief, verglichen mit den vergangenen sieben Wochen. Das Paar schloss unter 1,5320. Eine beachtenswerte Entwicklung, wenn man bedenkt, dass dieses beliebte Währungspaar noch vor weniger als einem Monat bei über 1,60 neue Höhen erreicht hatte. Darüber hinaus verlor die Währung der 15 Nationen nahezu 15 Punkte gegenüber dem CHF, was das Paar auf die 1,6253-Marke brachte. Gegenüber dem JPY fiel der EUR um fast 150 Punkte. Der gestrige EUR-Abwärtstrend liegt zum Teil den Worten von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet zugrunde, der äußerte, dass das Wirtschaftswachstum in der Eurozone, laut EZB-Erwartungen, in diesem Jahr noch wesentlich zurückgehen werde, auch wenn die Inflationsrate über der Vorgabe der Bank verbleibt. Wir bereits in der Vergangenheit zu beobachten war, können Trichets Ansprachen hohe Kursschwankungen auslösen. Die Reaktionen waren gestern ähnlich: Im Anschluss an Trichets Stellungnahme um 12:30GMT im Rahmen der EZB-Pressekonferenz, stürzte das EUR/USD-Paar um 100 Punkte.
Jüngst hat gleich eine Reihe von Wirtschaftsdatenveröffentlichungen signalisiert, dass sich die EU-Wirtschaft inmitten einer Rückentwicklung befindet, auch wenn die fallenden Rohstoffpreise, den inflationären Druck lindern. Dennoch hatte die EZB den Zinssatz im vergangenen Monat angehoben. Experten erwarten dafür einen eher zögerlichen Effekt und prognostizieren, dass es eine Weile dauern wird, bevor der Preisdruck nachlässt. Während die Stimmung innerhalb der US-Wirtschaft sich in den letzten Wochen aufgrund überraschend positiver Zahlen um einiges verbessert hat, unterliegt der EUR weiterhin Spannungen und wurde gestern innerhalb einer äußerst engen Spanne gehandelt, obwohl sich starke Kursschwankungen zeigten. Somit wird es für Anleger kritisch werden, herauszufinden, wie die vorangegangenen Wirtschaftsindikatoren einzuschätzen sind und ihre Positionen beeinflussen werden. Die heute Morgen veröffentlichte französische Haushaltsbilanz und Italiens vorläufiges Bruttoinlandsprodukt, die einzigen Daten aus der Eurozone für heute, sollten wenig Marktschwankungen zum Ende dieser Handelswoche auslösen.
JPY
Außer Verlusten gegenüber dem USD, konnte der JPY gegen die übrigen seiner Hauptwährungskontrahenten Aufwärtstendenzen verzeichnen. Der USD war aufgrund der positiven US-Wirtschaftsdaten am gestrigen Handelstag unaufhaltsam, so dass der JPY, wie auch die anderen Währungskreuze, heftig an Boden gegenüber der US-Währung verlor. Jedoch legte der JPY jeweils 100 Punkte gegenüber dem GBP und dem EUR zu und gewann 70 Punkte gegen den CHF. Für heute steht aus Japan lediglich die Veröffentlichung des Economy Watchers Current Index auf dem Wirtschaftskalender. Für diesen bestehen keine offiziellen Prognosen, fest steht allerdings, dass sich ein Anstieg jeglicher Art, positiv auf Japans Währung auswirken wird. Anleger sollten ihr Augenmerk auf die Reaktion der Aktienmärkte zum steigenden Dollar richten, um eine Entscheidung bezüglich ihrer JPY-Positionen treffen zu können.
Technical Analysis
EUR/USD
Auf der Tages-Chart bildet sich eine äußerst deutliche rückläufige Spanne, in deren unteren Bereich das EUR/USD-Paar mittlerweile schwankt. Die 4-Stunden-Chart lässt erkennen, dass sich das Paar nach wie vor unterhalb der Bollinger Bands bewegt, was darauf hindeutet, dass der Abwärtstrend sich voraussichtlich fortsetzen wird. Eine gute Strategie könnte lauten: verkaufen.
GBP/USD
Dieses Paar setzt seinen Abwärtstrend ebenfalls fort und fiel gestern bereits um 200 Pips. Alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart deuten abwärts und weisen darauf hin, dass diese rückläufige Tendenz noch Potential in sich trägt. Der nächste Richtpreis könnte bei 1,9230 liegen.
USD/JPY
Auf der TAges-Chart ist eine deutliche Aufwärtstendenz zu erkennen. Die Bollinger Bands der Stunden-Charts verdichten sich, was bedeuten könnte, dass eine starke Bewegung unmittelbar bevorsteht. Da ein zinsbullisches Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart neu entstanden ist, könnte verkaufen die richtige Entscheidung für heute sein.
USD/CHF
Das zinsbullische Momentum setzt sich in vollem Umfang fort, seitdem dieses Paar die Fibonacci-Schlüsselmarke von 1,0700 durchbrochen hatte. Zurzeit geben alle Oszillatoren der Tages-Chart zinsbullische Signale aus. Daher könnte hier kaufen eine gute Strategie sein.
Wild Card
Gold
Der Goldpreis geht mittlerweile seit ungefähr einem Monat zurück, wobei keine Anzeichen für einen Umschwung zu erkennen sind. Alle Oszillatoren der Tages-Chart befinden sich in rückläufigen Bereichen, was Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bietet, sich einem viel versprechenden Trend anzuschließen.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.5149 | 1.9369 | 110.86 | 1.0825 | 0.9027 | 0.7947 |
| 1.5223 | 1.9348 | 110.62 | 1.0798 | 0.8992 | 0.7925 | |
| 1.5198 | 1.9326 | 110.32 | 1.0772 | 0.8967 | 0.7896 | |
| Support | 1.5125 | 1.9251 | 109.61 | 1.0691 | 0.8894 | 0.7821 |
| 1.5103 | 1.9224 | 109.35 | 1.0668 | 0.8971 | 0.7795 | |
| 1.5078 | 1.9207 | 109.09 | 1.0644 | 0.8946 | 0.7769 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-08-08 | 05:00 | JPY | Economy Watchers Current Index | 29.5 | - | ![]() | |
Economy Watchers Current IndexMeasures the current mood of businesses that directly service consumers, such as barbers, taxi drivers, and waiters. A reading above 50 signals an improvement in sentiment. These businesses, dubbed "Economy Watchers" because they directly observe the economy during their everyday business, are thought to hold important insights from the microeconomic level. | |||||||
| 2008-08-08 | 05:45 | CHF | Unemployment Rate | 2.5% | 2.5% | ![]() | |
Unemployment RateMeasures the percentage of the total work force that is unemployed and actively seeking employment. A falling trend has a positive effect on the nation's currency. Working people tend to spend more, and consumer spending is a major driver of the economy. However, unemployment usually draws little attention because traders view it as a lagging indicator. | |||||||
| 2008-08-08 | 06:45 | EUR | French Government Budget Balance | -50.1B | - | ![]() | |
French Government Budget BalanceMeasures the difference between the central government's monthly income and spending. A positive number indicates more revenue was received than spent during the month. | |||||||
| 2008-08-08 | 08:00 | EUR | Italian Prelim GDP | q/q | 0.5% | 0.0% | ![]() |
Italian Prelim GDPChange in the value of all goods and services produced by the economy | |||||||
| 2008-08-08 | 11:00 | CAD | Employment Change | -5.0K | 5.0K | ![]() | |
Employment ChangeMeasures the number of new jobs created in the previous month. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. The number of new jobs being created is one of the most important indicators of the economy's health because consumer spending, which is highly correlated with labor conditions, makes up a large portion of GDP. This report is the first of the month that relates to labor conditions, making it susceptible to big surprises | |||||||
| 2008-08-08 | 11:00 | CAD | Unemployment Rate | 6.2% | 6.2% | ![]() | |
Unemployment RateMeasures the percentage of the total work force that is unemployed and actively seeking employment. A falling trend has a positive effect on the nation's currency. Working people tend to spend more, and consumer spending is a major driver of the economy. However, unemployment usually draws little attention because traders view it as a lagging indicator. | |||||||
| 2008-08-08 | 12:30 | USD | Prelim Nonfarm Productivity | q/q | 2.6% | 2.5% | ![]() |
Prelim Nonfarm ProductivityAnnualized change in labor efficiency when producing goods and services, excluding the farming industry; | |||||||
| 2008-08-08 | 12:30 | USD | Prelim Unit Labor Costs | q/q | 2.2% | 1.4% | ![]() |
Prelim Unit Labor CostsAnnualized change in the price businesses pay for labor, excluding the farming industry | |||||||
| 2008-08-08 | 14:00 | USD | Wholesale Inventories | m/m | 0.8% | 0.5% | ![]() |
Wholesale InventoriesMeasures the value of goods held by wholesalers. A falling trend has a positive effect on the nation's currency because wholesalers order more goods from manufacturers when they have depleted inventories. | |||||||










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