Fallende Ölpreise stärken USD.
Der Dollar konnte gegenüber all seinen Hauptwährungsgegnern Boden gutmachen und erzielte am gestrigen Handelstag ein neues Rekordhoch der letzten sieben Wochen. Auch heute Morgen zieht er in gleicher Manier weiter an. Die US-Vorräte an Rohöl sind über die letzten Monate wesentlich angestiegen, denn die Schwankungen der Ölpreise sind mittlerweile zu einer Triebfeder der Märkte geworden.
Economical News
USD
Der Dollar konnte gegenüber all seinen Hauptwährungsgegnern Boden gutmachen und erzielte am gestrigen Handelstag ein neues Rekordhoch der letzten sieben Wochen. Auch heute Morgen zieht er in gleicher Manier weiter an. Gegenüber dem EUR legte der USD über 100 Punkte zu und schloss bei 1,55. Von größerer Bedeutung für den Dollar war jedoch das direkte Verhältnis zwischen wichtigen US-Datenveröffentlichungen und seinem zinsbullischen Momentum. Ein weiterer Tag voller positiver Zahlen stärkte das Anlegervertrauen in den Dollar und stellte wieder einmal den Katalysator für einen erneuten Wertzuwachs dar. Der ISM-Index (basierend auf einer monatlichen Umfrage des „Institute for Supply Management“ bei Einkaufsmanagern) fiel höher als erwartet und um 1,3 Punkte mehr als bei der letzten Veröffentlichung mit 49,5 aus. Während dieser Index am Steigen ist, würde jedoch erst das Erreichen der 50-Marke eine Entwicklung in diesem Sektor bedeuten. Dennoch führte eine derartige Verbesserung zu einem Marktvertrauen in den steigenden Dollar und ließ darauf hoffen, dass ein landesweites Wirtschaftswachstum für 2008 noch möglich ist. Darüber hinaus wurde gestern der Leitzins bekannt gegeben, der wie erwartet unverändert bei 2,00% verblieb. Während der Leitzins sich wenig auf die Märkte auswirkte, löste die mit der Bekanntgabe einhergehende Stellungnahme des FOMC (Federal Open Market Committee) zinsbullische Tendenzen für den USD aus. Das FOMC bekundete unter anderem, dass, laut Abschätzungen der US-Notenbank, die Inflationsrate weiterhin bis in das kommende Jahr sinken wird und hoffentlich so einigen US-Marktleiden ein Ende setzen wird. Mit diesen neuen Ergebnissen und der aktuellen Erholung der US-amerikanischen Aktienmärkte (momentan auf einem Höchstpunkt seit April) sowie dem dramatischen Fall der Rohölpreise, scheint sich der USD wieder einmal aus seiner verhängnisvollen Lage gerettet zu haben.
Für heute steht lediglich ein Indikator auf dem Wirtschaftskalender der Vereinigten Staaten: Die Rohölbestände werden voraussichtlich um 0,1 Mio. ansteigen. Die US-Vorräte an Rohöl sind über die letzten Monate wesentlich angestiegen, denn die Schwankungen der Ölpreise sind mittlerweile zu einer Triebfeder der Märkte geworden. Forex-Anlegern wird geraten, die Entwicklung der Rohölpreise sowie der Aktienmärkte gut zu verfolgen, bevor sie Abschlüsse tätigen.
EUR
Der EUR beendete den gestrigen Handelstag bei gemischten Ergebnissen gegenüber seinen Hauptwährungskontrahenten. Wichtige Wirtschaftsdaten aus der Eurozone enttäuschen die Anleger erneut, trotz eindeutiger EUR-Stärke gegenüber anderen Währungen. Es gibt kaum einen Zweifel daran, dass die Zukunftsperspektive für die Wirtschaft der Eurozone ins Wanken geraten ist. Gekoppelt mit dem Ausbleiben eines maßgeblichen Eingreifens der EZB, konnte der größte Rivale des EUR, der USD, wieder ein zinsbullisch geprägtes Rennen für sich entscheiden. Darüber hinaus trägt die 100%ige Wechselwirkung zwischen dem Abwärtstrend des EUR/USD-Paares und dem Rohöl zu den EUR-Problemen bei. Der beispiellose Sturz der Rohölpreise, nahezu $30 in drei Wochen, drückte den EUR, unabhängig von EU-eigenen Zahlen, herunter.
Auch am gestrigen Tag kam es erneut zu Veröffentlichungen schlechter Wirtschaftsdaten. Der Einkaufsmanagerindex PMI blieb unverändert bei seinem fünf-Jahres-Tief von 48,3 und die Einzelhandelsumsätze verloren 0,6%, nachdem sie im vergangenen Monat um 0,5% gestiegen waren. Bei wachsender positiven Einstellung aus der US-Wirtschaft, konnte sich der EUR dem USD gegenüber nicht behaupten und verlor wieder einen Tag an Boden.
Heute steht nur ein Indikator aus der Eurozone an. Der Index der deutschen Auftragseingänge der Industrie soll um 0,4% ansteigen, was einen Unterschied um 1,5% bedeuten würde, nachdem dieser Indikator im Vormonat um 1% gefallen war. Der Indikator der Industrieaufträge misst den Wert neuer Aufträge, die von inländischen Herstellern für Gebrauchs- und Konsumgüter vergeben wurden und gilt ein präzises Vorzeichen für die gesamteuropäische Entwicklung. Trotzdem wird erwartet, dass die Jahresrate bis unter 5% sinken und voraussichtlich von den heutigen Marktreaktionen auf die gestrige FOMC-Erklärung übertönt werden wird.
Möglicherweise bietet sich Anlegern heute eine leichte Erholung des EUR. Experten sind der Meinung, dass das Versäumnis einer zielgerichteten Umstellung seitens der US-Notenbank eine eventuelle Dämpfung der USD-Zugewinne bedeuten könnte.
JPY
Auch der Yen schloss den gestrigen Handelstag mit einer Reihe gemischter Ergebnisse, bezogen auf seine Währungspaare und Kreuzkurse, ab. Der JPY eröffnete bei 107,80 gegenüber dem USD, verlor anschließend 53 Punkte und notierte zum Ende des Tages bei 108,33. Ähnliche Kursschwankungen ergaben sich auch für die weiteren JPY-Kreuzpaare. Vom Wirtschaftskalender blieb der Yen gestern abwesend, es wurden keine Daten veröffentlicht. Der gestrige Abwärtstrend des JPY, am deutlichsten gegenüber dem USD zu spüren, lag größtenteils einem erneuten Tag voller Aufwärtstendenzen der US-amerikanischen Aktienmärkte zugrunde.
Für morgen stehen gleich zwei Indikatoren aus Japan an. Der wöchentliche Index führender Wirtschaftsindikatoren (LEI) setzt sich aus vielen Marktsektoren zusammen, z.B. Beschäftigung, Produktion und Verbrauchervertrauen, und wird bei 90,8% und somit unter seinem Vorwert erwartet. Auch die monatlichen Core Machinery Orders (Kern-Bestellungen Werkzeugmaschinen) werden voraussichtlich um 10%, verglichen mit den Vormonatszahlen, fallen und geben Anlegern den Hinweis, dass sich das produzierende Gewerbe in einer rückläufigen Phase befindet.
Forex-Anleger sollten sich auf einen weiteren Tag voller JPY-Schwankungen gefasst machen. Die Aktienmärkte werden auf die nachklingenden Auswirkungen der FOMC-Erklärung sowie auf die Energiepreisentwicklungen und Lagerbestände reagieren.
Technical Analysis
EUR/USD
Dieses Paar befindet sich inmitten eines äußerst starken Abwärtstrends, der nach wie vor ein bedeutendes Momentum aufzeigt und auf Lange Sicht gesehen noch mehr Potential in sich trägt. Innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens verdeutlicht ein zinsbullisches Kreuz auf der 4-Stunden-Chart, dass sich eine leichte Korrigierung einstellen könnte, bevor der Abwärtstrend sich fortsetzt. Für heute könnte die beste Strategie lauten: bei Höchstständen zu verkaufen.
GBP/USD
Diese Paar hat die Fibonacci-Schlüsselmarke von 1,9550 durchbrochen, was auch auf der 4-Stunden-Chart deutlich widergespiegelt wird. Die negative Neigung des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigt die Entwicklung, dass das Momentum eher rückläufig ist. Hier könnte es richtig sein, zu verkaufen.
USD/JPY
Dieses Paar unterliegt schon seit einiger Zeit großen Kursschwankungen. Mittlerweile scheint es, als ob ein Abwärtstrend wieder einsetzen könnte. Der Slow Stochastic und der RSI der Stunden-Chart weisen auf ein bevorstehendes Antesten der 107,80-Marke hin. Eine gute Strategie könnte hierbei sein, in den Markt einzusteigen, sollte diese Marke durchbrochen werden.
USD/CHF
Die Tages-Chart verdeutlicht nach wie vor eine rückläufige Anordnung. Der RSI schwankt jedoch bereits in „überkauftem“ Territorium. Im Gegensatz dazu lässt der Slow Stochastic auf der Stunden-Chart ein Kreuz, Tendenz fallend, erkennen. Die nächste Entwicklung könnte also ein Abwärtstrend sein. Sollte dieser Fall eintreten, ist es für Anleger ratsam, dem Markt erst nach dem Kursausbruch beizutreten.
Wild Card
Rohöl
Sowohl auf der 4-Stunden- als auch auf der Tages-Chart wird eine rückläufige Anordnung deutlich, die darauf hindeutet, dass das Momentum nach wie vor fallend ist. Des Weiteren lässt sich erkennen, dass innerhalb dieses Abwärtstrends ein leichte Korrigierung erfolgen könnte, bevor sich das abwärts gerichtete Momentum wieder einstellt. Forex -Anleger könnten ihre Gewinne möglicherweise maximieren, indem sie eine feste Short-Position eingehen, nachdem die Korrigierung stattgefunden hat.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.5570 | 1.9650 | 109.10 | 1.0610 | 0.9255 | 0.7865 |
| 1.5550 | 1.9630 | 108.90 | 1.0580 | 0.9235 | 0.7845 | |
| 1.5520 | 1.9600 | 108.60 | 1.0550 | 0.9205 | 0.7815 | |
| Support | 1.5460 | 1.9530 | 108.00 | 1.0490 | 0.9145 | 0.7885 |
| 1.5430 | 1.9500 | 107.70 | 1.0460 | 0.9115 | 0.7855 | |
| 1.5410 | 1.9470 | 107.50 | 1.0440 | 0.9095 | 0.7835 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-08-06 | 01:30 | AUD | Home Loans | m/m | -7.9% | -2.1% | ![]() |
Home LoansMeasures the number of commitments for owner occupied home financing. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because large purchases tend to be made by consumers that are optimistic and confident in their financial position. Additionally, consumer borrowing has a high degree of historical correlation with consumer spending, which is a major driver of the overall economy. | |||||||
| 2008-08-06 | 05:00 | JPY | Leading Economic Index | 92.6% | 90.8% | ![]() | |
Leading Economic IndexMeasures the Level of a composite index based on 12 economic indicators; Released monthly, about 38 days after the month ends; Source changed from a diffusion index to a composite index as of Jun 2008. There's a revised version of this index released about 10 days later, but it's not included for lack of significance. Tends to have a muted impact because the individual indicators are released earlier; | |||||||
| 2008-08-06 | 09:30 | GBP | BRC Shop Price Index | y/y | 2.5% | - | ![]() |
BRC Shop Price IndexThe British Retail Consortium (BRC) Shop Price Index measures the rate of inflation (i.e., the rate of price changes) at surveyed retailers. | |||||||
| 2008-08-06 | 10:00 | EUR | German Factory Orders | m/m | -1.4% | 0.4% | ![]() |
German Factory OrdersMeasures the value of new purchase orders placed with domestic manufacturers for durable and non-durable goods. | |||||||
| 2008-08-06 | 14:00 | CAD | Ivey PMI | 69.6 | 62.0 | ![]() | |
Ivey PMIThe Ivey Purchasing Manager's Index (PMI) measures the activity level of purchasing managers from all sectors of the economy, with a reading above 50 indicating expansion. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. To produce the index, purchasing managers are surveyed on a number of subjects including employment, production, new orders, supplier deliveries, and inventories. Traders watch these surveys closely because purchasing managers, by virtue of their jobs, have early access to data about their company’s performance, which can be a leading indicator of overall economic performance. | |||||||
| 2008-08-06 | 14:35 | USD | Crude Oil Inventories | -0.1M | 0.1M | ![]() | |
Crude Oil InventoriesThe Energy Information Administration's (EIA) Crude Oil Inventories measures the weekly increase in barrels of commercial crude oil held in inventory by US firms. The level of inventories influences the price of petroleum products, which can have an impact on inflation and other economic forces. | |||||||
| 2008-08-06 | 22:45 | NZD | Employment Change | q/q | -1.3% | 0.1% | ![]() |
Employment ChangeMeasures the number of new jobs created in the previous month. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. The number of new jobs being created is one of the most important indicators of the economy's health because consumer spending, which is highly correlated with labor conditions, makes up a large portion of GDP. This report is the first of the month that relates to labor conditions, making it susceptible to big surprises | |||||||
| 2008-08-06 | 22:45 | NZD | Unemployment Rate | q/q | 3.6% | 3.8% | ![]() |
Unemployment RateMeasures the percentage of the total work force that is unemployed and actively seeking employment. A falling trend has a positive effect on the nation's currency. Working people tend to spend more, and consumer spending is a major driver of the economy. However, unemployment usually draws little attention because traders view it as a lagging indicator. | |||||||
| 2008-08-06 | 23:30 | AUD | Construction PMI | 40.3 | - | ![]() | |
Construction PMIThe Chartered Institute of Purchasing and Supply (CIPS) Construction Purchasing Manager's Index (PMI) measures the activity level of purchasing managers in the construction sector, with a reading above 50 indicating expansion. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. To produce the index, purchasing managers are surveyed on a number of subjects including employment, production, new orders, supplier deliveries, and inventories. Traders watch these surveys closely because purchasing managers, by virtue of their jobs, have early access to data about their company’s performance, which can be a leading indicator of overall economic performance. | |||||||
| 2008-08-06 | 23:50 | JPY | Core Machinery Orders | m/m | 10.4% | -9.6% | ![]() |
Core Machinery OrdersMeasures the total value of new orders placed with machine manufacturers, excluding orders for items with a volatile sales cycle. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When manufacturers increase their purchasing of machinery it signals that the manufacturing industry is in an expansion phase. | |||||||









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