Bleibt es bei einem zinsbullischen USD?
Für den USD ergab sich gestern ein erstaunlicher Handelstag, an dem er gegenüber all seinen Währungsgegnern zinsbullische Tendenzen verzeichnen konnte. Diese Wertsteigerung war am deutlichsten gegenüber dem EUR zu spüren, als der Kreuzkurs von 1,57 bis unter 1,56 fiel sowie gegenüber dem GBP, der von 1,99 bis auf unter 1,98 zurückging.
Economical News
USD
Für den USD ergab sich gestern ein erstaunlicher Handelstag, an dem er gegenüber all seinen Währungsgegnern zinsbullische Tendenzen verzeichnen konnte. Diese Wertsteigerung war am deutlichsten gegenüber dem EUR zu spüren, als der Kreuzkurs von 1,57 bis unter 1,56 fiel sowie gegenüber dem GBP. Dieser Kreuzkurs ging von 1,99 auf unter 1,98 zurück. Die Erholung des Dollars wurde von den gestern veröffentlichten Zahlen des S&P/CS HPI Composite-20 und des Verbrauchervertrauensindexes ausgelöst, die besser als erwartet ausfielen. Gleichzeitig sanken die Rohölpreise kräftig, was ebenso dazu beitrug, den Dollar zu stärken.
Beide Veröffentlichungen des gestrigen Handelstages verhalfen dem USD zu einem Aufwärtstrend. Der S&P/CS HPI Composite-20, der die Preisänderungen für Einfamilienhäuser in 20 Großstadtregionen misst, ging zwar zurück, jedoch weniger als prognostiziert. Größere Zuversicht konnte durch den Verbrauchervertrauensindex gewonnen werden, der allen Voraussagen nach schlechter als bei der vorausgegangenen Messung ausfallen sollte. Dies bestätigte sich jedoch nicht, der Index stieg sogar auf 51,9. Der Dollar konnte außerdem den Preisrückgang des Rohöls zu seinem Vorteil nutzen, der als Reaktion auf die sich inzwischen entwickelte allgemeine Vorstellung, dass die Rekordpreise des Rohöls dessen Nachfrage eindämpfen würden, erfolgte. Die Stärke der US-amerikanischen Wirtschaft spiegelte sich letztendlich auch in den Kursgewinnen des Dow Jones und S&P 500 wider, die gestern bei über 2% lagen.
Heute sind alle Augen in den USA auf die überaus bedeutsame Veröffentlichung der Änderungen der Arbeitsmarktzahlen ADP Nonfarm Employment Change gerichtet. Diese vom Arbeitsmarktdienstleister ADP (Automatic Data Processing) herausgegebene Einschätzung misst die voraussichtliche Abweichung in der Anzahl neuer Arbeitsplätze, exklusive der Pharmaindustrie und Regierung, auf den Vormonat bezogen. Die letzte Messung fiel äußerst schlecht aus, bei -79.000. Auch die heutigen Zahlen werden erwartungsgemäß negativ ausfallen, dabei jedoch nicht so schlecht wie die Vorzahlen, was den USD stärken sollte. Weitere einflussreiche Daten, die für heute erwartet werden, sind die Rohölbestände, die ebenfalls negativ ausfallen sollten, jedoch wiederum positiver als in der vergangenen Woche. Hier sei zu beobachten, welche Entwicklung für die Rohölpreise eintreten wird, die sich momentan auf einem kontinuierlichen Abwärtstrend befinden.
EUR
Der EUR verlor am gestrigen Handelstag gegenüber den meisten seiner Währungsgegner, mit Ausnahme des CHF, an Boden. Auch für den EUR ergaben sich gestern interessante Entwicklungen. Die einzige Veröffentlichung war der vorläufige deutsche Verbraucherpreisindex, der entgegen allen Erwartungen anstieg. Der infolge herausgegebener US-Wirtschaftsdaten entstandene Aufwärtstrend des USD verpasste dem EUR einen Schlag. Weiterer Grund für die Abwärtstendenz des EUR waren, abgesehen von den zinsbullischen Daten dessen Währungsgegner, Nachrichten aus Slowenien. Am Dienstag hatte Sloweniens Wirtschaftsminister erklärt, dass die Einführung des EUR im Jahre 2007 bedeutend zum Inflationsanstieg des Landes beigetragen hatte, dessen Höhepunkt der letzten sechs Jahre im Juni erreicht wurde. Darüber hinaus, so Vizjak, haben ebenfalls Preiserhöhungen infolge der Euro-Einführung und die Umstellungsschwierigkeiten seitens der Bevölkerung zur aktuellen Lage geführt. Nachdem der EUR mittlerweile in den meisten europäischen Ländern eingeführt worden ist, reagierten Anleger beunruhigt auf die von einem neuen EU-Mitglied stammenden negativen Worte.
Für den EUR wird heute ein eher ruhiger Handelstag erwartet, an dem lediglich eine Veröffentlichung auf dem Wirtschaftskalender der Eurozone steht. Das Verbrauchervertrauen wird voraussichtlich weiter sinken, denn die Stimmung der Verbraucher in Hinsicht auf die wirtschaftlichen Gegebenheiten scheint die Eurozone zu schwächen. Auch für den EUR sind die Rohölpreise selbstverständlich von großer Bedeutung. Diese werden, basierend auf den Einfluss des US-amerikanischen Rohölbestandsbericht sowie der ADPs auf den USD, eher volatil erwartet.
JPY
Abgesehen von seiner rückwärtigen Entwicklung gegenüber dem USD, konnte der JPY in Hinsicht auf seine restlichen Währungskontrahenten Aufwärtstendenzen verzeichnen. Der USD zeigte sich aufgrund zuvor veröffentlichter US-Wirtschaftsdaten unaufhaltsam und somit verlor der JPY, wie auch die übrigen Kreuzkurse, dem USD gegenüber an Boden. Dafür zeigt sich der JPY stark im Wechselkurs mit den anderen Währungen. Die auf den Export ausgerichtete japanische Wirtschaft, machte sich den Preisfall des Rohöls zu Nutze, der in seiner Konsequenz die Transportkosten japanischer Waren weltweit mindern sollte. Die einzigen gestern veröffentlichten Daten waren die vorläufigen Industrieproduktionszahlen, die einen höher als im Juni erwarteten Rückgang zu verbüßen hatten. Ursache dafür ist der Produktionsabbau in der Automobilindustrie sowie bei der Ausstattung zur Herstellung von Halbleiter-Chips, der eine direkte Antwort auf die steigenden Lagerbestände bei nachlassender Nachfrage darstellt.
Aus Japan wird heute im späteren Handelstagsverlauf nur eine Veröffentlichung erwartet: der Manufacturing PMI (vgl. dt. Einkaufsmanagerindex). Für diese Zahl gibt es bislang keine offizielle Prognose, doch ein Anstieg des Indexes wird einen positiven Einfluss auf die Landeswährung vernehmen lassen. Weiterer bedeutender Einflussfaktor auf den JPY, abgesehen von den Kreuzkursen, ist das Rohöl. Auch eine Fortsetzung des rückwärtig tendierenden Schwarzen Golds würde dem JPY zu seiner Erholung verhelfen.
Technical Analysis
EUR/USD
Die 1,56-Marke wurde gestern durchbrochen und die negative Tendenz dieses Paares fällt ausgesprochen stark aus. Die Bollinger Bands der 4-Stunden-Chart erweitern sich, was momentan auf hohe Kursschwankungen hinweist. Dennoch sind die Indikatoren der übrigen Charts nicht eindeutig. Für heute könnte die richtige Strategie lauten: auf deutlichere Signale zu warten.
GBP/USD
Auf der Stunden-Chart bildet sich eine sehr deutliche rückwärtige Handelsspanne heraus. Slow Stochastic und RSI der Stunden-Charts bestätigen diese Tendenz und deuten darauf hin, dass weiteres Potential für diese Entwicklung besteht. Auch die Oszillatoren der Tages-Charts verdeutlichen einen solchen Abwärtstrend. Die richtige Entscheidung für dieses Paar könnte verkaufen sein.
USD/JPY
Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart zeigt ein neu entstandenes rückwärtiges Kreuz und auch der Slow Stochastic der Tages-Chart bestärkt diese Entwicklungsrichtung. Dennoch lassen alle Indikatoren der Stunden-Charts ein lokales zinsbullisches Momentum erkennen. Hier könnte verkaufen, mit eng gesetzten Stopps, richtig sein.
USD/CHF
Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart hat ein Kreuz, Tendenz fallend, im „überkauftem“ Bereich geformt. Jedoch schwankt dieses um das 85-Slow Stochastic-Level, was bedeutet, dass sich dieses Paar in den nächsten Stunden sowohl in die eine als auch die andere Richtung entwickeln könnte. Auch hier sollten Anleger eindeutigere Signale abwarten.
Wild Card
Silber
Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart deutet auf ein zinsbullisches Momentum hin, während der Slow Stochastic der Stunden-Charts diese Tendenz ebenfalls bestärkt. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, sich einem viel versprechenden Aufwärtstrend anzuschließen.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.5685 | 1.9910 | 109.00 | 1.0540 | 0.9580 | 0.7965 |
| 1.5655 | 1.9880 | 108.70 | 1.0510 | 0.9550 | 0.7935 | |
| 1.5625 | 1.9850 | 108.40 | 1.0480 | 0.9520 | 0.7905 | |
| Support | 1.5555 | 1.9770 | 107.60 | 1.0410 | 0.9440 | 0.7835 |
| 1.5525 | 1.9740 | 107.30 | 1.0380 | 0.9410 | 0.7805 | |
| 1.5495 | 1.9710 | 107.00 | 1.0350 | 0.9380 | 0.7775 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-07-30 | 01:30 | AUD | Building Approvals | m/m | -6.5% | 1.0% | ![]() |
Building ApprovalsMeasures the number of new construction intentions. This data is a leading indicator for the construction industry since the issuance of a building permit is one of the first steps in the construction process. | |||||||
| 2008-07-30 | 09:00 | EUR | Consumer Confidence | -17 | -19 | ![]() | |
Consumer ConfidenceMeasures the mood of consumers in regard to economic conditions. The reading is derived from a monthly survey that asks respondents to evaluate the prospects for the economy in the future. GfK, a leading German market research company, publishes this indicator monthly. Higher readings point to higher consumer optimism. When consumers are optimistic they tend to purchase more goods and services, which stimulates the economy. | |||||||
| 2008-07-30 | 09:30 | CHF | Leading Index | m/m | 1.01 | 0.96 | ![]() |
Leading IndexMeasures overall economic health by combining ten leading indicators including average weekly hours, new orders, consumer expectations, housing permits, stock prices, and interest rate spreads. The index is published monthly by The Conference Board, a leading private US research group, but traders tend to pay little attention because the components that make up the index are reported at an earlier date. | |||||||
| 2008-07-30 | 12:15 | USD | ADP Nonfarm Employment Change | -79K | -58K | ![]() | |
ADP Nonfarm Employment ChangeMeasures the number of new jobs created in the previous month, excluding the farming industry. ADP, a leading provider of employment solutions for businesses, releases this indicator two days before the highly anticipated official Nonfarm Employment Change. ADP claims that this indicator has predictive value in regard to official statistics, but it hasn't yet gained acclaim from traders due to it's short history. | |||||||
| 2008-07-30 | 12:30 | CAD | RMPI | m/m | 3.1% | 3.3% | ![]() |
RMPIThe Raw Materials Price Index (RMPI) measures the rate of inflation for raw materials purchased by manufacturers. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because when manufactures pay more for goods and services, they are likely to pass the higher costs to the consumer. | |||||||
| 2008-07-30 | 12:30 | CAD | IPPI | m/m | 0.6% | 1.0% | ![]() |
IPPIThe Industrial Product Price Index (IPPI) measures the rate of inflation for goods as they are leaving the plant gate. Unlike other inflation measures, the IPPI excludes indirect taxes and all costs that occur between the time a good leaves the plant and the time the final user takes possession of it, such as transportation, wholesale, and retail costs. | |||||||
| 2008-07-30 | 14:35 | USD | Crude Oil Inventories | -1.6M | -1.2M | ![]() | |
Crude Oil InventoriesThe Energy Information Administration's (EIA) Crude Oil Inventories measures the weekly increase in barrels of commercial crude oil held in inventory by US firms. The level of inventories influences the price of petroleum products, which can have an impact on inflation and other economic forces. | |||||||
| 2008-07-30 | 23:01 | GBP | GfK Consumer Confidence | -34 | -37 | ![]() | |
GfK Consumer ConfidenceLevel of a diffusion index based on surveyed consumers | |||||||
| 2008-07-30 | 23:15 | JPY | Manufacturing PMI | 46.5 | * | ![]() | |
Manufacturing PMIThe Manufacturing Purchasing Manager's Index (PMI) measures the activity level of purchasing managers in the manufacturing sector, with a reading above 50 indicating expansion. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. To produce the index, purchasing managers are surveyed on a number of subjects including employment, production, new orders, supplier deliveries, and inventories. Traders watch these surveys closely because purchasing managers, by virtue of their jobs, have early access to data about their company’s performance, which can be a leading indicator of overall economic performance. | |||||||










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