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Tuesday, 29th Jul 2008ForexHint
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Economical News | Technical Analysis | Wild Card | Market Trend | Indicators

In welche Richtung treiben die Marktstimmungen den „neuen“ Dollar?

Der Dollar wurde gestern gegenüber dem EUR beinahe bei einem Rekordtief gehandelt, nachdem eine Reihe unerwarteter Nachrichten aus den USA veröffentlicht wurden und zu einer rückwärtigen Entwicklung des USD beitrugen. Als Antwort auf einen Anstieg der Ölpreise um $1 und wachsenden Mutmaßungen über einen weiteren Monat voller schwindender Zahlen des Wohnungswesens, bekamen Anleger lediglich einen Zuwachs von 100 Punkten des so häufig gehandelten Paares EUR/USD zu sehen.

Economical News

USD

Der Dollar wurde gestern gegenüber dem EUR beinahe bei einem Rekordtief gehandelt, nachdem eine Reihe unerwarteter Nachrichten aus den USA veröffentlicht wurden und zu einer rückwärtigen Entwicklung des USD beitrugen. Als Antwort auf einen Anstieg der Ölpreise um $1 und wachsenden Mutmaßungen über einen weiteren Monat voller schwindender Zahlen des Wohnungswesens, bekamen Anleger lediglich einen Zuwachs von 100 Punkten des so häufig gehandelten Paares EUR/USD zu sehen. Der USD verlor außerdem an Boden gegenüber dem JPY und dem GBP, als während des gestrigen Handelstages USD/JPY sich wieder zurück in Richtung der 107-Marke bewegten und GBP/USD nur knapp über 80 Punkte zulegten. Obwohl viele nach wie vor an den zunehmenden Aufwärtstrend des USD glauben, war es schwierig den vom Weißen Haus hervorgebrachten Tatsachen nicht ins Auge zu sehen: Die US-Regierung kündigte ein $482 Mrd. Rekorddefizit für den Etat 2009 an. Kurz nach Bekanntgabe dieser Zahl stürzten die US-Aktienmärkte ab und der USD verlor an 250 Punkten. Die Schwierigkeiten der US-amerikanischen Immobilienmärkte ließen außerdem erneute Sorgen um die Kreditmärkte aufkeimen. Darüber hinaus trug die Schließung von zwei, wenn auch kleineren, US-Banken durch die Regulierungsbehörden eher wenig zur Verbesserung der Stimmungslage bei. Der staatliche Einlagensicherungsfonds der US-Banken (FDIC) musste gestern die Kontrolle über zwei Banken an der US-amerikanischen Westküste aufgrund ihrer Illiquidität übernehmen.

In den Nachrichten waren gestern sowohl FOMC-Mitglied Frederic Mishkin als auch Finanzminister Henry Paulson zu vernehmen. Mishkin lieferte wenige Informationen, die die Märkte bewegten, während Paulson ein Konzept vorstellte, das entscheidend für den Ausblick der US-Wirtschaft sein könnte. Paulson, der bei einer Pressekonferenz in Washington D.C. sprach, trug sich mit dem Gedanken einer Einführung besicherter Anleihenmärkte, die helfen könnten, die Hypothekarfinanzierer Freddie Mac und Fannie May zu retten. Besicherte Anleihen sind gedeckte Schuldverschreibungen von Kapitalflussbeträgen aus Hypotheken oder dem öffentlichen Sektor. In der Tat verhinderte die zinsbullische Haltung von Paulson gestern einen noch erheblicheren Fall des USD. Seine Rede könnte sogar der Katalysator für eine eventuelle zinsbullische Woche des USD werden.Für heute wird aus den USA die Veröffentlichung des S&P HPI Composite und das Verbrauchervertrauen erwartet. Der S&P Composite misst die Preisänderungen für Einfamilienhäusern in 20 Großstadtregionen und wird voraussichtlich um 0,8% mehr als im Vormonat auf -15.3% sinken. Das Verbrauchervertrauen soll erwartungsgemäß von den vorangegangenen 50,4 auf 50,0 fallen. Während alle Indikatoren grundlegend auf einen Abwärtstrend des Dollars deuten, könnte jede Verbesserung der vorerwähnten Zahlen dazu beitragen, den Markt davon zu überzeugen, gegenüber dem USD zinsbullisch zu bleiben. Forex-Anleger sollten Dollar-Positionen in Verbindung zu Rohstoff-Positionen bringen, da die Wechselwirkung zwischen USD und Gold weiterhin zunimmt.

EUR

Der EUR katapultiert sich aufgrund schwacher Wirtschaftsdaten weiterhin in ungewisses Territorium. Obwohl der EUR gegenüber dem USD an 100 Punkten zulegen konnte, unterlag er starken Kursschwankungen gegenüber den anderen Währungen.

Zur Zeit werden aus der Eurozone die schlechtesten Zahlen innerhalb der letzten fünf Jahre veröffentlicht. Das deutsche Verbrauchervertrauen verdeutlichte gestern, dass die Verbraucher Europas größter Wirtschaftszone äußerst skeptisch gegenüber Ausgaben zu Zeiten solch volatiler Marktentwicklungen stehen. Die gestrige Liquiditätsschwäche verhinderte, dass der EUR einen weiteren Schlag erfuhr, während sich die Eurozone weiterhin in rückläufige Gefilde bewegt. Langsam verbreitet sich die Befürchtung, dass die Eurozone nicht in der Lage sie, die große Menge an negativen Wirtschaftsdatenveröffentlichungen auszugleichen, die mittlerweile an der Tagesordnung stehen, und das dies letztlich den EUR davon abhalten würde, wieder Boden gegenüber dem USD gutzumachen.

Immerhin lenkten gestern die vielen enttäuschenden Zahlen aus den USA von der einzigen Veröffentlichung der Eurozone, dem deutschen Verbrauchervertrauen, ab, was die Negativität der Eurozone etwas verebben ließ. Die wachsende Spannung in Hinsicht auf den Iran sowie eine Reihe von Übergriffen im Irak lösten einen schnellen Anstieg der Rohölpreise aus, was das gefragte EUR/USD-Paar bis auf die 1,57-Marke schnellen ließ.

Für heute steht auf dem europäischen Wirtschaftskalender der vorläufige Verbraucherpreisindex an, der sich voraussichtlich um 0,5% gegenüber dem Vormonat verbessern wird. Da diese Zahl heute die einzige Veröffentlichung aus Europa darstellen wird, können Anleger eher weniger Liquidität in Hinsicht auf die EUR-Kreuzkurse erwarten. Angesichts weiterhin schwankender Prognosen der US-Wirtschaft, könnte ein positiver Verbraucherpreisindex dazu beitragen, um so mehr Punkte gegenüber dem USD, nach dem Rückgang der vergangenen Woche, gutzumachen.

JPY

Gestern schwankten die Aktienmärkte weltweit, was direkten Einfluss auf den JPY hatte. Trotz einer schweren Woche in Bezug auf die Veröffentlichung japanischer Wirtschaftsdaten, bildeten die globalen Aktienmärkte die Hauptursache für die Entwicklung des JPY und seiner Kreuzwährungspaare. Diese sanken am gestrigen Handelstag angesichts eines 250-Punktefalls der US-amerikanischen Märkte. Der JPY erholte sich gestern gegenüber dem Dollar, nach der Veröffentlichung der enttäuschenden Zahlen der US-Wohnungsmärkte.

Am gestrigen asiatischen Handelstag veröffentlichte Japan eine Reihe von wichtigen Daten, die jedoch wenig dazu beitrugen, den JPY über den Eröffnungskurs zu bringen. Die Zahlen könnten sich allerdings als entscheidend für den weiteren Wochenverlauf erweisen. Die Einzelhandelsumsätze stiegen überraschend um 0,3% im Vergleich zum Vormonat und um 0,6% mehr als erwartet. Ebenfalls verbessert, jedoch nach wie vor im negativen Bereich, lagen die jährlichen Gesamthaushaltsausgaben, die um 1,8% fielen. Die Arbeitslosenquote war die einzige schlechte Zahl, die um 0,1% stieg und ein Rekordhoch von 4,1% innerhalb der letzten zwei Jahre erreichte. Zu beobachten sei die Auswirkung der japanischen Wirtschaftsdaten auf die Aktienmarktentwicklungen der bevorstehenden Woche sowie in Bezug auf die Entwicklungen an den Devisenmärkten.

Die vorläufigen Industrieproduktionszahlen sind die einzigen zu erwartenden Daten aus Japan am heutigen Handelstag. Diese wurden um at 23:50 GMT veröffentlicht und werden eher weniger Einfluss auf die Märkte nehmen.

Forex-Anleger, die in JPY-Kreuzwährungspaare angelegt haben, sollten ihr Augenmerk auf die heutigen Entwicklungen der Aktienmärkte richten, um einen Hinweis auf die Positionen zu erhalten.

Technical Analysis

EUR/USD

Die Tages-Chart gibt neu entstandene Signale eines Aufwärtstrends an und deutet darauf hin, dass sich die Abwärtstendenz inzwischen verabschiedet hat. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart bestätigt diese Neigung und lässt erkennen, dass das nach oben korrigierende Momentum noch Potential in sich trägt. Die richtige Strategie für heute kann hier lauten: Mit eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD

Die 4-Stunden-Chart zeigt, dass dieses Paar während der letzten zwei Wochen Kursschwankungen mit gemischten Tendenzen durchlebt. Ein rückwärtiges Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart verdeutlicht die Entstehung einer sich korrigierenden Abwärtsbewegung. Hier scheint verkaufen die richtige Entscheidung zu sein.

USD/JPY

Auf der 4-Stunden-Chart ist ein Aufwärtstrend in vollem Gange zu erkennen. Die deutliche zinsbullische Handelsspanne wurde bisher nicht durchbrochen, wobei 108,00 der nächste Richtpreis sein könnte. Auch auf der Tages-Chart ist diese Tendenz zu erkennen. Daher könnte am heutigen Handelstag Verkaufen die richtige Strategie für dieses Paar sein.

USD/CHF

Nachdem dieses Paar am letzten Freitag die 1,0400-Marke erreicht hatte, erfolgte eine gemäßigte rückwärtige Korrigierung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart weist ein Kreuz, Tendenz fallend, aus, was wiederum verdeutlicht, dass das das rückwärtige Momentum unversehrt bleibt. Hierbei könnte die richtige Entscheidung lauten: Verkaufen.

Wild Card

Rohöl

Die rückwärtige Korrigierung scheint ihren Tiefpunkt erreicht zu haben: Auf der Tages-Chart lassen sich deutliche zinsbullische Signale erkennen, die darauf hinweisen, dass das Rohöl bereit ist, seinen insgesamt zinsbullischen Trend wieder aufzunehmen. Forex-Anleger könnten sich eines günstigen Einstiegspreises bei einem bevorstehenden Aufwärtstrend erfreuen. forex

Market Trend

  EUR/USD GBP/USD USD/JPY USD/CHF AUD/USD EUR/GBP
Daily Trend down up up up down down
Weekly Trend up up up down up no
Resistance 1.5805 2.0040 108.36 1.0445 0.9635 0.7971
1.5785 2.0021 108.10 1.0410 0.9615 0.7945
1.5760 1.9970 107.80 1.0380 0.9595 0.7920
Support 1.5705 1.9915 107.20 1.0310 0.9482 0.7885
1.5674 1.9880 106.95 1.0287 0.9450 0.7854
1.5650 1.9864 106.70 1.0250 0.9432 0.7825

Indicators

DateTime GMT$€£¥EventPeriodPrev.ForecastImp
2008-07-2900:00AUD

Leading Index[?]

m/m0.3%-1

Leading Index

Measures overall economic health by combining ten leading indicators including average weekly hours, new orders, consumer expectations, housing permits, stock prices, and interest rate spreads. The index is published monthly by The Conference Board, a leading private US research group, but traders tend to pay little attention because the components that make up the index are reported at an earlier date.

2008-07-29EUR

German Prelim CPI[?]

m/m0.3%0.5%3

German Prelim CPI

Measures the change in the price of goods and services purchased by consumers.Consumer prices account for a majority of overall inflation. Inflation is important to currency valuation because rising prices lead the central bank to raise interest rates out of respect for their inflation containment mandate.

2008-07-2908:00CHF

Consumption Indicator[?]

1.910-3

Consumption Indicator

Measures the total amount spent by consumers on goods and services. UBS publishes this indicator up to three months before official statistics.

2008-07-2908:30GBP

Mortgage Approvals[?]

42K37K1

Mortgage Approvals

Measures the number of home loans issued during the previous month. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because large purchases tend to be made by consumers that are optimistic and confident in their financial position. Additionally, consumer borrowing has a high degree of historical correlation with consumer spending, which is a major driver of the overall economy.

2008-07-2908:30GBP

Net Lending to Individuals m/m[?]

m/m5.4B5.0B1

Net Lending to Individuals m/m

Measures the total value of outstanding consumer installment debt, such as credit cards and auto loans. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because historically consumer borrowing and spending have a high degree of correlation.

2008-07-2910:00GBP

CBI Distributive Trades Realized[?]

-9-153

CBI Distributive Trades Realized

The Confederation of British Industry (CBI) Distributive Trades Realized Survey measures the health of the retail sector by asking executives if their firm experienced an increase or decrease in sales compared to a year ago. A positive number indicates that more retailers reported an increase. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because Retail Sales make up a large portion of consumer spending, which is a major driver of the economy.

2008-07-2913:00USD

S&P/CS HPI Composite-20[?]

y/y-15.3%-16.1%1

S&P/CS HPI Composite-20

Change in the price of single-family homes in 20 metropolitan areas

2008-07-2914:00USD

Consumer Confidence Index[?]

50.450.05

Consumer Confidence Index

The Nationwide Consumer Confidence Index (NCCI) measures the mood of consumers in regard to economic conditions. The reading is derived from a monthly survey that asks respondents to evaluate the prospects for the economy in the future.

2008-07-2923:50JPY

Prelim Industrial Production[?]

m/m2.8%-1.7%3

Prelim Industrial Production

Change in the total inflation-adjusted value of output produced by manufacturers, mines, and utilities

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