Wird der USD-Kurs wieder umschlagen?
Der US-Dollar hatte gestern gegenüber seinen Währungskreuzen gemischte Ergebnisse zu verzeichnen. Dabei gab es drei wichtige Wirtschaftsveröffentlichungen aus den Vereinigten Staaten. Alle drei Indikatoren hatten einen negativen Einfluss auf den Dollar, jedoch ergaben sich für seine Währungsgegner ebenfalls baissierende Pressemitteilungen, was den Abwärtstrend des UDS wiederum ausglich.
Economical News
USD
Der US-Dollar hatte gestern gegenüber seinen Währungskreuzen gemischte Ergebnisse zu verzeichnen. Gegenüber dem EUR wurde der USD innerhalb der Spanne der vergangenen Tage gehandelt, während er gegenüber dem Yen in seinem Wert abfiel. Am gestrigen Handelstag gab es drei wichtige Wirtschaftsveröffentlichungen aus den Vereinigten Staaten. Alle drei Indikatoren hatten einen ziemlich negativen Einfluss auf den Dollar. Während der USD eher nachteilige Nachrichten erleiden musste, ergaben sich für seine Währungsgegner ebenfalls baissierende Pressemitteilungen, was einen Abwärtstrend des UDS wiederum ausglich.
Die Arbeitslosenanträge wurden gestern mit 406.000, über der 400.000-Marke und höher als erwartet gemessen. Auch die Zahl der Existing Home Sales (Verkäufe bestehender Häuser) fiel tiefer als prognostiziert. Zu diesem Thema hielt FOMC (Offenmarktausschuss der US-Notenbank) -Mitglied Geithner vor dem US-Abgeordnetenhaus eine Ansprache. Das Abgeordnetenhaus stimmte über die Verabschiedung einer ganzen Reihe von Gesetzesentwürfen in Bezug auf das Wohnungswesen ab, darunter ein Programm in Höhe von $300 Mrd. zur Refinanzierung sorgenschwerer Hypotheken, eine neue Regelung für die staatlich geförderten Unternehmen Fannie Mae (FNM) und Freddie Mac (FRE) sowie eine Instandsetzung des US-Bundesunterministerium für Wohnfragen. Darüber hinaus wurde der Erdgas-Bericht (Natural Gas Storage Index) veröffentlicht, der wie erwartet ausfiel und keinen bedeutenden Einfluss auf den USD hatte.
Für heute werden wieder eine Reihe von Wirtschaftsdatenveröffentlichungen und in Folge derer Kursschwankungen erwartet. Zu Beginn des Tages stehen die Zahlen der langlebigen Gebrauchsgüter an, die erwartungsgemäß weiterhin negative Werte und einen Rückgang des Wirtschaftswachstums ausgeben werden. Der überarbeitete UoM Consumer Sentiment (Verbrauchervertrauensindex der Universität von Michigan), der die wirtschaftliche Verfassung der Verbraucher misst, wird voraussichtlich leicht unter den Zahlen der letzten Erhebung liegen. Für den Dollar jedoch von größerer Bedeutung werden die Verkäufe von Hausneubauten sein, die um 14:00 GMT erwartet werden und ebenfalls unter dem Vormonatswert liegen sollen. Alle Wirtschaftsveröffentlichungen werden für den USD erwartungsgemäß negativ ausfallen. Daher sollten Anleger in Betracht ziehen, den Dollar heute zu verkaufen.
EUR
Der EUR hatte gestern gegenüber den meisten seiner Währungsgegner eher negative Tendenzen zu verzeichnen. Während des gesamten gestrigen Handelstages unterlag er Kursschwankungen gegenüber dem USD, nachdem für beide Währungen baissierende Pressemitteilungen veröffentlich wurden. Infolge dessen verlor der EUR auch gegenüber dem JPY und dem CHF an Wert. Die Rating-Agentur Standard and Poor's berichtete, dass der Finanzpolitik der Europäischen Union zwei schwere Jahre bevorstünden, da sich, in Anbetracht der abgeschwächten Weltwirtschaft, Einnahmen reduzierten und Ausgaben ansteigen würden. Des Weiteren stellte der Bericht die Länder Frankreich und Spanien heraus, die voraussichtlich besonders schweren Zeiten entgegensehen. Für das gesamte Jahr 2007 hatte Frankreich es, aufgrund der französischen Regierung, nicht geschafft, das Zielbudget zu erreichen. In Spanien waren die landesweiten Wahlen die Missetäter, die eine Überschreitung der Aufwendungen verursachten.
Der EUR musste gestern einige negative Wirtschaftsdaten verschmerzen. Die größten Tiefschläge stellten dabei der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex sowie der deutsche Geschäftserwartungsindex dar, die beide bedeutend unter den erwarteten Zahlen lagen. Die Indizes des Manufacturing PMI (vgl. Einkaufsmanagerindex) und des PMI Dienstleistungssektor (Services PMI), die aus Frankreich und der EU veröffentlicht wurden, fielen ebenfalls schlechter als prognostiziert aus, was den Anschein erweckt, dass ein Ende dieses Trends noch nicht abzusehen ist.
Für heute werden aus der Eurozone lediglich zwei Veröffentlichungen erwartet, deren Indikatoren voraussichtlich, im Vergleich zu den vorherigen Zahlen, schlechter ausfallen werden: Der deutsche Einfuhrpreisindex wird erwartungsgemäß bei 1% veranschlagt, was einen bedeutenden Rückgang darstellt, sowie die Geldmenge M3, die ebenfalls um weniger als bei der letzten Messung ansteigen soll. Auch wenn die Wirtschaftsdaten der EUR-Währungskreuze zuletzt eher nicht überzeugend waren, könnte der EUR heute erneut einem Abwärtstrend entgegensehen.
JPY
Der JPY konnte gestern zinsbullische Tendenzen gegenüber seinen Währungskreuzen verzeichnen. Während des Handelstages fiel das USD/JPY-Paar von fast 108 Punkten auf ein gestriges 107-Punkte-Tief. Gegenüber dem EUR brach der JPY sogar bis unter die 168-Marke. Abgesehen davon, dass der JPY von den negativen Wirtschaftsdaten seiner Währungsgegner profitierte, kamen drei wichtige Veröffentlichungen aus Japan, die alle gleichwertig waren und die Erwartungen der Experten sogar übertrafen. Der Tokio- sowie der Nationale Kern-CPI (Verbraucherpreisindex) fielen beide positiv und entsprechend den Prognosen aus, während der CSPI (Corporate Services Price Index), der unter anderem die Veränderungen der Durchschnittspreise von Dienstleistungen für Unternehmen misst, alle Erwartungen übertraf. Dieser Indikator verdeutlicht, dass Japans Kerninflation im Juni, verglichen mit den letzten zehn Jahren, aufgrund von steigenden Benzin- und Lebensmittelpreisen, im Eiltempo angestiegen ist.
Aus Japan werden für heute keine Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten erwartet. Dafür sehen wir so einigen Pressemitteilungen aus den USA und der Eurozone entgegen, die Einfluss auf die Währungsgegner des Yen haben werden. Diese Daten werden erwartungsgemäß überwiegend negativ ausfallen, was Anleger dazu veranlassen könnte, ihr Augenmerk auf weitere zinsbullische Entwicklungen des JPY gegenüber diesen Währungskreuzen zu richten.
Technical Analysis
EUR/USD
Dieses Paar schwankt auf der Tages-Chart zur Zeit um die äußerst starke Widerstandsmarke von 1,5700. Sollte das Paar es schaffen, die 1,5650-Marke zu durchbrechen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich eine starke Abwärtstendenz herausbilden wird, bei einem potentiellen Zielbereich von 1,5500. Die richtige Strategie könnte für heute lauten: Mit eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
GBP/USD
Nach seiner letztlich rückwärtigen Korrigierung, scheint sich dieses Paar nun um die 1,9850-Marke zu konsolidieren. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart lässt jedoch ein zinsbullisches Kreuz erkennen und suggeriert somit die Wiederaufnahme eines allgemein zinsbullischen Trends. Für Anleger könnte es richtig sein, zu kaufen.
USD/JPY
Der starke Abwärtstrend, der hier während der letzten Tage stattfand, scheint weiteres Potential in sich zu haben. Der RSI der 4-Stunden-Chart hatte die 50er Linie überquert, was ein Hinweis darauf sein könnte, dass dieses Paar weiterhin fallen wird. Auch das Kreuz,Tendenz fallend, das sich um den Slow Stochastic der Tages-Chart herausbildet, unterstützt diese Entwicklungsrichtung. Der nächste Richtpreis könnte bei 106,00 liegen.
USD/CHF
Nachdem dieses Paar die 1,0400-Marke durchbrochen hatte, konnte es seinen Aufwärtstrend nicht wieder aufnehmen. Stattdessen stellte sich eine gemäßigte rückwärtige Korrigierung ein. Der RSI der 4-Stunden-Chart gelang bis über die 70er Linie, was darauf hinweist, dass der Markt „überkauft“ ist und seitdem fällt. Ein fallender Kreuzkurs des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart bestätigt den bevorstehenden Abwärtstrend. Die richtige Entscheidung für heute könnte lauten: Verkaufen.
Wild Card
Silver
Nachdem das Silber bis auf die 17,05-Marke gefallen ist, konnte es ein zinsbullisches Comeback verzeichnen. Inzwischen sind alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart aufwärts gerichtet und weisen auf ein Fortbestehen dieses Aufwärtstrends hin. Hierbei bietet sich Forex -Anlegern eine gute Gelegenheit, einem steigenden Aufwärtstrend zu günstigen Einstiegspreisen beizutreten.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.5821 | 1.9947 | 107.58 | 1.0426 | 0.9686 | 0.7998 |
| 1.5798 | 1.9923 | 107.36 | 1.0389 | 0.9658 | 0.7973 | |
| 1.5772 | 1.9898 | 107.12 | 1.0367 | 0.9633 | 0.7951 | |
| Support | 1.5699 | 1.9826 | 106.43 | 1.0295 | 0.9562 | 0.7879 |
| 1.5673 | 1.9801 | 106.21 | 1.0271 | 0.9537 | 0.7855 | |
| 1.5654 | 1.9775 | 105.94 | 1.0242 | 0.9519 | 0.7831 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-07-25 | 06:00 | EUR | German Import Price Index | m/m | 2.4% | 1.0% | ![]() |
German Import Price IndexMeasures the monthly rate of inflation for imported goods. | |||||||
| 2008-07-25 | 08:00 | EUR | M3 Money Supply | y/y | 10.5% | 10.3% | ![]() |
M3 Money SupplyMeasures the annual change in currency outstanding. Higher levels of currency can have a devaluing effect on the currency. | |||||||
| 2008-07-25 | 08:30 | GBP | Prelim GDP | q/q | 0.3% | 0.2% | ![]() |
Prelim GDPMeasures the annualized change in the value of all goods and services produced by the economy. It's the broadest measure of economic activity and the primary gauge of the economy's health | |||||||
| 2008-07-25 | 08:30 | GBP | Index of Services | q/q | 0.3% | 0.4% | ![]() |
Index of ServicesMeasures the gross value added (GVA) of all service sectors. GVA is the difference between the value of a service provided (output), and the value of the goods and services used up in providing that service (intermediate consumption). | |||||||
| 2008-07-25 | 12:30 | USD | Core Durable Goods Orders | m/m | -0.8% | -0.2% | ![]() |
Core Durable Goods OrdersDerivative of Durable Goods Orders that excludes the Transportation components. Orders for aircraft occur in periodic burst and can severely distort the underlying trend, so traders tend to focus more on this indicator than the overall Durable Goods Orders. | |||||||
| 2008-07-25 | 12:30 | USD | Durable Goods Orders | m/m | 0.0% | -0.3% | ![]() |
Durable Goods OrdersMeasures the total value of new purchase orders placed with domestic manufacturers for hard goods with a life expectancy of more than 3 years, such as automobiles, computers, appliances, and airplanes. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because an increased level of purchase orders signals that manufacturers will be busy in the months to come as they work to fill the orders. Traders watch this indicator closely because of it's predictive abilities. | |||||||
| 2008-07-25 | 13:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 56.6 | 56.2 | ![]() | |
Revised UoM Consumer SentimentUniversity of Michigan (latest release) Next Release Aug 29, 2008 Measures Level of a composite index based on surveyed consumers; Usual Effect Actual > Forecast = Good for currency; Frequency Released monthly, around the end of the current month; FF Notes The 'Previous' listed is the 'Actual' from the Preliminary release and therefore the 'History' data will appear unconnected. There are two versions of this report released about 15 days apart – Preliminary and Revised. The Preliminary release is the earliest and thus tends to have the most impact; Also Called Reuters/University of Michigan Consumer Sentiment; Derived Via Survey of about 500 consumers which asks respondents to rate the relative level of current and future economic conditions; Acronyms University of Michigan (UoM); | |||||||
| 2008-07-25 | 14:00 | USD | New Home Sales | 512K | 504K | ![]() | |
New Home SalesMeasures the annualized number of new residential buildings that were sold during the previous month. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because the housing market is a leading gauge for the overall economy. A high level of housing activity signals that the construction industry is healthy and that consumers have the capital to make large investments. More importantly, new housing activity creates an economic ripple effect as home owners buy goods such as appliances and furniture for their homes, and builders buy raw materials and hire more workers to meet demand. | |||||||










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