Dollar-Kursgewinne aufgrund von Turbulenzen in der Eurozone.
Der US-Dollar konnte gestern gegenüber all seinen Hauptwährungsgegnern dazu gewinnen. Grund für diese Zugewinne ist die direkte Reaktion auf die Ansprachen des US-Finanzministers Henry Paulson sowie des US-Notenbankchefs von Philadelphia Charles Plosser. Beide stellten ihre politischen Linien dar, die den Dollar stärken könnten.
Economical News
USD
Der US-Dollar konnte gestern gegenüber all seinen Hauptwährungsgegnern dazu gewinnen. Anleger sollten beachten, dass der US-Dollar ein Rekordhoch der letzten 10 Tage gegenüber dem EUR bei 1,5757 erreichte. Der Dollar stieg um 150 Punkte an und notierte schlussendlich bei 1,5780. Gegenüber dem CHF konnte der US-Dollar über 130 Punkte verzeichnen, als er bei 1,0307 schloss. Gegenüber dem JPY wiederum gewann der Dollar ca. 90 Punkte dazu und schloss bei 107,31. Grund für diese Zugewinne ist die direkte Reaktion auf die Ansprachen des US-Finanzministers Henry Paulson sowie des US-Notenbankchefs von Philadelphia Charles Plosser. Beide stellten ihre politischen Linien dar, die den Dollar stärken könnten. Finanzminister Paulson verkündete aufmunternde Worte in Bezug auf die Hypothekenkrise, während Präsident Plosser andeutete, dass die Zinssätze in näherer Zukunft ansteigen könnten. Darüber hinaus wurden zwei Indikatoren veröffentlicht: der Richmond Manufacturing Index und der U.S Home Price Index (Eigenheimpreise). Beide Indizes gingen zurück: -16%, bzw. -0,3%. Zumindest fiel der Index der Eigenheimpreise weniger als erwartet.
Heute werden in den USA lediglich zwei weiteren Indikatoren entgegen gesehen. Die Rohölbestände könnten sich, angesichts des Dollar-Anstiegs am gestrigen Handelstag, erhöhen, so wie dies auch beim letzten Mal der Fall war, als dieser Indikator die Analysten überraschte und anstieg. Genauso steht die Veröffentlichung des Beige Book bevor, was bislang jedoch von Anlegern weniger an Beachtung erfährt, da es als sekundäre Quelle gilt.
Die US-Banken versuchen durch den Verkauf ihrer gewinnbringenden Geldanlagen-Bereiche so viel wie möglich Bargeld zu erheben. Dies geschieht trotz jüngster Erhöhung ihrer Aktien. Im Falle einer Veräußerung dieser Bereiche an Käufer im Ausland, müssten diese ihr Geld in US-Dollar einlösen, um dem Geschäftsabschluss nachzukommen. Somit soll eine größere Nachfrage des US-Dollar erfolgen und der kürzlich eingetretene Trend sich fortsetzen.
Anleger sollten ihr Augenmerk auf die Rohölbestände als Indikator richten, bevor sie sich ein Bild über die heutige Tendenz machen.
EUR
Der EUR schwächte gegenüber den meisten Hauptwährungen ab, mit Ausnahme des CHF. Am bedeutendsten war der Fall mit 150 Punkten gegenüber dem USD, als er bei einem Tagestief von 1,5780 schloss. Diese Entwicklung lag nicht im Zusammenhang mit Veröffentlichungen aus der Eurozone, die am gestrigen Handelstag ausblieben.
Im Gegensatz dazu werden für heute drei Wirtschaftsindikatoren aus der Eurozone erwartet. Die französischen Verbraucherausgaben, die voraussichtlich einen Abwärtstrend verzeichnen werden und bei -0,6% stehen sollten. Die anderen beiden Indikatoren dürften eher kein Auswirkungen auf den EUR haben: Die italienischen Einzelhandelsumsätze werden bei -0,1% und die Industrie-Auftragseingänge, die neue Auftragsbestellungen regionaler Hersteller von lang- und kurzlebigen Wirtschaftsgütern messen, bei -1,3% erwartet.
Folglich könnte die bevorzugte Strategie für heute lauten: Verkaufen. Anleger sollten dabei jedoch sehr achtsam gegenüber Nachrichten aus anderen einflussreichen Ländern sein.
JPY
Der Yen beendete den gestrigen Handelstag mit gemischten Ergebnissen. Gegenüber dem US-Dollar verlor er fast 90 Punkte und schloss letztendlich bei 107,31. Dagegen gewann der Yen gegenüber dem CHF an 55 Punkten, als er bei 104,09 notierte. Diese Tendenzen ergaben sich aus globalen Veröffentlichungen, da Japan gestern vom Wirtschaftskalender abwesend war.
Für heute wird ein Indikator aus Japan erwartet: die Handelsbilanz wird voraussichtlich bei 0,28 T liegen. Dieser Indikator misst die Differenz zwischen Import / Export innerhalb eines bilanzierten Monats. Anleger sollten daran denken, dass am Donnerstag, unter anderen Indikatoren auch der Tokio-Kern-Verbraucherpreisindex, der die jährlichen Preisänderungen misst, veröffentlicht wird. Heute sollten Anleger einen Blick auf die Währungskontrahenten des Yen richten, bevor sie in den Markt einsteigen.
Technical Analysis
EUR/USD
Nach einem starken Rückgang am gestrigen Handelstag, setzen sich die Kursschwankungen fort, während sich dieses Paar eher ziellos auf der 4-Stunden-Chart bewegt. Alle Oszillatoren schwanken nach wie vor im neutralen Bereich ohne eindeutige Richtungsweisung. Auf der Stunden-Chart scheint sich ein gemäßigtes zinsbullisches Momentum herauszubilden. Dennoch sollten Forex-Anleger auf deutlichere Signale warten, bevor sie in diesen Markt einsteigen.
GBP/USD
Trotz des gewaltigen Sturzes gestern, bleibt die zinsbullische Handelsspanne auf der Tages-Chart unberührt. Laut der 4-Stunden-Chart ist dieses Paar „überverkauft“, daher könnte ein neu entstehendes zinsbullisches Momentum auch auf dieser unmittelbar bevorstehen. Eine bevorzugte Strategie für heute könnte lauten: Mit eng gesetzten Limits zu kaufen.
USD/JPY
Dieses Paar befindet sich nach wie vor in einer zinsbullischen Anordnung und schwankt um die 107,30-Marke. Das Momentum der 4-Stunden-Chart ist äußerst stark und allem Anschein nach könnte ein Antesten der Fibonacci-Marke bei 108,00 bald erfolgen. Bollinger Bands verengen sich auf der 4-Stunden-Chart, was ein Hinweis auf die Zunahme von Volatilität sein könnte. Hier bietet sich eine gute gewinnbringende Handelsgelegenheit für Anleger am heutigen Handelstag.
USD/CHF
Sowohl auf den Stunden- als auch auf der Tages-Chart zeichnen sich starke zinsbullische Signale ab. RSI und Momentum haben eine positive Tendenz. Es sind keine Indikatoren für eine bevorstehende Umkehrung des Aufwärtstrends dieses Paares zu erkennen. Anleger können ihre Gewinne maximieren, wenn sie bei konstanten Long-Positionen einsteigen.
Wild Card
Silber
Auf der Tages-Chart bildet sich ein äußerst präzise fallende Handelsspanne heraus, deren Durchbruch des unteren Levels gerade bestätigt ist. Das Silber bietet mittlerweile genug tendenziell fallendes Momentum, um in den 17,00-Bereich zu gelangen. Hier bietet sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit, diesen technischen Kursausschlag zu nutzen, um in einen viel versprechenden Abwärtstrend einzusteigen.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.5870 | 2.0010 | 108.05 | 1.0380 | 0.9770 | 0.8000 |
| 1.5850 | 1.9990 | 107.85 | 1.0360 | 0.9750 | 0.7980 | |
| 1.5820 | 1.9960 | 107.55 | 1.0330 | 0.9720 | 0.7950 | |
| Support | 1.5760 | 1.9900 | 106.95 | 1.0270 | 0.9660 | 0.7890 |
| 1.5730 | 1.9870 | 106.65 | 1.0240 | 0.9630 | 0.7860 | |
| 1.5710 | 1.9850 | 106.45 | 1.0220 | 0.9610 | 0.7840 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-07-23 | 01:30 | AUD | CPI | q/q | 1.3% | 1.2% | ![]() |
CPIThe Consumer Price Index (CPI) measures the rate of inflation (i.e., the rate of price changes) experienced by consumers when purchasing goods and services. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. The primary objective of the central bank is to achieve price stability; when inflation rises above an annualized rate of approximately 2%, they will respond by raising interest rates to bring prices down. Higher interest rates attract foreign investment, thus increasing demand for the nation's currency. CPI is one of the most closely watched indicators and will usually have a high impact upon release. | |||||||
| 2008-07-23 | 01:30 | AUD | Trimmed Mean CPI | q/q | 1.2% | 1.1% | ![]() |
Trimmed Mean CPIDerivative of the Consumer Price Index (CPI) that factors in the seasonality of certain price components and excludes price changes that fall in the outside 30% of the price change distribution for all CPI components. | |||||||
| 2008-07-23 | 06:45 | EUR | French Consumer Spending | m/m | 2.0% | -0.5% | ![]() |
French Consumer SpendingMeasures the total amount spent by consumers on goods and services. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because consumer spending is a major driver of the economy, accounting for about two-thirds of GDP. | |||||||
| 2008-07-23 | 08:00 | EUR | Italian Retail Sales | m/m | 0.0% | - | ![]() |
Italian Retail SalesMeasures the value of sales at the retail level. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because Retail Sales make up a large portion of consumer spending, which is a major driver of the economy and has a sizable impact on GDP. Traders pay close attention to Retail Sales because it is usually the first significant indicator of the month that relates to consumer behavior and is susceptible to surprises. | |||||||
| 2008-07-23 | 08:30 | GBP | MPC Meeting Minutes | 8-1 hld | - | ![]() | |
MPC Meeting MinutesThe Bank of England (BOE) Monetary Policy Committee (MPC) Meeting Minutes are a detailed record of the committee's interest rate meeting held about two weeks earlier. The minutes expose the votes cast at the meeting and can give traders further insight into the central bank's stance on monetary policy. Traders carefully comb the minutes for clues regarding future interest rate shifts. | |||||||
| 2008-07-23 | 08:30 | GBP | BBA Mortgage Approvals | 28.0K | - | ![]() | |
BBA Mortgage ApprovalsThe British Bankers' Association (BBA) Mortgage Approvals measures the number of mortgage approvals issued by the BBA for home purchases in the previous month. A higher number of approvals points to a healthy housing market. The housing market is a key influence on consumer spending because two thirds of households own their own home. | |||||||
| 2008-07-23 | 09:00 | EUR | Industrial New Orders | m/m | 2.5% | - | ![]() |
Industrial New OrdersMeasures the value of new purchase orders placed with domestic manufacturers for durable and non-durable goods. | |||||||
| 2008-07-23 | 10:00 | GBP | CBI Industrial Trends Orders | 1 | - | ![]() | |
CBI Industrial Trends OrdersThe Confederation of British Industry (CBI) Industrial Trends Orders measures the value of new purchase orders placed with domestic manufacturers. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. A busy manufacturing industry is a positive sign that the economy is expanding, and this survey points to how busy manufacturers will be in the months to come as they work to fill new orders. | |||||||
| 2008-07-23 | 11:00 | CAD | Core CPI | m/m | 0.3% | - | ![]() |
Core CPIDerivative of the Consumer Price Index (CPI) that excludes the volatile Food, Energy, Alcohol and Tobacco items. CPI with the exclusion of these volatile components is thought to be a better indicator of the underlying inflation trend and the central bank uses it as their primary inflation gauge, aiming to keep it at an annualized rate of 2%. | |||||||
| 2008-07-23 | 11:00 | USD | CPI | m/m | 1.0% | - | ![]() |
CPIThe Consumer Price Index (CPI) measures the rate of inflation (i.e., the rate of price changes) experienced by consumers when purchasing goods and services. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. The primary objective of the central bank is to achieve price stability; when inflation rises above an annualized rate of approximately 2%, they will respond by raising interest rates to bring prices down. Higher interest rates attract foreign investment, thus increasing demand for the nation's currency. CPI is one of the most closely watched indicators and will usually have a high impact upon release. | |||||||
| 2008-07-23 | 14:35 | USD | Crude Oil Inventories | 3.0M | - | ![]() | |
Crude Oil InventoriesThe Energy Information Administration's (EIA) Crude Oil Inventories measures the weekly increase in barrels of commercial crude oil held in inventory by US firms. The level of inventories influences the price of petroleum products, which can have an impact on inflation and other economic forces. | |||||||
| 2008-07-23 | 18:00 | USD | Beige Book | * | * | ![]() | |
Beige BookProvides a look at how regional Federal Reserve branches view the economy in their area. It is produced two weeks before the monetary policy meetings of the Federal Open Market Committee (FOMC), who uses the book's anecdotal evidence to help determine the path for interest rates. | |||||||
| 2008-07-23 | 21:00 | NZD | Monetary Policy Statement | * | * | ![]() | |
Monetary Policy StatementIt's the primary tool the RBNZ uses to communicate with investors about monetary policy. It contains the outcome of their decision on interest rates and commentary about the economic conditions that influenced their decision. Most importantly, it projects the economic outlook and offers clues on the outcome of future rate decisions | |||||||
| 2008-07-23 | 21:00 | NZD | Official Cash Rate | 8.25% | - | ![]() | |
Official Cash RateMeasures the interest Interest rate at which banks lend balances held at the RBNZ to other banks. Short term interest rates are the paramount factor in currency valuation - traders look at most other indicators merely to predict how rates will change in the future. | |||||||
| 2008-07-23 | 23:50 | JPY | Trade Balance | 0.64T | - | ![]() | |
Trade BalanceMeasures the difference in value between imported and exported goods and services. A positive Trade Balance indicates that more goods and services were exported than imported over a given period. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When higher levels of exports are sold to the world, demand for the nation's currency is elevated as foreigners convert their native currency to purchase the exports. The Trade Balance also has a sizable impact on GDP because high demand for exports creates increased employment and production, as domestic factories work to fill this demand. | |||||||









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