USD bleibt bei Sorge um wirtschaftliche Abschwächung unter Druck.
Economical News
USD
Gestern war für den Dollar ein Tag voller Abwärtstrends. Der US-Dollar verlor fast 100 Pips gegenüber dem EUR und setzte den EUR\USD um die 1,5920-Marke fest. Auch gegenüber dem GBP spielte sich ein ähnliches Szenario ab, während GBP/USD von 1,9940 auf 2,0040 anstiegen.
Da seit Beginn der Handelswoche keine bedeutenden Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht wurden, verschlechtere sich der Dollar größtenteils aufgrund dürftiger Analystenprognosen anstehender Leitindikatoren für den späteren Wochenverlauf. Voraussichtlich werden sowohl die Eigenheimverkäufe aus dem Bestand (Existing Home Sales) als auch die Verkäufe von Hausneubauten (New Home Sales) im Vergleich zu den gemessenen Zahlen vergangenen Monats zurückgehen. Im Gegensatz dazu wird die US-Arbeitslosenquote erwartungsgemäß ansteigen, während die Bestellungen langlebiger Wirtschaftsgüter (Durable Goods Orders) wahrscheinlich weiterhin negative Zahlen liefern werden. All dies zeigt, dass die Konjunkturschwäche nach wie vor unversehrt bleibt. Eine weitere Sorge für Anleger sind die starken Umsatzrückgänge von American Express. Für den größten US-amerikanischen Kreditkartenanbieter ergibt sich ein wirtschaftlicher Abschwung von 37%, was eine Verstärkung des US-amerikanischen Wachstumsrückgangs verdeutlicht.
Für heute erwarten wir die Veröffentlichung von zwei Indikatoren: den U.S Home Price Index (Eigenheimpreise) sowie den Richmond Manufacturing Index. Beide werden voraussichtlich negative Zahlen liefern, wobei sie jedoch wenig Einfluss auf die Märkte haben sollten. Des Weiteren werden zwei wichtige Reden gehalten: zum einen von US-Finanzminister Henry Paulsen sowie vom Präsidenten der US-Notenbank Philadelphia Charles Plosser. In Anbetracht mangelnder wichtiger Finanzindikatoren, könnten die Ansprachen eine stärkere Wirkung auf die Märkte als normalerweise haben. Es scheint, als wenn lediglich zinsbullisch geprägte Reden einen weiteren Wertrückgang des Dollars verhindern könnten, denn dieser könnte erwartungsgemäß seinen Abwärtstrend fortsetzen und dabei ein neues Rekordtief gegenüber dem EUR erreichen.
EUR
Der EUR hatte am gestrigen Handelstag Kursschwankungen gegenüber seinen Hauptwährungsgegnern zu verzeichnen. Der EUR konnte gegenüber dem USD in hohem Maße an Wert gewinnen und unterlag Kursschwankungen gegenüber den restlichen Währungen.
Der Aufwärtstrend des EUR zum Dollar ergab sich größtenteils aus der dürftigen Prognose der US-Wirtschaft als aus positiven Wirtschaftsdaten der Eurozone, da aus dieser seit Wochenbeginn keine wichtigen Zahlen veröffentlicht wurden. Dies sei auch der Grund, warum der EUR gegenüber seinen übrigen Währungsgegnern keine zinsbullischen Entwicklungen zu verzeichnen hatte.
In einem gestrigen Interview an vier europäische Zeitungen sagte der Vorsitzende der Europäischen Zentralbank (EZB) Jean-Claude Trichet, dass das Gesamtwachstum der Eurozone sich, trotz negativer Wirtschaftsdaten, wie z. B. der Europäischen Industrieproduktionen, die einen Rekordsturz innerhalb eines Monates seit 1992 an den Tag legten, im weiteren Verlauf des Jahres erwartungsgemäß von seinem derzeitigen Rückgang erholen werde. Ungeachtet der zinsbullisch geprägten Aussage, vermied Trichet wohlüberlegt, jegliche Informationen in Bezug auf zukünftige Beeinflussung der Zinssätze seitens der EZB bereitzustellen. Doch scheint ein Anstieg der Zinssätze unter Berücksichtigung, dass das Wirtschaftswachstum der Eurozone im zweiten Quartal nicht als positiv erwartet wird, eher unwahrscheinlich.
Da für heute keine Wirtschaftsdaten veröffentlicht werden, sollten Anleger ihr Augenmerk auf die Entwicklung des US-Dollars sowie der Ölpreise richten, die am heutigen Handelstag eine wichtige Rolle spielen sollten.
JPY
Gestern ergaben sich gemischte Ergebnisse für den JPY gegenüber seinen Hauptwährungsgegnern. Der JPY stieg gegenüber dem USD leicht an, durchlebte jedoch Kursschwankungen gegenüber dem EUR und GBP.
Der einzige gestern aus Japan veröffentlichte Indikator war der All Industry Activity Index, der als umfassender angebotsseitiger Indikator für die gesamtwirtschaftliche Leistung angesehen werden kann. Dieser Index stieg um 0,4% von April auf Mai an. Das japanische METI, Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie, berichtete, dass die Zunahme der Industrieproduktionen die geringeren Aufwendungen des Dienstleistungsgewerbes mehr als ausgleichen würden.
Im späteren Verlauf der Woche sollten die japanischen Wirtschaftsprognosen den JPY unterstützen, da sowohl der Tokio- als auch der Nationale Kern-Verbraucherpreisindex voraussichtlich eine Fortsetzung positiver Zahlen hervorbringen sollten.
Für heute ist der JPY vom Wirtschaftskalender abwesend, was Anlegern die Gelegenheit gibt, sich die starken, zum späteren Wochenverlauf erwarteten Preisentwicklungen zu Nutze zu machen. Folglich könnten Anleger neue Positionen bei derzeit stabilen Preiszonen eröffnen, um diese anschließend mit hohen Gewinnen bei erwartungsgemäß eintretender Volatilität des Marktes wieder zu schließen.
Technical Analysis
EUR/USD
Der Kursschwankungsbereich auf der 4-Stunden- sowie auf der Tages-Chart beginnt, sich in eine sich verengende zinsbullische Spanne zu wandeln. Das Paar nähert sich deren oberen Bereich und mit absolut engen Bollinger Bands liegt die mögliche Testmarke von 1,6000 durchaus nah. Anleger sollten in Bezug auf einen möglichen Durchbruch achtsam sein, der einen großartigen Zeitpunkt zum Kauf für ein starkes zinsbullisches Momentum bieten könnte.
GBP/USD
Die Tages-Chart gibt gemischte Signale aus, während der RSI im neutralen Bereich schwankt. Wiederum zeigt der Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart ein ziemlich starkes zinsbullisches Momentum. Dabei bestätigt der RSI, dass die Richtung in der Tat aufwärts deutet. Auch die Stunden-Charts verdeutlichen diesen Aufwärtstrend, der noch Potential hat. Für heute könnte eine bevorzugte Strategie lauten: Mit eng gesetzten Stopps zu kaufen.
USD/JPY
In den letzten beiden Tagen schwankte dieses Paar eher unbeständig, wobei keine deutliche Tendenz zu erkennen war. Auf den Stunden-Charts werden gemischte Signale deutlich, während auf der 4-Stunden-Chart erkennbar wird, dass eine rückgängige Korrigierung bevorsteht. Auf der Tages-Chart wiederum scheint noch Potential für einen Aufwärtstrend zu bestehen. Anleger sollten auf eindeutigere Signale auf den Stunden-Charts warten, bevor sie diesem Markt beitreten.
USD/CHF
Das abfallende Momentum, das dieses Paar seit dem Durchbruch seiner Spanne auf der Tages-Chart zeigte, setzt sich fort. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart bestätigt den Fortgang dieses Trends, während auch die Beobachtung der Tages-Chart diese fallende Tendenz unterstreicht. Für dieses Paar könnte Verkaufen die richtige Entscheidung am heutigen Handelstag sein.
Wild Card
Silver
Hier scheint das zinsbullische Momentum nach wie vor maßgeblich zu sein, denn für den Aufwärtstrend des Silbers besteht noch so einiges Potential. Die vor drei Tagen erfolgte zinsbullische Korrigierung lässt noch weiteres Leistungsvermögen anmuten, denn alle Oszillatoren der Tages- und 4-Stunden-Charts lassen ein neues aufwärts deutendes Momentum erkennen. Forex -Anlegern bietet sich hier eine großartige Gelegenheit, sich diesem Aufwärtstrend in einem äußerst frühen Stadium und zu einem günstigen Einstiegspreis anzuschließen.
Market Trend
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Daily Trend | ![]() |
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| Weekly Trend | ![]() |
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| Resistance | 1.6000 | 2.0100 | 107.30 | 1.0255 | 0.9830 | 0.8030 |
| 1.5980 | 2.0080 | 107.10 | 1.0235 | 0.9810 | 0.8010 | |
| 1.5950 | 2.0050 | 106.80 | 1.0205 | 0.9780 | 0.7980 | |
| Support | 1.5890 | 1.9985 | 106.20 | 1.0145 | 0.9720 | 0.7920 |
| 1.5860 | 1.9955 | 105.90 | 1.0115 | 0.9690 | 0.7890 | |
| 1.5840 | 1.9935 | 105.70 | 1.0095 | 0.9670 | 0.7870 |
Indicators
| Date | Time GMT | $€£¥ | Event | Period | Prev. | Forecast | Imp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008-07-22 | 06:15 | CHF | Trade Balance | 1.87B | 1.62B | ![]() | |
Trade BalanceMeasures the difference in value between imported and exported goods and services. A positive Trade Balance indicates that more goods and services were exported than imported over a given period. A rising trend has a positive effect on the nation's currency. When higher levels of exports are sold to the world, demand for the nation's currency is elevated as foreigners convert their native currency to purchase the exports. The Trade Balance also has a sizable impact on GDP because high demand for exports creates increased employment and production, as domestic factories work to fill this demand. | |||||||
| 2008-07-22 | 08:45 | GBP | BOE Governor King Speaks | * | * | ![]() | |
BOE Governor King SpeaksBank of England (BOE) Governor Mervyn King will testify before the Treasury Select Committee regarding his reappointment as Governor. As head of the central bank's governing body, which is responsible for setting the nation's short term interest rate, his speeches can sometimes cause market volatility as traders react to clues regarding future monetary policy. | |||||||
| 2008-07-22 | 12:10 | USD | Treasury Sec Paulson Speaks | * | * | ![]() | |
Treasury Sec Paulson SpeaksDue to speak about the economy and financial markets at the New York Public Library, in New York; | |||||||
| 2008-07-22 | 12:30 | CAD | Core Retail Sales | m/m | 1.1% | 0.8% | ![]() |
Core Retail SalesDerivative of Retail Sales that excludes the Automobile Sales component. Automobile Sales make up roughly 25% of Retail Sales, but they can be very volatile from month to month and can distort the picture. Retail Sales with the exclusion of this volatile component is thought to be a better indicator of the underlying trend in consumer spending. | |||||||
| 2008-07-22 | 12:30 | CAD | Retail Sales | m/m | 0.6% | 0.5% | ![]() |
Retail SalesMeasures the value of sales at the retail level. A rising trend has a positive effect on the nation's currency because Retail Sales make up a large portion of consumer spending, which is a major driver of the economy and has a sizable impact on GDP. Traders pay close attention to Retail Sales because it is usually the first significant indicator of the month that relates to consumer behavior and is susceptible to surprises. | |||||||
| 2008-07-22 | 12:30 | USD | FOMC Member Plosser Speaks | * | * | ![]() | |
FOMC Member Plosser SpeaksDue to speak about the economy at the Philadelphia Business Journal Breakfast, in Pennsylvania. Audience questions expected | |||||||
| 2008-07-22 | 14:00 | USD | House Price Index | m/m | -0.8% | -0.6% | ![]() |
House Price IndexMeasures the quarterly change in the average price of residential properties. | |||||||
| 2008-07-22 | 14:00 | USD | Richmond Fed Index | -12 | -9 | ![]() | |
Richmond Fed IndexMeasures the general business conditions of manufacturers in the Richmond Federal Reserve district. The index is derived from a survey that asks respondents to rate the level of general business activity as 'decrease', 'increase', or 'no change'. This report usually has little impact because the New York and Philadelphia Federal Reserve release similar reports about two weeks earlier. | |||||||









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